Namibia July 2015
Im July 2015 war ich beruflich in Namibia und hatte die Möglichkeit an zwei Tagen die Region zwischen Windhoek und Swakopmund zu entdecken. Die Eindrücke dieser kurzen Reise habe mit meiner Nikon eingefangen.
Namibia (Republik von Namibia) ist ein Staat im südlichen Afrika zwischen Angola, Botswana, Sambia, Südafrika und dem Atlantischen Ozean.
Der Name des Staates leitet sich von der Wüste Namib ab, die den gesamten Küstenraum des Landes einnimmt. Die Ausdehnung der Namib beträgt von Norden (Benguela, Angola) nach Süden (bis zum Oranje) rund 2000 Kilometer, sie reicht bis 160 Kilometer in das Land hinein. Die Namib ist etwa 95.000 km² groß und liegt im Mittel knapp 500 Meter über dem Meeresspiegel.
Das durchschnittliche Klima Namibias lässt sich als heiß und trocken beschreiben. Das Klima ist subtropisch kontinental.
In den heißesten Sommermonaten Dezember und Januar liegen die Temperaturen meist über 30 °C, während sie in den kältesten Monaten, Juli und August, nachts bis zum Gefrierpunkt sinken können, tagsüber dann aber wieder auf rund 25 °C steigen.
Namibia ist extrem dünn besiedelt. Die Bevölkerung ist konzentriert auf wenige Städte und den fruchtbaren Norden des Landes.
Rund 44 Prozent der Bevölkerung leben in den Regionen Omusati, Oshana, Ohangwena und Oshikoto. Ein Drittel lebt in Zentralnamibia, wobei dort alleine in Windhoek mehr als 300.000 Menschen ihren Wohnsitz haben. Im Süden des Landes leben gerade einmal sieben Prozent der Einwohner, während der Westen und die Namib-Wüste mit Ausnahme der Hafenstädte nahezu menschenleer sind.
Windhoek
Hauptstadt und mit ca. 300.000 Einwohnern größte Stadt Namibias.
Windhoek ist das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes. Windhoek wirkt – für eine afrikanische Stadt – sauber und fast ein wenig kleinstädtisch, wenngleich sich das Stadtbild in den letzten Jahren durch Monumentalbauten – vor allem durch das Supreme Court Gebäude, das Namibias Obersten Gerichtshof beherbergt, und durch das gigantische State House südlich des Zentrums – verändert hat und kosmopolitischer geworden ist. Doch nach wie vor findet man zahlreiche wilhelminische Bauwerke aus der deutschen Kolonialzeit
Casa Piccolo
Casa Piccolo, in Klein Windhoek ist ein kleines aber feines Guesthouse. Ausgangs- und Endpunkt in Windhoek für viele Namibia Urlauber, vor allem aus Deutschland. Hier übernehme Sie Ihre Fahrzeuge.
Die Zimmer sind geräumig und sauber aber im July alles andere als afrikanisch Warm!
Die ersten Tage in Windhoek waren definitiv die kältesten Tage die ich je auf einer Dienstreise verbracht habe! Bei Temperaturen unter null, ohne Dämmung helfen selbst 1/4 m2 Elektroheizung nicht!
Joe’s Beerhouse ist nicht nur bei Namibiern, sondern auch ganz besonders bei internationalen Touristen beliebt. Kulinarisch gesehen sind heute Wildgerichte die Spezialität des Hauses. Diesbezüglich wird Fleisch von Zebra, Kudu, Oryxantilopen, Vogel Strauß, Krokodil, Eland und Springbock angeboten.
Zwei Tage Namibia live
Am Samstag Vormittag treffe ich mich in Windhoek am Flughafen mit Antony Hughes, einen Kollegen aus Südafrika. Anthony hat am Montag eine Besprechung in einer Fischfabrik in Walvis Bay einer Industriestadt bei Swakopmund.
Dort wollen wir hin, mit unseren Toyota Condor, 20 Jahre, Plattfedern, Heckantrieb, blinde Scheinwerfer, nicht das klassische Standard Safari Vehicle in Namibia
Tag 1 von Windhoek nach Swakopmund
Wir verlassen Windhoek in Richtung Westen. Hier erstreckt sich das Khomas Hochland in Richtung Namib und Küste. 350 km grösstenteils Sand und Schotter Piste.
Und wenn man "Einheimische" zu Gesicht bekommt, dann sind diese nicht besonders redselig, oder hektisch unterwegs zum nächsten Termin.
Die Khomas Hochebene
Das Khomashochland hat eine durchschnittliche Höhe von 2000 m und erstreckt sich in westlicher Richtung bis zum Gamsberg, wo es an der so genannten Großen Randstufe rund 1000 m in die Namibwüste abfällt. Es ist Teil des „Zentralen Hochlands“ Namibias. Seine höchste Erhebung ist der in den Hakosbergen gelegene Gamsberg.
Gamsberg Pass
Die Große Randstufe, die das Küstengebiet vom Binnenhochland trennt, verläuft in Namibia von Nord nach Süd und bildet mit Ausnahme der Randstufenlücke östlich von Swakopmund eine durchgehende Berglandschaft.
Um die sogenannte Große Randstufe zu überwinden fährt man von Windhoek Richtung Swakopmund über den Gamsberg-Paß, der bekannteste und einer der schönsten Päße Namibias. Der Gamsberg-Pass hat 11% Gefälle und überwindet ca. 1000 Höhenmeter.
Kuiseb Canyon
Der Kuiseb ist eines der stärksten Riviera (zeitweilig wasserführenden Flusslauf) in Namibia. Er entspringt im Khomashochland westlich der Hauptstadt Windhoek, ist ungefähr 560 Kilometer lang
Die Namib
Die Dünen
Inmitten dieses schier endlosen “Orts, wo nichts ist” aus Sand, Geröll und Busch (denn das bedeutet “Namib”) befindet sich der Namib Naukluft-Nationalpark, und in ihm die höchsten Sanddünen der Welt.
Tag 2 Swakopmund und Walvis Bay
Swakopmund
liegt in einem flachen Abschnitt der namibischen Südatlantikküste, direkt nördlich der Mündung des Flusses Swakop. Von Norden und Osten wird die Stadt durch die hier verlaufende Sandwüste der Namib und der Skelettküste begrenzt.
Swakopmund ist Namibias beliebtester Ferienort. Dies gilt nicht allein für Touristen aus dem Ausland – auch die Namibier entspannen gerne in dem Küstenort. Dies liegt nicht zuletzt an den günstigen klimatischen Bedingungen, die Swakopmund gegenüber dem Hochland im Sommer vorzuweisen hat.
Historische Bedeutung erlangte die Stadt unter der deutschen Kolonialverwaltung als Teil der Kolonie Deutsch-Südwestafrika und als wichtigster Hafen für Einwanderer aus Deutschland. Der eigentlich geeignetere Naturhafen von Walvis Bay stand unter britischer Verwaltung
Walvis Bay
zu deutsch auch Walfischbucht, ist eine Stadtgemeinde an der Walfischbucht in der namibischen Region Erongo und der bedeutendste Seehafen Namibias.
Die Stadt besitzt den einzigen Tiefseehafen an der südwestafrikanischen Küste. Noch bis 1994 war Walvis Bay eine südafrikanische Enklave in Namibia, was das Stadtbild sehr geprägt hat. Heute zählt Walvis Bay ca. 67.500 Einwohner. Sie ist die drittgrößte Stadt des Landes und die mit Abstand am dichtesten besiedelte.
Die Wirtschaft der Stadt basiert zum größten Teil auf Handel über den Hafen Walvis Bay und auf fischverarbeitender Industrie sowie auf der Salz- und Guanogewinnung.
Die Lagune südlich der Stadt ist mit über 5000 Jahren die älteste Namibias und ein international bekanntes Vogelschutzgebiet mit dem bedeutendsten Wattbereich im südlichen Afrika.
Sie bietet bis zu 160.000 Vögeln Schutz und für über 200.000 Seeschwalben Nahrung bei ihren Zügen von und zu antarktischen Regionen. Lebensnotwendig ist die Lagune für etwa 70 % aller auf der Welt vorkommenden Rotband-Regenpfeifer (Charadrius pallidus). Über 80 % aller Flamingos im südlichen Afrika ernähren sich aus dieser Lagune.
Tag 2 zurück nach Windhoek
Diesmal bin ich alleine und fahre daher die befestigte B2 und B1 zurück nach Windhoek. Die B2 ist eine der Hauptverbindungsstrassen in Namibia und führt von West nach Ost von Walvis Bay bis nach Okahandja.
Die Husabberge sind ein kleines Gebirge nördlich des Swakoptals in der Region Erongo. Sie erstrecken sich über eine Fläche von rund 25 km² und liegen innerhalb nördlicher Ausläufer der Namib-Wüste. Die Husabberge verlaufen über eine Länge von rund 10 km in südwest-nordöstlicher Richtung, parallel zum weiter nördlich gelegenen Khan-Rivier und die daran anschließenden Klanberge und die Rössing-Mine, des größten Uran Tagebau der Erde.
Zwischen Usakos und Okahandja
Mit jedem Kilometer weg vom Atlantik und jedem Höhenmeter wird das Land fruchtbarer und die Vegetation wieder grüner.
Zurück in Windhoek
Ich hoffe Euch hat der Bericht meiner Tour durch Namibia gefallen. Für mich jedenfalls waren die beiden Tage sehr interessant und ein kurzer aber intensiver Einblick in eine für mich neue Welt.
Danke an meinen Kollegen und Freund Anthony Hughes, für die gute Zeit in Namibia, die sichere und souveräne Fahrt über den Gamsberg Pass und natürlich für die Geduld die Du aufgebracht hast, wenn ich am fotografieren war!
Ausrüstung: Nikon D5500, Nikkor 50 mm f/1.8 G; 10-24 mm f/3,5-4,5 G ED; 18-200 mm f3,5-5,6 G ED VRII mm; SIRUI Einbein-Stativ P-306; SIRUI Kugelkopf G-10KX. Alle Fotos wurden in Adobe Lightroom CC bearbeitet.
Fotostory by Klaus Bonfig, Dezember 2015