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Ziemlich beste Freundinnen Claudia Bader und ihre Tochter Katharina

Geschrieben und fotografiert: Stefan Volkamer

Wer das Büro der „Bader-Sisters“ am Starnberger Kirchplatz betritt, auch wenn sie keine Sisters sind, verspürt zu allererst eines ─ Harmonie und perfekten Einklang. Auch wenn natürlich zwischen Mutter Claudia Bader und ihrer Tochter Katharina ein paar Jahre liegen, so wirken sie doch wie Schwestern, wie gute Freundinnen und wie vertraute Partner, die gemeinsam und geschlossen durch die Höhen und Tiefen des Lebens gehen. „So ist es auch“, gesteht Mutter Claudia, „irgendwie sind wir untrennbar miteinander verbunden. Und zwar in nahezu jeder Hinsicht, könnte man sagen.“ Das bestätigt Tochter Katharina ohne Umschweife und gesteht: „Meine Mutter und ich sind schon ein seltenes Gespann, da passt kaum ein Blatt dazwischen.“

Claudia Bader und ihre Tochter Katharina Bader-Zellmer - ein untrennbares Gespann, privat und beruflich

Von Hameln nach Starnberg

Anfang der 60er Jahre ist Claudia mit ihren Eltern von Hameln im Weserbergland nach Starnberg gezogen, wo ihre Eltern einen Briefmarken-Großhandel und später ein Mode- und Trachtengeschäft eröffnet haben. Sie haben sich immer schon für Oberbayern und den Starnberger See begeistern können. So wurde Starnberg das neue Zuhause der jungen Familie, Claudia wuchs hier auf und besuchte das Starnberger Gymnasium. „Ich ging in unserem Geschäft damals ein und aus, es war schon fast für mich wie ein zweites Wohnzimmer. Meiner Mutter habe ich viel geholfen, wir waren auch eng miteinander verbunden und ich habe sie stets bewundert, mit wie viel Freundlichkeit, Nachsicht, Eloquenz, Fleiß und Erfolg sie das Geschäft zusammen mit meinem Vater führte“, so Claudia Bader. „Und dennoch immer Zeit, Liebe und Verständnis sowie ein offenes Ohr für mich und meine ganz persönlichen Belange hatte. Das hat mir sehr imponiert und hat mich sicherlich auch geformt.“

Freundinnen fürs Leben

Gründung der eigenen Firma

Auch nach ihrer Schulzeit und der Hochzeit mit einem Starnberger Metzgerei Großhändler hat sie in dem Geschäft ihrer Mutter, das ein Dreh- und Angelpunkt der Kreisstadt war, gearbeitet. Oft haben dabei die Kunden über Immobilien gesprochen und damit eher unbewusst Claudia Baders Begeisterung für diese Branche geweckt. Mit dem frühen Tod der Mutter konfrontiert musste sie sich aber entscheiden, das Geschäft weiter zu führen oder ihrer Begeisterung für Immobilien zu folgen ─ hier und da hatte sie schon die eine und andere Immobilie erfolgreich vermittelt. Sie entschied sich für Letzteres und gründete am 1. Januar 1990 ihre eigene Firma – Claudia BADER Immobilien. Tochter Katharina war damals drei, und von nun an auch fast immer dabei. Und waren die Anfangsjahre schwer? „Nein, nicht sonderlich“, gesteht sie. „Aus dem Geschäft heraus hatte ich schon viele Kontakte, kannte jede Menge Leute, und mein Mann natürlich auch. Außerdem gab es zu dieser Zeit längst nicht so viele Makler wie heute. Angefangen habe ich eigentlich mit der Vermittlung von Gastronomie.“ Auch wenn das Büro über Jahre hinweg Verkauf und Vermietung angeboten hat, so liegt der Schwerpunkt heute deutlich auf dem Verkauf von Wohnimmobilien, also Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäusern und Grundstücken. „Aber Mietobjekte, ob privat oder gewerblich, vermitteln wir natürlich auch, wenn sie reinkommen.“

Auch im Urlaub und ihrer Freizeit sind die beiden oft und gerne zusammen

In Mutters Spur

Dass Tochter Katharina der Spur ihrer Mutter eines Tages folgen sollte, war keineswegs beabsichtigt. „Aber“, so Katharina Bader-Zellmer, „irgendwie auch eine logische Konsequenz, denn meine Mutter hat mich schon als Kind zu vielen Terminen und Besichtigungen einfach mitgenommen, und so bin ich langsam in die Branche mit großer Begeisterung und Neugier hineingewachsen.“ Nach ihrem Fachabitur ließ sich Katharina zur Immobilienkauffrau IHK ausbilden und verantwortet in der Firma heute u.a. die Bereiche Buchhaltung, Organisation, Werbung und neue Medien. Makeln tut sie natürlich auch. Und das mit voller Leidenschaft.

Wie aus dem Gesicht geschnitten

Kein Platz für Konflikte

Kommt es da nicht manchmal auch zu Konflikten zwischen ihr und ihrer Tochter, wollten wir von Claudia Bader wissen? „Wirkliche Konflikte eigentlich nicht, es sind dann manchmal eher Kleinigkeiten, die zwischen uns zu kurzzeitigen Unstimmigkeiten führen. Aber keiner von uns beiden ist nachtragend, die Sache ist immer schnell aus der Welt geräumt und dann gehen wir Essen und können uns köstlich über uns selbst amüsieren“, gesteht sie mit einem Schmunzeln im Gesicht. „Abgesehen davon“, räumt Katharina ein, „muss das auch so sein. Schließlich arbeiten wir nicht nur zusammen, wir leben auch zusammen. Zwar in einem Generationenhaus mit zwei separaten Eingängen, aber eben deutlich beieinander. Unstimmigkeiten haben da keinen Platz und die passen auch nicht zu mir und meiner Mutter, dafür stehen wir uns viel zu nah.“ Die Nähe der beiden zeigt sich in vielem. Sie gehen zusammen Essen und Einkaufen, ins Kino und ins Fitnesscenter, unternehmen gemeinsame Ausflüge und Kurzurlaube. Und was sagt Katharinas Mann dazu? „Er kommt damit gut klar, ist ein Familienmensch und er und meine Mutter mögen sich sehr. Passt alles perfekt.“ Die Nähe der beiden zueinander schätzen auch viele Kunden, die in der Regel immer eine von ihnen in die Projekte integriert sehen möchten. „Wir sind im Durchschnitt zu acht in unseren Büros in Starnberg und München, Katharina und ich sowie weitere festangestellte und freie Immobilienmakler mit viel Erfahrung, auch zwei Auszubildende haben wir fast durchgehend bei uns. Aber das immer ein Bader mit auf den Projekten sitzt, ist für unsere Kunden schon sehr, sehr wichtig. Immerhin gehören wir zu den 100% inhabergeführten Maklerfirmen, da ist das anders wie bei den Franchisemaklern. Zuweilen treten wir sogar als Mediatoren auf, insbesondere bei Scheidungen und Erbschaften. Vertrauen in die Personen spielt eine große Rolle in solchen Situationen“, meint Claudia Bader.

Schon immer unzertrennlich

So ist es bis heute geblieben

Ich liebe sie einfach

Und was schätzt Claudia Bader besonders an ihrer Tochter? „Sie ist zuverlässig, begeisterungsfähig und liebevoll, kann aber manchmal auch ganz schön streng zu mir sein.“

Und umgekehrt? „Meine Mutter ist ein geduldiger Mensch, ausgewogen und leerreich, einfach liebenswert und niemals nachtragend. Sie hat mir Flügel gegeben und hat mich immer schon frei fliegen lassen. Sie ist der wichtigste Mensch in meinem Leben, natürlich neben meinem Mann. Ich liebe sie einfach.“

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Stefan Volkamer
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