Worum geht's?
Das Bundesamt für Bauten und Logistik BBL führt Untergrund-Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Erdwärmeprojekt in Magglingen durch. Solche Untergrund-Untersuchungen sind ungefährlich und werden von der Bevölkerung gut aufgenommen, wie Beispiele in den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Genf und Waadt zeigen.
Das BBL ersucht Sie als Eigentümerin oder Eigentümer einer Privatparzelle, diese temporär für die Platzierung von Messgeräten oder für die Messung auf einer Privatstrasse benutzen zu dürfen.
Wie sieht das Ganze aus?
Für die Bevölkerung sichtbar sind die speziell für die Messungen konzipierten Vibrofahrzeuge sowie die vielen kleinen Messgeräte, die überall in der Region aufgestellt werden.
Drei Vibrofahrzeuge im Einsatz
Für die Messungen kommen drei Vibrofahrzeuge zum Einsatz: zwei mittelschwere und ein leichtes, das in Siedlungsnähe eingesetzt wird. Jedes dieser Fahrzeuge ist mit einer absenkbaren Vibrationsplatte ausgestattet. Mit dieser Platte werden die für die Messungen notwendigen Vibrationen erzeugt.
Die Fahrzeuge sind ausschliesslich auf Strassen unterwegs. Im folgenden Beispiel-Ausschnitt stellen die roten Quadrate die Messpunkte dar - hier wird vibriert. Die Messpunkte sind mindestens 40 Meter voneinander entfernt. Die blauen Kreise stellen die platzierten Messgeräte dar.
Nachfolgend ein kurzes Video eines Vibrofahrzeuges im Einsatz.
Technische Details Fahrzeuge
- Zwei mittelschwere Lastwagen (20-25 Tonnen)
- Ein leichter Lastwagen (7-8 Tonnen)
- Länge: 12 Meter
- Breite: 3 Meter
- Höhe: 3.5 Meter
- Geschwindigkeit: 20-25 km/h
Vibrationen - gut zu Wissen
- Pro Messpunkt werden drei bis vier Vibrationen ausgelöst
- Eine Vibration dauert maximal 30 Sekunden
- Die Vibrationen sind gut hör- und spürbar, aber für alle Beteiligten ungefährlich
- Von einer einzelnen Liegenschaft aus betrachtet, dauert die gesamte Durchfahrt etwa 15 Minuten
Tausende Messgeräte werden im ganzen Gebiet platziert
Die Vibrofahrzeuge erzeugen Wellen. Diese werden im Untergrund von den verschiedenen Gesteinsschichten reflektiert und wieder zurück an die Oberfläche gesandt. Dort werden die Wellen von Messgeräten erfasst und aufgezeichnet. Die gesammelten Daten erlauben es später, ein 3D-Modell des Untergrundes zu erstellen.
Die Messgeräte (blaue Kreise) werden in geraden Linien im Abstand von rund 50 Metern platziert. Der folgende Beispiel-Ausschnitt zeigt es: Die Messgeräte werden in Wäldern, Feldern und Strassen aber auch auf Privatgrundstücken platziert. Dafür holt das Bundesamt für Bauten und Logistik die Bewilligungen ein.
Technische Details Messgeräte
- Anzahl eingesetzter Messgeräte: ca. 2'500
- Höhe: 15 cm
- Durchmesser: 8 cm
- Gewicht: 500 Gramm bis 1.5 Kilogramm
Messgeräte - gut zu wissen
- Die Messgeräte werden vor den Messungen innert weniger Tage im ganzen Gebiet platziert
- Alle Messgeräte bleiben während der gesamten Dauer der Messungen ausgelegt - das kann bis zu vier Wochen sein
- Bei der Platzierung auf Privatparzellen lassen die im Einsatz stehenden Mitarbeitenden grösste Sorgfalt walten
Und was muss ich tun?
Erst einmal gar nichts. Sie werden in den Monaten Juni-Oktober von Mitarbeitenden der Firmen Hydro-Géo Environnement oder Geo2x kontaktiert. Diese handeln im Auftrag des Bundesamts für Bauten und Logistik. Konkret werden Sie gefragt, ob Messgeräte auf Ihrer Privatparzelle platziert werden dürfen oder ob allenfalls eine Privatstrasse für Messungen genutzt werden darf.
Wo finden die Untersuchungen statt?
Das untersuchte Gebiet umfasst 13 Gemeinden und eine Fläche von mehr als 30 Quadratkilometer. Nachfolgend finden Sie eine grobe Karte des Gebiets. Kurz vor dem Start der Messungen im Herbst werden präzisere Karten und Zeitpläne publiziert. Sämtliche von den Messungen tangierten Personen - ob Grundeigentümer oder Anwohnende - werden wiederum informiert.