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Kichern Erbsen? Nicht die Bohne! Die Klasse 7C informiert über Leguminosen

Herzlich Willkommen auf unserer Projektseite zum Thema Leguminosen!

Im Rahmen des Wettbewerbes "Echt kuh-l!" haben wir zu Leguminosen recherchiert: Wir haben im Internet, in der Bibliothek und bei unseren Lehrern nach Informationen gesucht und sogar eine Exkursion auf den Bauernhof der Familie Brunner im Knoblauchsland unternommen. Was wir dabei alles herausgefunden haben, könnt ihr hier nachlesen!

Hier siehst du das Logo von Echt kuh-l!
Es gibt zahlreiche verschiedene Arten von Hülsenfrüchten, die zu den Leguminosen zählen. Ihre Früchte schmecken lecker und sind gesund!

Die Geschichte hinter den Hülsenfrüchten

Hülsenfrüchte hatten viele Jahrzehnte eine sehr unterschätzte und verstaubte Bedeutung. Man bezeichnete sie als schwer verdaulich und ordnete sie als ,,Arme-Leute-Essen“ ein. Das bekannteste, was man aus ihnen machen konnte, war das Eintopf-Gericht - so dachten vermutlich einige Menschen. Aber Hülsenfrüchte kann man auf viele verschiedene Arten einsetzen!

Allgemeine Informationen

Im Neolithikum, das ist die Steinzeit, gab es in unserem heutigen Süddeutschland Linsen, Erbsen und Ackerbohnen. Die Kulturgeschichte der Leguminosen hat also schon ziemlich früh begonnen. Als Leguminosen werden Pflanzen bezeichnet, deren Samen in der Hülse herangereift sind. Die meisten Hülsenfrüchte haben ihren Ursprung in Mittel- und Südamerika, Afrika und in Asien (zum Beispiel in Indien und China). Gegessen wurden sie damals als Breinahrung. Später wurden sie auch zum Brotbacken verwendet. Sie sind reich an lebensnotwendigen Nährstoffen wie Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen, Kalium und Zink sowie Polyphenolen und Saponinen. Aufgrund ihres hohen Ballaststoff- und Nährstoffgehaltes sind sie ideal für eine ausgewogene Ernährung!

Wofür sind Leguminosen gut?

Sie sind nicht nur für die Gesundheit, sondern auch für die Umwelt gut. Das zeigt sich an der Studie ,,Fleisch der Zukunft“ des Umweltbundesamtes. Dabei wurde untersucht, welche Auswirkungen Fleischersatzprodukte auf Gesundheit und Umwelt haben, als Alternative zum Fleischverzehr, auf pflanzlicher Basis. Am besten schnitt der pflanzliche Fleischersatz ab, obwohl diese Produkte zum Teil stark verarbeitet waren. Im Vergleich zu Rindfleisch fallen 90% weniger Treibhausgasemission an und zusätzlich ist der Wasser- und Flächenverbrauch vermindert. Somit sind Leguminosen sehr ressourcenschonend.

Zusätzlich sind Leguminosen ideal für den Boden, weil sie die Bodenfruchtbarkeit erhöhen und helfen, neuen Humus zu bilden.

Traditionelle Speisen

Hülsenfrüchte werden in ganz verschiedenen Gerichten benutzt: Papadams, Falafel, Hummus, Sesammus, Bakedbeans, Tofu oder die bekannteste in Deutschland Erbspüree und Linsensuppe. Wie vielfältig Kichererbsen eingesetzt werden können, zeigt das folgende Rezept, das wir ausprobiert haben!

Süße Kekse (Zubereitungszeit: Etwa 35 Minuten)

  • 400 g Kichererbsen aus dem Glas
  • 100 g Nussmus – z.B. Erdnussmus oder Mandelmus
  • 2 EL Kokosfett
  • 50 ml Hafermilch oder eine andere Pflanzenmilch
  • 50-80 g Kokosblütenzucker, Rohrohrzucker oder eine andere Alternative zu Haushaltszucker
  • Eine Prise Salz
  • 3 EL Buchweizenmehl
  • ½ TL Backpulver
  • geriebene Vanilleschote oder Vanilleextrakt nach Geschmack
  • 50 g dunkle Schokotropfen oder gehackte Zartbitterschokolade nach Wahl
  • 50 g gehackte Nüsse nach Geschmack

Heize deinen Ofen auf 180 Grad vor.

Gieße die Kichererbsen durch ein Sieb ab und lasse sie gut abtropfen. Vermische Buchweizenmehl und Backpulver miteinander. Püriere alles zusammen mit dem Nussmus und dem Kokosfett im Mixer oder mit dem Mixstab.

Gib nun die restlichen Zutaten bis auf die Schokolade und die Nüsse hinzu und rühre nach und nach alles zu einem homogenen Teig. Zum Schluss gibst du noch die Schokolade und/oder die Nüsse dazu.

Forme etwa gleichgroße Kekse auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech mit einem Löffel und backe diese für etwa 20 Minuten.

Lass es dir schmecken!

Ganz schön viele verschiedene Pflanzensorten... Um den Überblick zu behalten, haben wir ein Ranking erstellt, dass verschiedene Leguminosen hinsichtlich Gesundheit, Vielseitigkeit und Ökobilanz bewertet!

Weil wir es nicht erwarten konnten, Leguminosen wachsen zu sehen, haben wir verschiedene Sorten selbst angebaut. In der Klasse haben wir uns auf Kidney-Bohnen, Linsen und Markterbsen geeinigt! Hier seht ihr, wie sich die Leguminosen entwickelt haben:

Für unseren Ausflug zum Bauernhof der Familie Brunner haben wir uns ein paar Interviewfragen überlegt. Hier könnt ihr nachlesen, was wir erfahren haben!

  1. Wir wissen schon, dass Sie Winterackerbohnen angepflanzt haben. Gibt es noch weitere Leguminosen, die Sie anbauen? (Antwort: Markterbsen, Zuckerschoten und Buschbohnen)
  2. Wie lange brauchen die Leguminosen, die bei Ihnen angebaut werden, zum Wachsen? (Antwort: Die Winterackerbohne wird im August erntereif, es kommt aber ganz auf die Sorte an.)
  3. Wie sind die Bodenbedingungen hier im Knoblauchsland und sind diese Bedingungen ideal für Leguminosen? (Antwort: Die Winterackerbohnen werden als Zwischenfrucht angebaut, damit sich der Nährstoffgehalt im Boden verbessert und der Boden aufgelockert wird.)
  4. Wie tief müssen die Samen in die Erde gesteckt werden? (Antwort: So tief, dass Tauben und andere Tiere die Saat nicht auffressen können, aber nicht zu tief. 3-6 cm ist ein guter Richtwert.)
  5. Wann wachsen Leguminosen am besten? (Antwort: Das kommt auf die Sorte an, Sojabohnen wachsen bei uns nicht wirklich gut, weil das Klima zu kühl ist. Winterackerbohnen und die anderen Leguminosen, die wir anbauen, haben am liebsten so ein Wetter wie wir es haben: sonnig, bei etwa 15-25° C.)
  6. Müssen die Leguminosen hier zusätzlich bewässert werden? (Antwort: In besonders trockenen Sommern werden die Winterackerbohnen zusätzlich bewässert, vor allem die Markterbsen und die Buschbohnen sollen aber beim Verkauf sehr knackig sein, deshalb müssen sie in der Regel bewässert werden.)
  7. Wie genau binden Leguminosen den Stickstoff aus der Luft? (Antwort: Die Leguminosen gehen eine Symbiose mit den sogenannten Knöllchenbakterien ein, sie bekommen von der Pflanze Zucker und geben im Gegenzug dafür Stickstoff aus der Luft ab.)
  8. Welche Auswirkungen haben Leguminosen auf den Boden? (Antwort: Sie lockern die Erde auf und versorgen sie mit Nährstoffen, sodass wir im folgenden Jahr weniger düngen müssen.)
  9. Sind die Leguminosen, die Sie anbauen, spezielle Züchtungen? Brauchen sie eine spezielle Pflege? (Antwort: Ja, die Sämereien stammen von großen Konzernen, die diese speziell gezüchtet haben. Genetisch verändert sind sie aber nicht, das ist in Deutschland verboten.)
  10. Kann man mit Leguminosen Haustiere füttern? (Antwort: Die meisten Hunde- und Katzenfutter haben schon Leguminosen beigemischt, allerdings sollte man vorsichtig sein, wenn man seinen Tieren frisches Gemüse zu essen gibt. Leguminosen blähen oft und die Tiere können Bauchweh davon bekommen.)
  11. Welche Leguminosen sind Heilpflanzen? (Antwort: Sojabohnen und Rotklee enthalten sogenannte Isoflavone. Man sagt, dass diese Leguminosen gut sind, um Krebserkrankungen vorzubeugen.)
  12. Gibt es auch Leguminosen, die giftig sind? (Antwort: Leguminosen sollten nicht roh verzehrt werden, aber wenn man sie eine Weile gekocht hat, sind sie verträglich.)

Genug Text! Sieh dir unbedingt auch die Bilder von unserem Ausflug an - es war wirklich toll!

Bei unseren Recherchen haben wir viel Interessantes nebenbei erfahren, das hier zumindest kurz erwähnt werden soll:

  • Akazien gehören ebenfalls zu den Leguminosen! In Papua Neuginea und Australien verbessern sie schlechte Böden, sodass in der Folge andere Pflanzenarten dort gedeihen können. Die Fasern der Akazie werden sogar in der Lebensmittelindustrie als Füll- und Bindestoffe eingesetzt.
  • Ein Chili Sin Carne wäre das Ideale Gericht für dieses Projekt gewesen: Hier sind nicht nur verschiedene Bohnensorten, sondern auch Sojagranulat enthalten, und damit eine weitere Leguminose. Zusätzlich ist das Gericht besonders nachhaltig, weil kein Fleisch enthalten ist!

Wir hoffen, dass wir dir hier ein paar nützliche Infos bieten konnten - vielleicht hast du ja nun auch Lust bekommen, selbst etwas auf dem Balkon bzw. im Garten anzupflanzen oder etwas für deine Gesundheit zu tun!

Credits:

Erstellt mit Bildern von andriigorulko - "Seamless texture with legumes" • Sea Wave - "Green peas" • luigi giordano - "legumi secchi" • karepa - "Erbsen und verschiedenes eingefrorenes Gemüse" • sasazawa - "アーモンドクッキー" • LeitnerR - "old books on wooden shelf"