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tim trantenroth WOHlSTANDSAgGRESSION | STRUKTURFRAGMENTE

WOHLSTANDSAGGRESSION

Tim Trantenroth

Ausstellung vom 01.12.20 - 16.01.21

Galerie Reinhold Maas, Gartenstrasse 49, 72764 Reutlingen

Öffnungszeiten: Di - Fr 14:00 - 18:00 Uhr, Sa 11:00 - 14:00 Uhr und nach Vereinbarung

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Trugbild funktionaler Ästhetik

In der Ausstellung "Wohlstandsaggression" vom 1. Dezember 2020 bis 16. Januar 2021 in der Galerie Reinhold Maas Reutlingen entlarvt Tim Trantenroth das vermeintlich Mächtige, Starke, Schutzbietende.

Tim Trantenroth

"Ausgangspunkt meiner SUV-Reihe ist die tägliche Konfrontation mit Luxuskarosserien im Stadtraum. Ihr Erscheinungsbild fügt sich disproportional in unser Straßenbild ein. Gleichzeitig verspricht der übermässige Formbau dem Besitzer, der Besitzerin, Sicherheit. Der Mensch flüchtet sich in ein mobiles Monstrum, das nach außen hin Stärke und nach innen Schutz suggeriert. Für mich wird an dieser Stelle nicht nur das Trugbild des Luxus deutlich; mit ihm offenbart sich das Grundgerüst unserer modernen Gesellschaft als haltlose Attrappe. In diesem Zusammenhang erscheint das Luxussymbol als Prothese unserer Wohlstandsgesellschaft."

STRUKTURFRAGMENTE

OSIANDER Buchhandlung, Wilhelmstraße 64, 72764 Reutlingen

Die Buchhandlung Osiander Reutlingen präsentiert zeitgleich die Ausstellung "Strukturfragmente" von Tim Trantenroth. Die Arbeiten zeigen Fragmente, Architekturstrukturen und deren Konnotationen im zeitpolitischen Kontext.

Fragment und Struktur

"Ich verstehe Architektur als Zeitzeuge unseres Lebensraums. Soziale Strukturen und Lebensbedingungen sind an Form und Materialität ablesbar. In meinen Arbeiten nehme ich die Spuren der Menschen meiner Umgebung auf und transformiere sie. Mein Interesse liegt dabei in der malerischen Umsetzung einer Ästhetik, die das reale Abbild vergeistigt. Ebenso interessiert mich der Zustand des Bruchstückhaften, des Unvollendeten überhaupt."

Transparente Beschattung

"Während meines Aufenthalts in Shanghai 2019 faszinierte mich die Omnipräsenz der Überwachung durch sogenannte Smart Poles. Die beobachtende Instanz bleibt unsichtbar, ist aber dennoch allgegenwärtig. Nach einiger Zeit verschwindet die Wahrnehmung, das Gefühl der Beschattung, es stellt sich Gewohnheit ein. Dieses Wechselspiel findet sich fragmentarisch auf transparenten Bahnen und Gitternetzen in meinen Arbeiten wieder."