Von der faszinierenden Idee den Ort Währing als Wesen zu sehen und ihn künstlerisch darzustellen.
Von Stefanie F. Weber, 2020
2018 wurde in Wiens 18. Bezirk eine Bezirksdiagnose erstellt. Die Bezirksvertretung Währings und ein Team rund um STADTpsychologin Cornelia Ehmayer-Rosinak führten dazu zahlreiche Interviews mit Menschen, die sich im Bezirk Währing aufhielten und werteten sie aus - sie legten Währing sozusagen auf die Couch.
In den gesammelten Aussagen der Menschen, die interviewt wurden, zeichnete sich eine starke Kontrastierung ab. Was als unangenehm und unerwünscht beschrieben wurde, stellte sich in anderen Interviews als sehr zufriedenstellend heraus.
Vieles, was gefiel, missfiel gleichzeitig. Neben mehrheitlichem Wohlgefallen am Wesen Währings wurden mannigfache Ideen und Wünsche geäußert, die nicht weniger gegensätzlich ausfielen.
Die Abbildung rechts zeigt die Vorderseite einer Postkarte, die sich ebendiesen Wünschen und Forderungen an den Bezirk widmet.
Die großformatigen Tafeln (A0) kommen ganz ohne Buchstaben aus. Gleichzeitig sind sie durch die Anordnung der Zeichen als Zitate zu verstehen, zu denen Assoziationen gefunden werden können.
Sie können selbst als Worte wirken, wenn ihnen Raum gegeben wird, so zu erscheinen. Durch die kontrastierende Gegenüberstellung zu den hier aufgelegten Karten und direkten Zitaten werden sie selbst Aussage.
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Credits:
Alle Bilder sind Eigentum der Künstlerin Stefanie Weber.