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Forschung

Erhalt der Fledermausvielfalt im sehr feuchten Tropenwald

Für dieses Jahr sind verschiedene Tätigkeiten und spezifische Massnahmen für die Erforschung und Erhaltung von Fledermäusen in sehr feuchten tropischen Wäldern geplant.

Derzeit laufen mehrere Forschungsprojekte unter der Leitung der Biologieabteilung der Nationalen Universität (UNA). Dabei unterstützen die Mitarbeiter des Refugios Lapa Verde das Studententeam der Akademikerin Yara Azofeifa technisch und logistisch.

Im ersten Quartal des Jahres hatten wir zudem das Privileg, den deutschen Studenten David Horman von der Universität Ulm zu beherbergen. Davids Doktorarbeit befasst sich mit einer Fledermausart, die im Ökosystem des Refugiums vorkommt.

Des Weiteren unterstützten wir den lokalen Einwohner Henrry Alfaro bei der Besetzung des ersten von ihm entwickelten Fledermaushotels des Landes. Diese Initiative zum Umgang mit Wildtieren besteht in der Bereitstellung von Umsiedlungsalternativen für Fledermäuse, die mit dem Menschen in Konflikt geraten sind. Die erste Extraktion und Umsiedlung einer Kolonie von mehr als 40 Fledermäusen (Molossus pretiosus) wurde in Abstimmung mit Mitarbeitern der Naturschutzorganisation SINAC (Sistema Nacional de Áreas de Conservación) und der Selva Verde Lodge durchgeführt.

erstes Fledermaushotel Costa Ricas
erstes Fledermaushotel Costa Ricas

Überwachung mittlerer und grosser Säugetiere mittels Foto-Kamerafallen

Das Kamerafallen-Überwachungsprojekt wird durch Feldüberprüfungen sowie zweimal im Monat vorgenommene Datenüberprüfungen durchgeführt. Die erhaltenen Daten ermöglichen es uns, die Dynamik der Populationen mittlerer und grosser Säugetiere innerhalb des Refugio zu verstehen und Ereignisse aufzuzeichnen, die sonst wahrscheinlich nicht entdeckt würden, wie z.B. die Bewegung von Hunden und fremden Menschen innerhalb des Schutzgebiets.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Naturschutzgebietes Lapa Verde waren wir Teil eines Prozesses zur Wiederauswilderung eines Ozelots (Leopardus pardalis) in unserem Refugium. Das Tier wurde von Mitarbeitern der Naturschutzorganisation SINAC gerettet und von der Rettungsstation Las Pumas gesund gepflegt.