Visual Storytelling Bilder sind die Bühne für Geschichten
- Pressefotos
- Smartphone coole Bilder schlechten Bedingungen
- Styleguide für meine Bilder (Filter, Wiedererkennungswert)
- Imagefilm als Intro
Bilder sollen nicht nur visualisieren und interessieren, sondern inspirieren, motivieren und mobilisieren!
WHY PICS?
- Generation X: "Arbeit um zu leben": suchen Work-Life Balance, Medien = Email, SMS
- Generation Y: "Erst Leben, dann arbeiten", suchen Freiheit & Flexibilität, Medien = Tablet, Smartphone
- Generation Z "Leben und Arbeiten als fließender Prozess": suchen Sicherheit & Stabilität, Medien = Facetime, Drücken ihre Gedanken und Gefühle in Fotos in Instagram etc. aus
Facts:
- Facebookbeiträge mit Bilder und Videos werden 10x häufiger angeklickt und geteilt
- Bildplattformen wie Instagram & Pinterest oder Livebildplattformen wie Meerkat nehmen zu
- Bilder schaffen Gehör in der heutigen Zeitnot und Medienflut. Sie sind SPRACHÜBERGREIFEND, SCHNELL und transportiert EMOTIONEN in Sekundenbruchteilen
Bilder sollen emotional berühren, Aufmerksamkeit erzeugen und merkfähig sein. Dies geschieht durch Geschichten, die durch Bilder erzählt werden.
HOW to create great PICS for great STORIES
Bilder sollten sein:
- authentisch & real
- direkt aus dem Leben
- emotional und damit merkfähig
- überraschend
Wichtig:
- 50% Bildanteil in der gesamten Unternehmenskommunikation.
- Die Geschichte ist wichtiger als die Perfektion.
Vorgehen: Entwicklung des Visuellen Storytellings
1. Unternehmensabfrage / Analyse
Inhalt finden:
- Herkunft / Gründermythos
- Vision
- Markenkern und Markenwerte als Basis zukünftiger Geschichten aufschlüsseln
- Kommunikationsziele abfragen
- Analyse CI (Design, Form, Farbe, Typo, Logo)
Einsatz planen:
- Kommunikationskanäle (Print, Social Media, Homepage)
- Zielgruppe: Communities (Facebook, Instagram, Pinterest,..)
- Anlässe / Timing im Unternehmen
- Organisation der Kommunikation intern und extern
-> ein Thema fokussieren: Bilder sollten authentisch und von hoher Relevanz sein und sich auf EINE Geschichte konzentrieren = Wartekonstrukt
2. Visuelle Sprache finden
- Farben der CI in Bilder übersetzen: Aufmerksamkeit bekommen, Emotion erzeugen, Wiedererkennung schaffen
- Grafiken schaffen: Formen, Gebäudeform, Fahrzeuge, Umrisse in Grafiken reduzieren
- Gründermythos visualisieren: Bilder suchen, die den Gründermythos erzählen
- Markenkern in Worten und Bildern erzählen: Grafik, Foto, Moodboard, Multimediastory, interaktiv
- Key Visual festlegen: Welches Bild soll der Kunde im Kopf haben, wenn er an die Marke denkt?
- Bildwelten in Collage festhalten: Was unterscheidet von Wettbewerbern?
3. Bausteine des visuellen Storytellings
Visuelles Storytelling schafft Erzähl- und Bildwelten, die die Marke präsentieren. Sie geben Orientierung, Vertrauen durch einen Helden, wirken emotional und werden weitererzählt.
Its not just a coat. That coat has a story - and that story serves as an entry point. People want the soul in things.
Was muss eine Visuelle Story können?
- Sinnstifende Marke ist die Grundlage: Zeige die Seele deines Unternehmens. Welche Story kann bildstark in Szene gesetzt werden?
- Identifikation schaffen: Wer ist der Held? (Grafiken, Figuren, Filme, Visuelle Storys)
- Starte mit einem Konflikt
- Nutze interessante Blickwinkel, aber zeige nicht alles. "Inspire, dont inform".
- Biete dem Zuschauer Mehrwert und animieren ihn, selbst mehr zu entdecken.
- Variiere die Bilder, Publikum langweilt sich sonst. Überrasche positiv.
- Emotional werden: Sei menschlich, zeige Persönlichkeit
- Visuelle Highlights in Wellen bringen
- Transmedial weitererzählt: Inhalte, die leicht weitergereicht werden können
Checkliste: Bilderwahl
- Visualisieren: "Schmuckbild" oder liefert es wichtige Informationen / Mehrwert?
- Interessieren: Standardaufnahme oder unverwechselbar für Marke. Ästhetisch außergewöhnlich?
- Inspirieren: "Hingucker" oder "Wegguckender"? Löst es Emotionen aus?
- Motivieren: Erzählt es eine Geschichte? (Held & Zentralpunkt, Konflikt & Spannungsbogen?) Ist die Geschichte sinnstiftend?
- Mobilisieren: Ok für transmediales Erzählen?
4. Visuelle Erfolgskonzepte
- TEXT wird zu BILD: vom textlästigen Kommunikation hin zum Publisher und Storyteller
- "Outside in" anstatt "Inside out": externe Nachrichtenlage anpassen: z.B. Bezug EM,
- NEWS werden zu STORIES: eine Story in viele Einzelstories aufteilen
- Stories über Grundbedürfnisse: Barbie - Mädchen sollte jeder Beruf offen stehen, Dove - sei so wie Du bist, Essen - Genmanipulation, ..
- kommunikativer Austausch mit Bezugsgruppen: Facebook, Instagram & Co:
5. CONSUMER AS STORYTELLER
Die Zielgruppe selbst zu Geschichtenerzählern machen, d.h. die User in die Unternehmensgeschichte kreativ einbinden:
- Möglichkeit bieten, Stories durch Aktivitäten selbst zu entdecken
- Auffordern, selbst kreativ zu werden, Geschichten zu erzählen
- Aktion aufrufen: aus deinen Handyfotos "besondere Momente" einschicken, (Aktion: was ist an deinem Lieblingslokal besonders? mache ein Foto davon. NUTELLA: Bildergeschichte zum 50. Geburtstag)
WHAT MAKES MY PICS UNIQUE?
Toolset
Bilder sollen begeistern, faszinieren, abheben. Wir machen Bilder, die uns innehalten lassen, zum nachdenken anregen, emotional berühren.
1. Hingucker sorgen für Aufmerksamkeit: Mit visuellen Reizen nicht geizen
- POINT OF VIEW - Stories: Bilder und Videos, die uns an Orte mitnehmen, die wir zuvor noch nie gesehen haben. Die Sehnsucht nach Bildern, auf denen wir die Welt aus den Augen eines anderen sehen. = ich-Perspektive und hoher Identitfikationsgrad (http://bit.ly/1FuqiPi)
- PERSPEKTIVWECHSEL: Röntgenbilder, Zuckertürme um zu zeigen, wie viele Cola man trinkt,
- WONDERLUST: Bilder die zum Staunen anregen:"GRÖSSE (Landschafen, Naturwunder), Atemberaubend, voll Abenteuer und Magie
- WORTWITZ
- überraschend, irritierend, provozierend, "Was ist denn hier passiert", unkonventionelle Sehgewohnheiten
2. Schnellschüsse sorgen für schnelles Verständnis: die effizient ins Hirn zielen
- WENIGER IST MEHR: funktionieren sofort auf den 1. Blick verständlich, reduziert, fokussiert
- VEREINFACHEN
- STRUKTUIEREN
- schnell, effizient, Simpel, reduziert, logisch
3. Augenschmaus weckt Sympathie: der ästhetisch das Auge verwöhnt
- Formen nachzeichnen
- Farben: Gelb/Rot = hellen Stimmung auf, regen uns an, Blau/Violett = beruhigen, z.B. Rosa für Duft und Frische einer Parfümmarke, Grün für Umweltschutz, Stadtbegrünung,...
- Super Sensory: z.B. Food Porn: Essen ästhetisch außergewöhnlich dargestellt (Instagram: symmetrybreakfast.de, http://bit.ly/1GdG69j)
- Ästhetik, Schönheit, Gefälligkeit, Wohlfühlen, Klarheit
4. Türöffner weckt Neugier und regen die Phantasie an
- Momentaufnahmen regen Phantasie an, öffnen Türen zu neuen Welten z.B.: mit der SZ kann man nicht Mittag essen, ich habe mich geärgert...
- Umwidmung: Giro Helm in tierischer Kampagne
- Imagination: Kinder stellen Projekte ihrer Mütter vor
- Spielerisches Entdecken: Suchbilder
- regen die Phantasie an, machen neugierig,g, triggern Geschichten, laden zum Träumen ein,
5. Zeitgeister bringt aktuellen Kontext: die mit Zitaten Bezug auf Altbekanntes nehmen
- aktuell, höchst relevant (Mitbewerber, Mond, Marlin Monroe)
- 2. Blick, braucht Hintergrundwissen, subtil und subversiv, humorvoll und ironisch, mutig und schamlos, Kontakt und intertextuell
6. Trittbrettfahrer mischt sich ein: die spontan auf Trends und Themen aufspringen
- Tagesaktuell und in Echtzeit = sehr vergänglich = Real Time Management
- planbare Event: saisonal (Valentinstag, Weihnachten, EM), spontan (Wetter, Prominente,..)
- "Hotdogs or Legs"
- emotional, sympathisch
- Augenzwinkern
CONCLUSIO
Breche die Regeln, aber keine Gesetze. Überrasche und weiche von der Norm ab. Das Gehirn liebt neues - solange es so ist wie das Alte.
Lass dich inspirieren, kombiniere, mixe Remise, neue Bilder, neue Bildwelten passend für das Unternehmen.
Vergesse nicht: Erzähle Geschichten für dein Publikum
AUSBLICK: VISUAL CULTURE
Bilder sollten authentisch und von hoher Relevanz sein und sich auf EINE Geschichte konzentrieren = Wertekonstrukt
Visual Story Telling sollte sich durch das komplette Unternehmen ziehen = Visual Culture:
- Zeichen, Farben Typographie, Piktogramme, Bilder
- geht nach Innen in Arbeitswelt und Arbeitsweise
- Unternehmensführung, Strategie und Unternehmensgestaltung
- gut hinsehen
- visuell denken und arbeite (Infografiken, Moodboards, Storyboards anstatt Redaktionspläne,
- Ästhetik als Führungsprinzip: Vision, Werte, Ziele und Strategie den Mitarbeiten näher bringen
- Kreativtechnik von jeden anregen durch Collagen
TECHNIKEN für ZU Hause
Bildästhetik
- Goldener Schnitt
- Stil variieren
- zwischen professionellen und handy Schnappschüssen wechseln
- Logo einfügen
Speichermedium
- Quadrat für Instragram
- Letterbox Format für Hands
- mit Fotocollagen arbeiten
Überrasche:
- lass Bilder laufen tapestrylabs.com/gallery
Styleguide
Filter aus App nutzen
Perspektive:
- 50mm, Augenhöhe: zieht den Betrachter in die Szene hinein, eher banal
- Untersicht / Weitwinkel:
- Vogelperspektive: gut für Kinder,
Bildaufbau: aufgeräumt / "gemütlich"
- hell überbelichtet / dunkel lowkey
- Vordergrund/Hintergrund
- Smartphone Tipps - bei schlechten Bedingungen?
- Wiedererkennungswort?
Handytipps
- Optimale Einstellung per Fingertipp
- Nah und Hell sollte es sein
- Verwackeln und Unschärfe: Licht anschalten, Wolke vorbei ziehen lassen, Stativ, an Wand anlehnen
- Früh und s spät das beste Licht
- Nicht blitzen
- 15cm Abstand halten
- Motiv richtig Platzieren: der goldene Schnitt = im ersten oder letzten Drittel des bildes
- Überraschung: schieße den Moment in Slo-Mo! Überlege vorher, was genau Du erreichen willst.
- Stelle Menschen in den Vordergrund. Er sollte ich wohl fühlen.
- App Kamerafunktion: iPhoto, Camera+, FlickrMobile, 360,
- App: Bearbeitung: Snapseed (IPhone/Android: Farbton, Helligkeit,... Leicht), Stackables (I Phone: Filter, Verlaufsmasken, fertige Presets,...)
- App for Collagen: Diptic (Iphone), Tiled (Phone)