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Technische Daten (Serienzustand)
- 4.0 l Reihensechszylinder Benziner (3.960 ccm mit 305 Nm bei 3.800 U/min)
- LxBxH: 4020 x 2020 x 1810 mm
- 72 l Tankinhalt
- 4-Gang 42RLE-Automatik-Getriebe
- 4:1 Rock-Trac HD Part Time 4WD System
- Heavy Duty DANA-44 Vorder- und Hinterachse mit Scheibenbremsen
- 4,11 Achsübersetzung
- Tru-Lok Differentialsperren an Vorder- und Hinterachse
- 245/75 R16 ca. 31" MT-Reifen auf 16X8.0 "MOAB" Alufelgen
- Dual-Top (Stoffverdeck und "hartes" Dach)
Die anderen Wrangler TJ Ausstattungslinien haben ein anders abgestuftes Untersetzungsgetriebe (3,07:1 statt 4:1) und andere Achsübersetzungen (3,53 statt 4,11). Auch wurden dort als Vorderachse DANA-30 und als Hinterachse DANA-35 verbaut. Je größer die Nummer, desto stabiler die Achse.
Die Getriebeuntersetzung bringt für den Rubicon im Gelände den Vorteil bei höheren Motordrehzahlen langsamere Geschwindigkeiten zu fahren und so in einem günstigeren Drehzahl-Drehmoment-Bereich mehr Kraft zur Verfügung zu haben.
Die andere Achsübersetzung sorgt dafür, dass der Rubicon auch mit größeren Reifen noch gut vorankommt und nicht wie eine "lahme Ente" beschleunigt.
Jeep verzichtete beim Rubicon TJ bewusst auf sämtliche störanfällige Elektronik. Der Wagen hat weder ABS, noch ESP oder andere Helfer. Die Modelle (Sport und Sahara) besitzen diese Helfer. Es fehlten zudem eine Zentralverriegelung als auch elektrische Fensterheber.
Servolenkung und Bremskraftverstärker wie auch eine Klimaanlage sind aber dennoch Serienausstattung und Komfortmerkmal.
Das Offroadfieber kam und das Aufrüsten begann
Folgende Umbauten wurden durchgeführt:
- Reifen 285/75 R16 entspricht ca. 33" auf Original-Felgen mit Spurverbreitung 30 mm je Seite
- Höherlegung durch 2"-Bodylift und 1,75"-Federspacer
- Umsetzten der Kompressoren für die Differentialsperren von der Getriebeschutzplatte in den Motorraum
- Axle-Seals (Abdichtung der Steckachsen vorn)
Die Umbauten, wie auch die unten aufgeführten Reparaturen, wurden vom Offroadcenter Schmoldt in Meitzendorf ausgeführt.
Die Kombination aus Rädern und Spacer veränderten die Fahrzeughöhe von 181 cm auf 193 cm. In der Breite wuchs der Jeep um gut 6 cm.
Durch die Höherlegung und den geänderten Reifendurchmesser stieg der Verbrauch auf der Straße von rd. 16 l/100 km auf 18 l/100 km und im Gelände von rd. 19 l/100 km auf 22 l/100 km. Dies ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass mit den besseren Geländereifen und der Höherlegung auch mehr Möglichkeiten im Offroad-Gelände bestehen.
In Eigenleistung wurde folgendes gemacht:
- US-Stoßstangenecken vorn
- Abschlepphaken vorn
- Weiße Blinker vorn
- Stabiklemmringe vorn
- LED-Rückleuchten mit integierter NSL (Neuverkabelung)
- Dichtgummi des Hardtops
- Entwässerungsöffnungen im Rahmen
- "Schnorchel" im Motorraum
- Rückbau auf Originalradio
- Heckantenne für CB-Funk
- Haltegriff für Passagiere
- ...und noch mehr Kleinkram
Willy im Endausbau
Offroadeinsatz
Es folgten etliche Fahrten in Offroadparks. Teils allein, teils mit Familie oder Freunden. Besondere Highlights waren Jeep-Community-Treffen in verschiedenen Parks.
Das obige Video markiert den heftigsten Einsatz im Offroadpark "Mammut". Dabei lief auch Schlamm ins Innere des Wagens. So musste nicht nur der Motorraum und der Kühler ausgiebig gereinigt und durchgespüllt werden, sondern auch der Innenraum und der Fahrzeugteppich. In vorangegangene Touren im "Mammut" konnte diese Passage bedenkenlos gefahren werden. Siehe Video weiter unten.
Nach dem Fahren, ist vor dem Waschen
Auch andere hatten Spaß im Park!
Der Wrangler hat in der Regel eine "Wattiefe" von gut 50 cm. Kurzzeitig sind aber auch 80 cm möglich. Alles darüber bringt die Gefahr, dass Wasser angesaugt wird und so den Motor zerstört oder in den Innenraum eindringt.
Runter komm'se alle!
Reparaturen
Die Aktionen im schweren Gelände forderten ihren Tribut:
- sämtliche Kreuzgelenke wurden erneuert
- alle Radlager neu
- Bremsen komplett vorn und hinten inkl. Handbremse neu
- Ölwannendichtung, Kurbelwellensimmeringe neu
- Lenkungsdämpfer neu
- Lichtmaschine überholt
- Zahnrippenriemen neu
- Spurstangenkopf rechts
- Thermostat, Kühlerdeckel
- Kühlwasser, Motoröl, Differentialöl
- usw.
Größtes Problem bei allen US-Fahrzeugen, so auch beim Wrangler, ist die mangelhafte Rostvorsorge. Der Rahmen wie auch Karosserieteile rosten leicht. Eine entsprechende Rostvorsorge ist unerlässlich.
Glücklicherweise bin ich nie irgendwo liegengeblieben. Der Motor kochte zwar mal, weil der Kühler dicht war. Auch gab es quitschende Rad- und Antriebslager. Die Verriegelung vom Wahlhebel der Automatik war mal defekt und dadurch ließ sich nur trickreich schalten.
Jeep-Community-Treffen
Zu den Treffen kamen bis zu 50 Fahrzeuge. Man fuhr dann gemeinsam durch den Wald.
Leider gab es auch Un(m)fälle.
Zukunftspläne
Für die Verbesserung der Offroadeigenschaften von Willy gab es bereits konkrete Umbaupläne.
- Höherlegungsfahrwerk mit 2" längeren Federn und Stoßdämpfern sowie einstellbare Panardstäbe
- Flowmaster Auspuffanlage mit Fächerkrümmer (für den Klang und zur Leistungssteigerung)
- Offroadstoßstange vorn mit Winde, später auch eine neue Stoßstange hinten mit Ersatzradträger und Abschleppösen/-haken
- "Skyjacker Rocklock" zur Verbesserung der Vorderachsverschränkung
- Differentialdeckel zur Achsverstärkung und als Schutz
- zum Schluss sollten die Vordersitze und die hintere Sitzbank gegen bequemere Varianten aus dem Zubehör ersetzt werden
- und und und ...
Nach dem JEEP ist vor dem JEEP!
Einmal JEEP immer JEEP!
Mal sehen was die Zukunft bringt!
Nach vielem Hin-und-Her kaufe ich einen Chevrolet Camaro der 1. Generation. Wie es dazu kommt, kann man unter nachfolgendem Link nachlesen.
Credits:
Copyright by Marko Schreiber.