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Von Intoleranz zu Akzeptanz Auf Augenschein in der FEG Heerbrugg

Unsere Geschichte

  • Die Ursprünge der FEG Heerbrugg führen bis ins Jahr 1890 zurück. Unsere Geschichte begann damit, dass Bibelverteiler durch unsere Region zogen. Sie predigten auch in Heerbrugg. Diese Stubenversammlungen waren behördlich verboten und wurden bei ihrer Entdeckung aufgelöst. Ein Bibelverteiler, wurde hier im Mittelrheintal verprügelt und übel zugerichtet. Er wurde von Glaubensgeschwistern in Heerbrugg liebevoll aufgenommen und gepflegt.
  • 1920 versammelten sich die bibeltreuen Christen im Haus Bethanien in Heerbrugg, das immer noch steht. Die Christen wurden von einem Baptistenprediger aus Rheineck betreut. Als dieser starb, wurden die Versammlungen von Emil Rechsteiner (erster Sekretär der SIM) weitergeführt. Ab 1930 kam der Prediger der FEG Buchs regelmässig, um zu predigen. 1961 bezog man das Haus an der Engelgasse (wo die FEG heute noch steht) und war weiterhin eine Aussenstation der FEG Buchs.
  • 1980 wurde die «FEG Heerbrugg und Umgebung» als eigenständige Gemeinde gegründet. Daraus wurde später die FEG Altstätten herausgelöst und ebenfalls eine eigene Gemeinde.
  • In den 50er- und 60er-Jahren wurden erstmals Evangelisationen durchgeführt. In Heerbrugg entstand 1970 eine der ersten BESJ-Jungscharen. Eine Allianz-Jugendgruppe bestand schon seit 1960.
  • Einen Tiefpunkt erlebte die Gemeinde, als 1988 die gesamte Gemeindeleitung zurücktrat und auch der Prediger in eine soziale Aufgabe wechselte.
  • Einschneidend war der Brand des Gemeindehauses 1998 mit einem Totalschaden. Sehr hilfreich war da die politische Gemeinde, die gratis den Mehrzweckraum im Werkhof Au zur Verfügung stellte, bis das neu errichtete Gemeindehaus bezogen werden konnte. Ebenso hilfreich war die Evangelische Landeskirche 1961 gewesen, als sie ihre Räumlichkeiten während den Bauarbeiten zur Verfügung stellte.
Unsere Vision: Menschen sehen und hören durch uns Jesus Christus.

Wir fragen nach

Rafael ist mit seiner Frau Katty seit 2017 Pastor der FEG Heerbrugg

Rafael Bähler, wie setzt ihr eure Vision um?

Es gibt Menschen in unserem Umfeld, welche unsere Hilfe brauchen, weil sie aus irgendeinem Grund den Halt im Leben verloren haben. Sie fühlen sich allein, ausgeschlossen und hilflos. Wir möchten uns Zeit nehmen, um ihnen zuzuhören, sie mit dem Evangelium zu ermutigen und ihnen aktiv zu helfen. Verschiedene Gefässe wie z.B. die Kinderwoche, das Eltern-Kinder-Singen oder das «Kafi für alle»-Projekt dient uns dabei, den Auftrag umzusetzen. Beim «Kafi für alle» haben wir von der politischen Gemeinde die Erlaubnis, jede Woche unseren Kaffeewagen auf dem Marktplatz aufzustellen und an den Bistro-Tischchen Gespräche zu führen.

Egbert, was sind eure Ziele mit der Gemeinde in nächster Zeit?

Egbert Hanspeter ist Gemeindeleiter

Wie gelingt es, dass Menschen durch uns Jesus Christus sehen und hören können?

Unser Zielfindungsprozess stellt ein Vermitteln nach aussen und nach innen dar. Was brauchen und was wollen die Menschen, für die wir da sind? Was spricht sie an? Wie verstehen wir den biblischen Auftrag und wie setzen wir ihn um? Welche theologischen Leitgedanken bewegen uns? Welche Geschichte, welche Identität hat unsere Gemeinde? Welche Erwartungen sind uns von aussen und innen gestellt? Wie steht es um die Finanzen? Wie kann traditionell Festgeschriebenes belebt werden, um Neuem Raum zu geben? Was sind Gottes Weisungen an uns? Wie gehen wir vor? In diesem komplexen Konstrukt an diagnostischen Fragen suchten wir Antworten. René Christen unterstützt uns als Coach.

Claudio, wo siehst du die Stärken der FEG Heerbrugg?

Claudio Meli ist Gemeindeleiter

Wir als FEG Heerbrugg wollen ein Licht im St. Galler Rheintal sein. Alle Menschen heissen wir herzlich willkommen, um gerettet zu werden. Genau diese Herzlichkeit zeichnet uns als Gemeinde aus. Als wir vor einigen Jahren in die FEG Heerbrugg ge­kommen sind, wurden wir mit offenen Armen aufgenommen. Durch zahlreiche Anlässe bauen wir diesen Zusammenhalt immer weiter aus. Dabei laden wir auch Gäste ein. Wir gehen aktiv und offen auf Menschen zu. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass wir offen mit dem Glauben umgehen.

Micha, welches Fazit ziehst du nach drei Jahren als Praktikant ?

Als Praktikant konnte ich viel in die Gemeinde, auch auf Leitungsebene einbringen. Obwohl ich «nur» Praktikant bin, durfte ich bei allen Leitungssitzungen dabei sein und mein Beitrag wurde gerne in die Entscheidungsfindung aufgenommen. Als Verantwortlicher für die Jugendarbeit genoss ich viele Freiheiten. Zwar fühlte ich mich manchmal «ins kalte Wasser geworfen», aber konnte so auch umso mehr lernen. Es wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht, ich konnte Änderungen vornehmen und meine Ideen umsetzen. Dafür bin ich sehr dankbar.

Micha Schelling studiert am ISTL Theologie

Ruth, was bedeutet es für dich, Mitglied zu sein?

Ruth Rechsteiner ist mit 90 Jahren ältestes Mitglied

Es bedeutet für mich alles! Es ist meine Familie. Ich habe keine näheren leiblichen Verwandten mehr. Es ist meine geist­liche Heimat. Ich bin sozusagen in der FEG Heerbrugg geboren. Mein Vater war der erste Prediger, nachdem der Baptistenprediger gestorben war. Ich wurde in der FEG Heerbrugg als Baby eingesegnet. Als erwachsene Person war ich manchmal umständehalber mehrere Jahre von Heerbrugg weg, hatte aber immer noch eine enge Beziehung zur Gemeinde und bin immer wieder nach Heerbrugg zurückgekehrt. Ich liebe die Gemeinde. Wann immer möglich bin ich an den Anlässen dabei, nur abends kann ich leider nicht mehr raus.