An der norwegisch - schwedischen Grenze, ein paar Kilometer südlich von Idre, auf einer Fläche von 384,14 km², breitet sich der Fulufjället Nationalpark aus. Rund 230 Quadratkilometer davon sind wildes Land. Und noch ein paar schlaue Infos: "65 % des Nationalparks werden von Tundra bedeckt. Die Rentierflechte bildet hier besonders üppige Polster" - sagt Wikipedia. Wird wohl stimmen, nur jetzt im Winter liegt alles unter einer dicken Schneedecke und wir sehen weder Flechten noch Rentiere, dafür eine Winterlandschaft zum Niederknieen und das passiert ab und zu ganz unfreiwillig, zum Beispiel wenn Thomas „Äktschen“ ruft und der ein oder anderen Stunt nicht wie geplant verläuft. Schließlich sind wir nicht zum Spaß hier. Na ja, Achim und ich schon, der Rest der Truppe ist zum Arbeiten hier, macht einen Fotokurs unter Leitung von Thomas Rathay, der für seine Teilnehmer alles gibt.
Für Rucksack Reisen bietet Outdoor-Fotograf Thomas Rathay einen Winterfotokurs in Schweden an. Wir kennen Thomas schon seit Jahren von der OutDoor, und da wir zufälligerweise zeitgleich in Schweden unterwegs waren, dachten wir, überraschen wir ihn doch mal. Natürlich waren wir neugierig und wollten wissen, was er hier oben so treibt. Also Thomas, was geht ab? Aber das erzählt er uns am besten selbst.
Szenen eines Fotokurses:
Er gibt eben alles für seine Kursteilnehmer.
Bis zum Njupeskär Wasserfall haben wir es nicht geschafft, wegen höchster Lawinengefahr war der Zugang gesperrt und wir konnten den Njupeskär nur aus der Ferne bewundern und das auch immer nur für wenige Sekunden, wenn der Wind den Schneenebel für einen Moment wegpustete.
Und abends trifft man sich beim „Tippie-ya-yeah“
Trinkt Glühwein oder ein Bier und isst frisch zubereitete Waffeln.
Am Abend vor unserer Abreise zieht Chefkoch - Werner Hebestriet - alle Register und tischt auf, was die Küche so hergibt gourmetmäßig zubereitet. Nichts blieb übrig. Gut, dass wir diesen Abstecher gemacht haben, wobei unsere Reispfannen ohne Reis auch nicht schlecht waren, Rezept folgt noch.
MyGear
Meine Ausrüstung für die Schneeschuhtour
Wieder hervorragend bewährt hat sich meine kürbisfarbene Velez Jacke von Paramo. Sie hält Wind und Regen ab, ist hoch atmungsaktiv und ganz besonders schätze ich, dass sie nicht nur dampfdurchlässig ist, sondern auch Feuchtigkeit vom Körper weg transportiert. Wer bei sportlichen Aktivitäten stark ins Schwitzen kommt, so wie ich, weiß das zu schätzen. Wer schwimmt schon gerne in der eigenen Soße. Im zweistelligen Minusbereich reicht die Jacke als Wetterschutz allein natürlich nicht aus und es müssen weitere Lagen druntergezogen werden.
Die Velez Jacke kann bei Bergfreunde.de bestellt werden.
Unter der Paramo Jacke trug ich, angepasst an Außentemperatur und Aktivität nach dem Zwiebelprinzip zwei oder drei weitere Lagen. Am Körper ein feines Merionshirt von Aclima, darüber die Ivanhoe Jacke „Danny“, eine Jacke aus 100% gekochter Wolle (lodenmäßig). Von der Jacke bin ich total begeistert, trägt sich sehr angenehm auf der Haut, nimmt so gut wie keinen Geruch an und ist wasserabweisend. Ein Teil, das ich Tag und Nacht an hatte. Darüber kam, je nach Bedarf, eine leichte Daunenjacke von Montane. Unter der Black Yak Pro Shell Hose trug ich bei der Schneeschuhtour eine leichte Fleecehose von Patagonia. Bei anderen Aktivitäten (z.B. den Polarlichtaufnahmen) und bei eisiger Kälte die „Active Insulation Pants“ von Black Yak, ausgestattet mit einer wasserabweisenden 90:10 Daunenfüllung (25 g, 750 cuin) G-Loft und Polartec Alpha Füllung im Hüftbereich. Meine Füße steckten in den bewährten Alaska Winter GTX Trekkingschuhen von Hanwag. Im nächsten Beitrag und auf den Ausrüstungs-Seiten von AVENTURE-magazin.de werde ich noch ausführlich auf die einzelnen Produkte eingehen.
Was kommt als Nächstes?
Sightseeing im ICEHOTEL von Jukkasjärvi nahe Kiruna!
Begegnung mit Ayko, einem Alaskan Malamute und Szenen einer Skandinavienreise im Winter.
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Credits:
Thomas Rathay (2 + Don't take it to serious Fotos), Herbert Worm (55 + Videos)