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Milky Way Man kann noch so viel planen, etwas ist immer!🧐

Es ist soweit. Ich stelle mich der Astrofotografie. Wobei das übertrieben ist. Die richtige Astrofotografie interessiert mich nicht wirklich. Einzig das Fotografieren der Milchstraße fasziniert mich. Hier sehe ich für mich ein vernünftiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis. Hört sich abgeklärt an und das soll es auch. Für mich ist das ein Projekt im Rahmen der Fotografie aber nicht mein fotografischer Schwerpunkt.

Eine Reise an das Ende unserer Galaxie.

Die Geschichte.

In einer fernen Galaxie auf einem kleinen blauen Planet gibt es einen kleinen unbedeutenden Fotografen, der den Wunsch hatte die Milchstraße zu fotografieren. 2 Tage verbrachte er mit seiner Frau bei Neumond damit, die Einstellung seiner Kamera richtig zu setzen, die Sterne zu fokussieren und schöne Milchstraßenfotos zu erstellen.

Er benutzte eine App (Photopills), um den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Standort für die Fotos zu ermitteln. Er besuchte Internetseiten, wie Lichtverschmutzung.de, um die dunkelsten Orte zu finden. Er probierte unterschiedliche Verschlusszeiten aus (leider nicht nach der NPF Regel, bitte googeln😉), damit die Sterne wie kleine Punkte auf den Bildern erscheinen. Zusammengefasst, er versuchte alles, um seine ersten Bilder bestmöglich zu erstellen.

Hier die Ergebnisse der beiden Tage:

Tag 1 am südwestlichsten Punkt Europas. Fortaleza de Belixe. Rechts das helle Licht kommt vom Leuchtturm am Ende Europas.
Die Standorte bei Tageslicht und bei Sonnenuntergang.
Tag 2. Auch am südwestlichen Punkt Europas aber ca. 9 km Luftlinie nördlicher. Zwischen Praia da Águia und Praia do Castelejo.
Mix Tag 1 und Tag2. Bild oben links zeigt die Auswirkung von unterschätztem 17 mm Weitwinkel und Stromleitungen😊.

Bei der späteren Durchsicht der Bilder kam das Erwachen😳. Die Sterne waren nicht rund sondern elipsenförmig. Zwei Gründen wurden von ihm als Ursache in Erwägung gezogen. Zu lange belichtet oder die Schärfe nicht richtig eingestellt. Dann der nächste Schock. Er hatte nicht das maximal Beste aus seiner Kamera herausgeholt. Statt wie möglich im FX-Format mit der Nikon zu fotografieren, wurden die Bilder mit einem Crop-Faktor von 1,5 aufgenommen. Die Kamera hatte er, bis heute nicht geklärt wie und warum, auf das DX-Format umgestellt. Für den Laien unter den Lesern, er hat 30% des Bildausschnitts verschenkt. Das hätte die Ausmaße der Milchstraße noch mehr hervorheben können😪.

Nach dem ersten Schreck, war er aber doch mit dem Resultat seiner Bilder zufrieden😀.

Kameraeinstellungen: Brennweite: 17 mm; Blende: 2.8; ISO: 3.200; Belichtungszeit: 30 oder 20 Sekunden. Mit den unterschiedlichen Belichtungszeiten sollte der Erdrotation entgegengewirkt werden.

Doch da war noch die Ehefrau. Sie überzeugte den kleinen Fotografen, noch einen Versuch zu starten. So fuhren beide am nächsten Abend wieder zu einem dunklen Ort, um ein letztes Mal die Milchstrasse zu fotografieren.

Monduntergang.
Equipment: Nikon Z6 mit FTZ-Adapter, Tamron 17-35 mm mit Blende 2.8 bei 17 mm für den F-Mount. Stativ der Firma Rollei mit dem dazugehörigen Kugelkopf.
Praia do Belixe

Doch alles hat seinen Preis. An diesem Abend waren auch die Wächter der Milchstraße da. Schäferhund große Mücken, machten diese Tour zu einem Überlebensritt. Schwer gezeichnet, aber glücklich mit neuen Bilder im Kasten, machten sich die beiden auf die Heimreise.

Wunsch erfüllt!

Zufrieden? Ja!

Neuer Wunsch? Klar.

Welcher? Mal schauen. Nächste Story.