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Oktoberurlaub 2020 Spät aber dafür schön lang 02. - 23. Oktober 2020

Wenn Corona deinen Urlaub bestimmt, du dir aber nix drauß machst ;-)

Dank der Verwaltungsfirma BRD, die dieses Jahr zu etwas ganz Besonderem auserkoren hatte, ist auch unser Urlaub dieses Jahr etwas eigenartig. Unser eigentliches Ziel war die schöne Insel Corsika, aber da wir sämtlichen Regierungen in Europa nicht mehr vertrauen, haben wir das lieber bleiben lassen. Nachher sitzen wir unverhältnismäßig lang auf dieser Insel fest und kommen nicht mehr Heim. Da Richard noch Schule hat und Antonia studiert sind wir dann eben das erste mal nach ca. 20 Jahren wieder alleine im Urlaub. So ist das eben wenn die „Kleinen“ flügge werden. Also haben wir uns mal auf eine dreiwöchige Fahrt ins Blaue aufgerappelt.

Freitag 02. Oktober 2020

Wir starten pünktlich wie geplant 08:30 in Grünbach. Erstes Zwischenziel war Poppengrün. Wir fahren mit unseren neuen Freunden Peter und Petra die ersten zwei Tage zusammen. Also kurzes Hallo und die Etappen kurz abstecken und dann geht es aber wirklich los in Richtung Konstanz. Diese Ecke unseres Landes kennen wir noch nicht und für den so genannten Tag der deutschen Einheit (der Tag an dem der „Osten“ an den „Westen“ verschleudert wurde), den 03. Oktober 2020 ist eine Menschenkette um den gesamten Bodensee geplant. Da wollen wir natürlich teilnehmen.

Nach mehreren Stopps sind wir dann am Freitag nach einer recht entspannten Fahrt gegen 16:30 am Campingplatz „Klausenhorn“ in Wallhausen am Bodensee angekommen. Die zwei Wohnmobile waren schnell in Stellung gebracht und dann war auch schon Campingessen angesagt. Nudeln :-). Der Abend war super lustig - Würfelpocker mit Petra und Peter.

Samstag 03. Oktober 2020

Wie oben bereits erwähnt, ist heute die Menschenkette um den Bodensee geplant. Daher gehen wir erst einmal bei wirklich beschissenem Wetter (starker Regen und sehr starker Wind) nach Wallhausen um uns registrieren zu lassen. Zack Aufkleber an die Jacke und schon erledigt. 14:00 begeben wir uns in unseren Abschnitt für den wir uns gemeldet hatten, direkt am Campingplatz. 15:00 wurde die Kette dann komplett um den See geschlossen und bis 15:30 geschlossen gehalten. Schon ein tolles Gefühl an so einem Event teilzunehmen, erst recht wenn es als Protest gegen die geistlosen und unsinnigen Auflagen der Idioten Spahn, Drosten, Merkel, Söder und Co. gedacht ist.

Nach der Aktion Meschenkette haben wir vier uns dann voll motiviert auf unsere E-Bikes geworfen. Fahrradtour war angesagt. Petra wollte eine Freundin auf der anderen Seite des Bodensee ´s besuchen. Also haben wir fix in 1:30h die 25 km unter die Räder genommen. Kurzer Plausch und zurück zum Wohnmobil. Das Problem - Peter´s Bike wollte nicht mehr (war wohl etwas viel Regen am Morgen). Also haben wir uns fix erstmal in Bodman-Ludwigshafen einen frischen Döner eingeholfen. Katja und ich sind dann im Dunkeln mit unseren Bikes zurück zum Campingplatz, Peter & Petra sind mit der Taxe gefahren. Aber wir waren gerade mal 15 Minuten später zurück am Wohnmobil. Noch schnell duschen und die Fahrräder zurück in die Heckgarage dann auf in Peter und Petra ´s neuen LAIKA. Noch bisschen quatschen und dann ab ins Bett.

Sonntag 04. Oktober 2020

Heute ist die Stadt Konstanz unser Tagesziel. 15 km mit dem Fahrrad sind doch ein Klacks. Peter ´s Fahrrad wurde kurz trocken geföhnt dann war es wieder fit. Toller Radweg von Wallhausen bis Konstanz. Vorbei an der Blumeninsel Mainau. Leider auch hier, obwohl alles im Freien stattfindet, Maskenzwang. Da bekommt ihr leider unser Geld nicht! Schwachsinn. Hier laufen die Leute doch tatsächlich auch auf den Wanderwegen mit Ihrem Unterwerfungssymbol durch die Gegend, ja scheinbar scheint es auch ein IQ-Test zu sein. 80% der Menschen haben ihn wohl verrissen. Naja. Also weiter nach Konstanz. Kurzer Stopp an der Ruppaner Brauerei, Radeln macht ja doch irgendwie durstig. Kleine Fahrt mit dem Rad durch die hübsche Konstanzer Altstadt. Einen schönen Flammkuchen am Münster der Bodenseestadt und ein lokales „Blondes“ dazu. Nochmal ans Wasser - „Seeluft“ schnuppern und wieder zurück an unsere Wohnmobile. Die Sonne scheint, es ist warm, da wollen wir noch bisschen Vitamin D tanken :-). Nach dem Abendessen geht es in die finale Pokerrunde. Heute bei uns. Wir haben zusammen insgesamt 35 € erspielt, die hauen wir dann zu Hause mit den beiden bei einer Wanderung wieder auf den Kopf.

Ausflug nach Konstanz

Montag 05. Oktober 2020

Heute heißt es Abschied nehmen von unseren beiden Weggefährten. Peter und Petra fahren zurück ins Vogtland. Für uns geht es jetzt erst einmal in Richtung Süden. Wir wollen in die italienische zollfreie Zone Livigno. Wir wählen den Weg über die Schweizer Landstraßen. Über St. Moritz und den doch schon recht winterlich verschneiten Bernina Pass kommen wir gegen 16:30 in Livigno an. Erstmal tanken. Da lacht das Herz, 0,77€/l Diesel! Da möchte man doch schon gern einen größeren Tank. Wir haben uns auf dem nicht besonders romantisch angelegten Campingplatz „Campeggio Mansueto“ einquartiert. Dafür ist er mit 20,-€/Nacht mit WoMo und zwei Personen recht günstig und noch dazu mit einer tollen Aussicht auf Levigno. Sanitäre Einrichtungen sind top und das Personal ist sehr freundlich. Bis ins Zentrum braucht man lediglich 5 Minuten. Haben wir auch direkt ausprobiert. Fix ein paar Sachen für das Abendessen besorgen. In unseren vier Wänden haben wir es uns dann schön gemütlich gemacht, draußen ist es bei 4°C dann doch etwas frisch!

Auf nach Livigno 🇭🇺

Dienstag 06. Oktober 2020

Guten Morgen. Es ist sau kalt aber wunderbar sonnig. Wir brechen gegen 09:30 Uhr auf Richtung Livigno Zentrum. Heute wollen wir biss`l shoppen. Neue Wanderschuhe für uns beide, Sonnenbrille für Christian und ne tolle Hose für Katja. Zu Mittag essen wir ganz typisch italienisch in einer kleinen Bar auf der sonnigen Terrasse eine Pizza und Minestrone. Kühles Blondes? Na klar. Unsere neu erworbenen Sachen schaffen wir erstmal zurück ins WoMo. Ganz gechillt schöne Mittagsruhe. Es hat kurz geregnet in der Zeit aber pünktlich als wir mit den Rädern starten wollen ist die Sonne wieder da. Wir schauen kurz an den Lago di Levigno, realisieren dann aber, dass er für eine „fixe“ Umrundung doch etwas zu groß ist. Kein Ding - auf in die entgegengesetzte Richtung. Wir radeln nochmal durch das Zentrum von Levigno und über den Bäcker wieder zurück zum WoMo. Chillen, Duschen, Abendessen - wir machen es uns gemütlich und planen die kommenden Tage.

Shopping Day in Livigno - Schuhe und ne coole Brille

Mittwoch 07. Oktober 2020

Wir wachen heute zeitig auf, nicht weil wir ausgeschlafen haben, nein, es ist kalt im Wohnmobil denn auch draussen sind es fröstelige 0°C. Ich hatte zwar gestern Abend die Gasflaschen getauscht, aber scheinbar scheint die zweite Flasche nun auch restlos leer zu sein. Prima. Wir brauchen als jetzt erstmal 22kg neues Gas. Das scheint mir laut Recherche im Internet nicht so einfach zu sein. Noch vor dem Frühstück ziehen wir los, weil einfach beim fahren auch der Innenraum etwas wärmer wird. Wir fragen an verschiedenen Stellen, aber so richtig kann uns keiner helfen. Es gibt eine Metzgerei die wohl Gasflaschen hat, also nix wie hin. Leider die falschen Anschlüsse. Gut. Wir beschließen in Richtung Südtirol aufzubrechen. Erst der zweite Anlauf über den Bernina Pass bei 2.200m gelingt uns, beim ersten Versuch waren uns die verschneiten Straßen und unsere Sommerreifen nicht die richtige Kombination für diese Fahrt.

Der Winter naht...

Auch unterwegs bekommen wir zum Thema Gasflasche leider immer nur Absagen. Schließlich finden wir in Latsch an der ENI-Tankstelle einen Mitarbeiter der das Problem schon seit Jahren kennt. Mittels eines Adapters kann er unsere leeren Flaschen mit LPG-Gas wieder füllen. Die Stimmung ist gerettet, und das Abendessen dann auch wieder warm. Wir beschließen gleich hier in Latsch auf dem Campingplatz zu bleiben. Gemütlich, fast leer, nur etwas laut. 44,-€/Nacht, Strom, Dusche ist inclusive. Geht doch. Ein gemütliches und leider wie sich später herausstellt etwas zu schattiges Plätzchen haben wir für die nächsten drei Nächte gefunden.

Donnerstag 08. Oktober 2020

Stellplatz in Latsch / IT

Guten Morgen Südtirol. Wir sind relativ zeitig wach, 08:00 Uhr behauptet der Wecker, es ist Urlaubszeit, also ist das zeitig. Wir beschließen erstmal zu frühstücken. Die Tagesplanung sieht für heute eine Radtour vor. Also schwingen wir uns kurz nach 10:00 auf unsere frisch geladenen E-Bikes und ab geht es über Latsch ins Martelltal. Wir wollen uns mal die doch schon sehr zerfallene Burg Obermontani anschauen, weiter geht es zur Burg Untermontani, welche in einem noch desolaterem Zustand ist, man kann hier doch schon eher von Ruine reden. Aber nicht schlimm. Wir fahren zurück zum Campingplatz. Das Wetter ist sonnig und die Temperaturen liegen bei ca. 20°C - also beschäftigen wir uns mit lesen und der intensiven Produktion von eimerweise Vitamin D, das ist ja in dieser Jahreszeit immer knapper ;-). Alles in Allem, in sehr gechillter und ruhiger Nachmittag.

Radtour zur Burg Obermontani

Freitag 09. Oktober 2020

Heute steht wandern ganz gross auf dem Plan. Wir stehen schön gechillt auf, denn da wo wir hin wollen ist es morgens doch noch etwas frisch. Wir starten den Tag mit frischen Brötchen und Kaffee, schlüpfen in die neuen Wanderklamotten und los geht es zur Talstation der St. Martin Seilbahn in Latsch. Mit einer mächtigen Rabattkarte vom Campingplatz ausgestattet wird uns beim bezahlen ein Rabatt von 2,-€ gewährt, wir zahlen also für Berg -und Talfahrt 24,-€ für zwei Erwachsene. Supi. Auf 1.740m ü. NN ist die Bergfahrt dann nach 8 Minuten schon wieder beendet, dafür haben wir uns einen stundenlangen Anstieg gespart. Wir laufen laut Komoot, der Wanderführer verspricht 5,8 km in zwei Stunden. Kein Problem, wir sind ja geübt. Wir kommen am Dolomitenblick vorbei, von wo aus man tatsächlich einen herrlichen Blick auf eben jene genießen kann. Zurück an der Bergstation der Seilbahn genehmigen wir uns eine gemischte Jause nebst zwei Fritatensuppen und ein schönes Hefeweizen. Talfahrt. Chillen. Tag vorbei :-) - wir haben ja Urlaub.

Ausflug nach St. Martin mit Wanderung

Samstag 10. Oktober 2020

Schon wieder Samstag. Unsere zweite Woche ist angebrochen. Wir beschließen nach dem Aufstehen, dass wir uns nach einem Müsli-Frühstück heute wieder auf unsere frisch geladenen Bikes werfen. Erstes Ziel ist Partschins, mal sehen auf was wir nach den ersten 17 km und knapp einer Stunde Fahrzeit noch Lust haben. Das Wetter ist super, daher wollen wir, nach dem Kartenstudium, uns noch auf das knapp 300m über uns liegende Plateau „Quadrat“ begeben. Nach ca. 5km sind wir oben und kehren in der herrlich gelegenen Jausenstation „Niederhof“ ein. Kühles Blondes und Bauernmakkaroni sowie Schlutzen (gefüllte Ravioli). Wir haben eine wunderbare Sicht auf die Berge. Nach einer Stunde geht´s auf den Rückweg. 23 km mit dem E-Bike werden in knapp etwas über einer Stunde erledigt. Kaffee trinken in der schwindenden Sonne, es zieht sich wie angekündigt langsam zu. Naja, wenigstens stimmt der Wetterbericht. Jetzt um 17:00 beginnt es auch zu regnen. Wir haben alles im Wohnmobil verstaut, dann wird über Nacht nix nass und es kann morgen zügig Richtung Gardasee gestartet werden. Bezahlt haben wir auch schon - 174,-€ für vier Nächte, passt schon für den wirklich schönen Platz.

Radweg an der „Etsch“
Ausflug nach Partschins & den „Niederhof“

Sonntag 11. Oktober 2020

Wir lassen uns heute Zeit mit dem Frühstück. Alles ist gepackt, es regnet und wir haben ein neues Ziel. Es geht nach Bardolino am Gardasee. Der Campingplatz, der uns schon lange ins Auge gestochen ist, hat noch Plätze frei. Camping San Nicoló Bardolino. Also los. Wir fahren durch das total verregnete Vinschgau in Richtung Bozen. Weiter geht es auf der A22 in Richtung der Ausfahrt Affi am Gardasee. Wir erreichen nach nicht mal zwei Stunden Fahrt den Campingplatz. Auch hier das selbe Bild wie in Südtirol - es regnet. Aber nun ja es war ja so angesagt. Wir suchen uns einen Stellplatz und machen ersteinmal Mittag. Ganz typisch italienisch, Spaghetti mit Tomatensoße und einen Chardonay dazu. Wir genehmigen uns ein kurzes Mittagsschläfchen und danach brechen wir auf, zu einem kurzen Bummel durch die Innenstadt von Bardolino. Wir essen Eis 😉 - denn da kann man ja keine Maske tragen. 😂 Wir holen noch ein paar Sachen für das Abendessen und fix zurück auf den Campingplatz, es ist doch schon ungemütlich. Wir finden Zeit für Carcassone, aber jetzt ist auch schon Zeit für das Abendessen. Es ist auch schon relativ fix dunkel, hier schon ab 19:00.

Kurzes Sonntagsshopping in Bardolino

Montag 12. Oktober 2020

Blick auf Garda

Es hat die ganze Nacht wie angesagt geregnet, aber nicht schlimm - wir haben ja eine festes Dach über dem Kopf. Als wir gegen 08:00 aufstehen klart es aber schon bisschen auf. Wir frühstücken gemütlich und entscheiden uns für eine Fahrradtour. Es geht über den Stadtrand von Affi über die Weinberge in Richtung Garda. 26 km mit unseren tollen Rädern machen auf dieser Tour wirklich viel Spass. Ob kleine Schotterwege oder Landstraße, jeder Untergrund wird gelassen gemeistert. Wir teilen uns in Garda am Hafen eine Pizza und das schöne Wetter wird in vollen Zügen genossen. Wir amüsieren uns über die ganzen Maskenschafe die vorbeilaufen. Es geht am Wasser zurück nach Bardolino. Wir chillen am Wohnmobil auf dem Campingplatz. Es sind immerhin ca. 21°C und da kann man doch schon von Sonnenbad reden. Gegen 17:00 raffen wir uns auf und radeln zum Eurospar. Unser Kühlschrank und die Reserven gehen zur Neige also müssen wir mal wieder bisschen „Bunkern“. 18:30 gönnen wir uns den tollen Sonnenuntergang und machen unser Abendessen. Noch ein paar Minuten aktuelle Politik, man kann sich ja auch im Urlaub weiter bilden.

Wir haben heute schon mal auf dem Campingplatz auf Krk gebucht. Ježevac Premium Camping Resort ist unser neues Reiseziel - wir haben einen Stellplatz Premium Mare für 162,80 € ergattert - heißt wir stehen also direkt am Meer. Donnerstag geht es also in Richtung Kroatien. Ab Donnerstag soll hier das Wetter sowieso schlechter werden. Also ziehen wir wie die Zugvögel dem schönen Wetter hinterher.

Super Wetter am Gardasee

Dienstag 13. Oktober 2020

Wie es der Wetterbericht es vorhergesagt hatte, Topwetter. Wir stehen 08:30 auf und freuen uns über die lauen Temperaturen und frühstücken draußen. Bei dem tollen Wetter machen wir uns gegen 10:30 Uhr auf den Weg und radeln in die Berge oberhalb von Bardolino. Wir haben uns heute eine für unsere Verhältnisse schwierige Tour entschieden. Durchschnittlich 8% Steigung. Aber Dank dem starken Akku und 85Nm Drehmoment am Motor an unseren Bikes war das fast kein Problem, wir hatten nur die Restkapazität des Akkus falsch interpretiert, wir sind mit 5km Restlauf am Wohnmobil wieder angekommen. Unterwegs haben wir einen Snack in einem tollen Restaurant oberhalb des Gardasee`s genossen. Auf dem Rückweg haben wir wieder eine Pizza in Garda am Hafen „genascht“. :-)

Zurück am Wohnmobil war Vitamin D-Produktion angesagt. Wir chillen und trinken ein „Weinchen“. 17:00 schmeißen wir uns in die Ausgehklamotten und schlendern vor nach Bardolino - wir wollen noch ein paar Besorgungen für das Abendessen machen und mal einen Blick in die lokalen Klamottenläden werfen. Erfolg, toller Pullover für Katja und eine Hose und Jäckchen für Christian. Tomaten, in Balsamico eingelegte Zwiebeln, Ziegenkäse und ein paar Birnen. Wir essen gemütlich um 19:00 Uhr und jetzt sind wir biss`l croggi. Mal sehen was wir morgen machen. Wird wohl noch eine letzte Radtour am Gardasee werden, Akku`s laden jedenfalls heute mal richtig voll.

Mittwoch 14. Oktober 2020

Kleiner Hafen am Gardasee

Tag Drei am Gardasee bricht an, es ist nicht so hundertprozentig dolle wie gestern, macht aber gar nix. Wir heben uns um 09:00 aus den Federn, frühstücken aber heute lieber mal drinne. Es ist zwar noch leicht wolkig aber es ist auch ganz schön kalt. Der Aufwasch will nach dem Frühstück noch erledigt werden, wir kramen noch bisschen rum und schwingen uns um 11:00 auf unsere Drahtesel (mit Akku). Wir fahren heute nach Süden in Richtung Peschiera del Garda. Es geht immer am Wasser entlang so dass wir einen tollen Blick auf den morgendlichen Lago di Garda haben. In Perschiera schauen wir kurz in die Altstadt und werfen einen Blick auf die Festung. Wir schwenken ein auf den Radweg entlang des Flusses Mincio. Unser Tagesziel ist heute der kleine Ort Valeggio Sul Mincio. Wir wollen hier hübsch Essen gehen, Pustekuchen - nix offen oder ungastlich. Wir kehren der Stadt den Rücken und kehren in Demu`s Stube am Fluss Mincio ein. Ein hübscher kleiner Biergarten am Fluss. Nach einer Pizza und Bierchen geht noch 1,5 km flussabwärts zum kleinen Örtchen Borghetto, ein kleines Mühlendörfchen am Mincio. Total hübsch gelegen und auch lauter hübsche kleine Kneipen in der Altstadt. Leider haben wir schon gegessen, also schauen wir uns nur um und machen ein paar Bilder. Wir treten unseren Rückweg an. Es sind immerhin knapp 35 km zurück nach Bardolino. Wir fahren also am Fluss zurück und nach Peschiera geht es weiter am Ufer des Gardasee entlang. Eine tolle Nachmittagssonne verwöhnt uns beim Radeln. Im Zentrum von Bardolino am Hafen trinken wir noch schnell einen Traubensaft und einen Wein. Zurück am Campingplatz ist chillen und duschen angesagt. Heute haben wir durchaus beachtliche 68 km unter die Räder genommen aber mit Akku ist das nur eine Frage der Ausdauer, sind aber dennoch etwas erledigt.

Radtour nach Valeggio Sul Mincio & Burghetto

Donnerstag 15. Oktober 2020

Unser letzter Morgen am Gardasee ist angebrochen, und ja, der Wetterbericht hatte komplett recht, es regnet die ganze Nacht und auch den ganzen Morgen. Wir frühstücken noch gemütlich und packen unsere Sachen zusammen. Wir verlassen den Campingplatz um 09:20 und kaufen noch in Bardolino Olivenöl. Bevor wir auf die Autobahn fahren shoppen wir noch bei ZENI vier Kartons Wein. Wir kaufen eigentlich immer wenn wir hier sind unseren Weinvorrat für fast ein Jahr. Also lassen wir knapp 120,-€ beim Weinhändler und laden unsere Errungenschaften ins Wohnmobil. Jetzt geht es aber wirklich auf die Autostrada A22 in Richtung Kroatien. Wir lassen Venedig, Verona und andere Städte rechts und links neben der Autobahn liegen, zielstrebig und durch wirklich heftigen Regen und starken Wind zuckeln in Richtung der Insel Krk. Kurz vor Trieste kochen wir uns auf einen Rasthof erstmal Nudeln mit Tomatensoße, abschließend wie es hier in Italien eben so ist, gibt es auch einen frischen selbst gekochten Espresso. Wir fahren durch Slowenien und an allen Grenzen werden wir von niemandem behelligt. Keine Tests, keine „Stäbchen“, keine dummen Fragen woher und wohin. Reisen wie immer.

Nach einer doch anstrengenden Fahrt von über 450km und einigen Stunden hinter dem Lenkrad erreichen wir gegen 17:00 Uhr die Insel Krk und den gleichnamigen Ort. Im Supermarkt „Plodine“ füllen wir unsere Vorräte auf. Wir checken auf dem neuen Campingplatz Ježevac Premium Camping Resort ein und freuen uns wie die Kinder über den tollen Stellplatz D 013 - direkt am Meer. Wir stehen lediglich durch eine Mauer getrennt wirklich direkt am Meer. Die Anlage ist super gepflegt und in einem tollen Zustand, kleine Bar, sanitäre Einrichtungen top und eine günstige Lage zum Ortskern von Krk. Morgen soll es noch bisschen regnen, aber da machen wir uns mal nix draus, Regenjacke und fertsch. Wir lassen gerade ein Gewitter über uns ergehen - hat aber keine Ausdauer. Nach 30 Minuten ist alles vorbei.

Strand in Krk
Ankunft auf Krk / Campingplatz Ježevac Premium Camping Resort

Freitag 16. Oktober 2020

Der Freitag kann direkt aus dem Kalender gestrichen werden. Es hat tatsächlich - wie vorhergesagt den gaaaanzen Tag geregnet. Ununterbrochen. Mittag`s ein Tomatensüppchen und traurige Blicke durch die Frontscheibe auf das verregnete Krk. Frustriert und „unterbewegt“ wieder zu Bett.

Samstag 17. Oktober 2020

Guten Morgen Sonnenschein. Die Morgensonne scheint direkt waagerecht durch das Wohnmobil hindurch bis hinter in die Schlafkabiene. Wir frühstücken draußen. Katja geht ins Meer baden und dann machen wir uns mit dem Rad`l auf in Richtung Punat. Habe bei Komoot eine Runde gefunden die uns fast permanent an der Küste entlangführt. Wir durchqueren riesige Olivengärten - finden aber niemanden der Olivenöl verkauft, naja sind ja noch bisschen hier um das herauszufinden. In Punat essen wir am Hafen Spaghetti mit Seafood und trinken Wein dazu. Herrlich in der Sonne. Auf dem Rückweg fangen wir uns noch ein Netz Mandarinen und Zitronen ein. Kroatische - sehr lecker. Wir werfen noch einen Blick an den Hafen der Stadt Krk. Chillen am Wohnmobil mit Mandarinen.

Sonnenuntergang im Herbst / Krk

Sonntag 18. Oktober 2020

Sonne, Sonne und nochmal Sonne. Wir wachen auf bei komplett voller Sonne. Die Reflektionen den Meeres spiegeln sich an der Decke des Wohnmobils wider. Toll. Wir frühstücken gemütlich draußen. Wir entschließen uns heute, da ja auch Sonntag ist, zu einem gemütlichen Tag am Meer. 10:00 Uhr ist erstmal schön „Frühshoppen“ angesagt. Wir verdampfen den Tag in dem wir uns immer schön zur Sonne ausrichten. Wir gehen bei dem wunderbaren Wetter natürlich auch baden, ins Meer, bei 17°C. Pünktlich um 15:00 Uhr gibt es wie das so am Sonntag Gewohnheit ist, Kaffeetrinken. Wir dümpeln noch bisschen im Liegestuhl rum und machen uns dann um 17:00 fertig zum Abendessen. Wir laufen nach Krk. Wir haben uns eine Gaststätte bei Google herausgesucht - die „Konoba Šime“. Wunderbares Essen, toller Wein und eine superfreundliche Bedienung - ohne Mundschutz, herrlich. Wir sind von Kroatien im Herbst echt begeistert. Nur wenn die Sonne weg ist wird es dann schon etwas frisch...brrrr. Also ab ins warme Wohnmobil. Chillen. 😊

Ein Tag am Meer

Montag 19. Oktober 2020

Heute sind wir richtig zeitig wach. 07:30 schleichen wir aus dem Wohnmobil. Wir gehen erstmal in das fast glatte Meer baden, dann frühstücken wir gemütlich ein Müsli. Wir satteln unsere Bikes und radeln gegen 10:10 los in Richtung Vrbnik. Wir fahren auf großen und kleinen Straßen über die Insel Krk. Wir schauen im kleinen Fischerdorf Malinska vorbei und ruhen uns dort erstmal aus. Es geht nach Dobrinj, Risika über Weinfelder weiter bis wir zum Mittag Vrbnik erreichen. Hier shoppen wir ein paar Kleinigkeiten und essen eine „Mittagspizza“ - super lecker aber zu groß für uns. Wir kaufen noch fix eine Flasche lokalen Wein, den Zlahtina (Rebsorte) von Gospoja/Vrbnik. Unterwegs fangen wir kurz vor Krk noch 4kg Mandarinen ein. Bei der Dame hatten wir schon vor Tagen eingekauft, und weil es so lecker war sind wir nochmal zu Ihr. Um 15:00 erreichen wir wieder den Campingplatz. Erstmal fix mit den Nachbarn latschen und nochmal ein schnelles Bad im Meer. Brrrr...schon kalt. Zum Abendessen gibt es Spaghetti Aglio Olio und den Wein dazu. Wir sind durch den sonnenreichen Tag und die Bewegung ganz schön platt. Unsere Platznachbarin Brunhilde hat uns fünf Bücher über ihren letzten Italienurlaub geliehen. Sehr inspirierend. Sieben Wochen in aller Ruhe durch Italien - sehr inspirierend. Dann gehts zeitig in die Koje.

Radtour nach Vrbnik

Dienstag 20. Oktober 2020

Wir haben heute keine Lust auf Tagestouren und vergammeln den Tag mit Sonne. Wir gehen baden und lassen die Seele baumeln. Zwei Stellplätze weiter ist Mario mit seiner Frau und Kindern im Urlaub (Nordhausen). Wir helfen den beiden beim Aufbau ihrer eBay-Einkäufe. Mario hat sich ein altes Faltboot von DDR-Zeiten zugelegt (Colibri) und ist nun mit dem Aufbau überfordert. Da ich ja jahrelang Faltboote auf und ab gebaut habe ist das Boot in nullkommanix seetauglich. Das begießen wir mir Aperol Spritz und Cola-Whiskey. So trödeln wir dem Abend entgegen und raffen uns auf zu einem kleinen Spaziergang über den Campingplatz. Anschließend gönnen wir uns das Abendessen in der Campingplatzgaststätte. Super lecker, Weißwein und eine Fischplatte mit Mangold für zwei. Als wir zurückkommen schwatzen wir noch mit unseren Platznachbarn Franz und Brunhilde. Wir sitzen bis 23:00 und freuen uns dass man auch noch im Alter Freude am Campingurlaub haben kann. Die beiden sind ja dann doch schon 78 (Franz) und 73 (Brunhilde), was man den beiden aber absolut nicht anmerkt. Sehr liebe Leute.

Trödeln am Meer

Mittwoch 21. Oktober 2020

Unsere „Beute“

Unser letzter vollständiger Tag in Kroatien ist angebrochen. Wir wachen bei einem tollen Morgenhimmel auf und frühstücken draußen und trödeln in den Tag. Um 11:00 radeln wir zu unserem heutigen Ziel - Stara Baska. Wir wollen mal das kleine verschlafene Dörfchen sehen. Wir fahren über die Berge und finden unterwegs eine tolle Badebucht - Uvala Zaglav. Wir werfen die Räder über die Leitplanke und kraxeln runter zum Strand. Wir gönnen uns in der einsamen Bucht zwei Stunden in der Sonne. Wir essen unser „Mitnehmebrot“. Wir können leider nicht baden, da es sehr stürmisch ist, macht aber nichts, wir tappen eben bloß mit den Füßen bisschen am Strand rum. Wir fahren weiter nach Stara Baska und freuen uns über einen fantastischen Blick auf die Insel Krk und die benachbarte Insel Cres. Kurze Rundfahrt durch das nun tatsächlich schlafende Nest Stara Baska und machen uns auf den Rückweg. In Punat schauen wir in den „Discont“ uns kaufen zwei Flaschen Olivenöl und zwei Flaschen vom lokalen Wein Zlatina. Noch ein kurzer Stopp am Obststand, selbst nach dem vierten Einkauf bei der Dame erkennt Sie uns nicht wider, naja. Heute Abend haben wir ein Date mit unseren Stellplatznachbarn Franz und Brunhilde. Bis dahin chillen wir am Wohnmobil und gegen 16:30 fangen wir an uns für das abendliche Dinner hübsch zu machen. Franz und Brunhilde wollen uns die kleine aber wohl feine Gastätte „Galija“ zeigen - die haben aber leider geschlossen. Wir weichen aus auf die ebenso urgemütliche und tolle Konoba „Mali Nono“. Es gibt Weißwein, Fischsuppe, marinierten Salzfisch, Gnochi mit Trüffel und Spaghetti mit Seafood. Volle lecker. Auf jeden fall haben wir hier in der Altstadt von Krk zwei tolle Tipps bekommen wo man gut essen kann. Wir laufen zurück zum Campingplatz und lassen den Abend mit den beiden bei Gin-Tonic und Reiseerzählungen ausklingen.

Tag in Stara Baska

Donnerstag 22. Oktober 2020

Heute ist Abreisetag. Schade. Wir fühlen uns hier am Meer so richtig wohl. Aber irgendwann ist wohl jeder Urlaub zu Ende. Wir frühstücken mit den Spatzen draußen. Die freuen sich auch schon jeden Tag weil ja doch immer Krümel für sie abfallen. Wir packen langsam und verstauen die Räder, genießen die heute recht spärlichen Sonnenstrahlen und machen uns gegen 15:00 auf die Heimreise. Wir durchqueren Slowenien, vorbei am Triglav und Lubljana, finanzieren ein Stück des Karawankentunnels und des Katschbergtunnel auf dem Weg durch Österreich. Wir wollten eigentlich nur bis Österreich kommen, aber dann hat mich doch die Einreise in das durch die schwere Pandemie geplagte Deutschland interessiert (Ironie Off). Ausweise zeigen fertig. Übrigens an allen Grenzen die wir auf unserer Reise überquert hatten war Corona kein Thema. Wir fahren noch in das Söder geplagte Bayern, essen unterwegs ein paar Spaghetti mit Tomatensoße, Olivenöl und ordentlich Knoblauch. Wir übernachten auf dem Rastplatz Hochfelln Nord, der zugegebener Maßen nicht sehr ruhig ist, aber was kann man schon von einem Autobahnrasthof erwarten. Zwei Bierchen helfen da in den Schlaf.

Abschied von Krk - aber wir kommen sicher wider.

Freitag 23. Oktober 2020

Heute stehen wir zeitig auf um die letzten 450 km nach Hause zu fahren. Die Kinder warten und unsere Freude auf die Lieben überwiegt schon fast den Abschiedsschmerz von Kroatien. Pünktlich zum Mittagessen schlagen wir wieder in Grünbach auf. Danach schon mal ein wenig Wohnmobil ausräumen. Und ab ins Wochenende.

Created By
Christian Leischner
Appreciate

Credits:

Ich danke an dieser Stelle meiner Frau, dass wir zusammen diese Art des Reisens machen können. An zweiter stelle danke ich unseren Kindern, daß sie so klaglos drei Wochen auf uns verzichten. Zu guter Letzt danke ich Marcel Weidlich, meinem geschätzten Kollegen und Geschäftspartner, daß er es toleriert, das ich drei Wochen unterwegs und nicht für unser Unternehmen verfügbar bin.