Abi-Barcamp - was soll das?
Der Barcamp-Tag ist eine gute Gelegenheit, sich final auf die Abiprüfungen vorzubereiten. Gemeinsam mit den anderen Schülerinnen und Schülern, die sich in der Lernzeit mit genau den gleichen Problemen, Aufgaben und Fragestellungen befasst haben, wird es einen zwanglosen Austausch geben. So könnt Ihr kurz vor der Prüfungsphase letzte Unsicherheiten beseitigen und zusätzliche Sicherheiten gewinnen. Egal, ob Du gut drauf bist oder noch Schwierigkeiten hast - es ist für beide Seiten gewinnbringend. Das Format des Barcamps ist dafür genau das Richtige.
Nennt mir doch mal gute Gründe, warum ich mich in meiner wertvollen Lernzeit mit der Stufe austauschen sollte?
- Du lernst sowieso, hier hast du ein systematisches Angebot.
- Du hast die Möglichkeit, deine “Schwachstellen” mit Experten zu verbessern.
- Durch das Anbieten einer eigenen Session, auf die man sich auch vorbereitet, lernst Du gleichzeitig (Lernen durch Lehren).
- Du wirst als Teilgeber in jedem Fall aktiv: entweder durch ein Angebot, durch ein Frage oder durch die aktive Teilnahme in einer Session.
- Du lernst mit Mitschülerinnen und Mitschülern, zu denen Du sonst vielleicht keinen Kontakt hättest.
- Du findest neue Anregungen über Perspektiven außerhalb Deiner Lerngruppe.
- Das Lernen findet in einer angenehmen Atmosphäre statt.
- Im besten Fall entsteht für alle ein Gefühl von gegenseitiger Unterstützung.
- Der Lernalltag wird wohltuend unterbrochen.
Barcamp - was ist das?
Bei einem Barcamp lernt man voneinander, indem Leute mit gleichen Interessen oder Fragestellungen in Sessions über ein Thema diskutieren, eine interessante Sache vorstellen oder eine Herausforderung erörtern. Da so jeder irgendetwas beiträgt (und sei es nur durch die Anwesenheit) sind alle TeilGEBER.
Sessions - was könnten das für Themen sein?
Das tolle an einem Barcamp ist also, dass sich nicht irgendein schlauer Typ überlegt, was die Teilnehmer denn evtl. für Fragen haben könnten und welche Themen am besten angeboten werden sollten, sondern dass die TeilGEBER die Themenschwerpunkte in der Sessionplanung selbst bestimmen. Denn die wissen ja am besten, was ihnen gerade unter den Nägeln brennt.
Die Themen können ganz unterschiedlich sein, z. B. wären das
- Ich kenne einige notwendige Funktionen des Taschenrechners noch nicht, wer erklärt mir diese?
- Ich kenne alle Methoden der Kostenrechnung, ich will die aber in eine strukturierte Übersicht bringen. Wer hat Lust mitzuarbeiten?
- Ich habe ein spezielles Verfahren, um Texte in Deutsch, Englisch oder Spanisch zu analysieren. Die würde ich gerne vorstellen.
- Ich weiß nie, was die in den Aufgaben von mir wollen. Hat da jemand ne Möglichkeit, wie ich das rausfinde?
- Ich arbeite gerne mit Lernzetteln und habe dazu eine gute Struktur entwickelt. Wem soll ich diese einmal zeigen?
- Ich kann Kosten ermitteln, verstehe aber nicht, wie ich Abweichungen analysieren soll. Wer hat Lust mit mir ein mitgebrachtes Beispiel durchzugehen?
- Wir müssen in Deutsch bestimmt Themenbereiche verknüpfen. In der Session will ich mit euch herausfinden, welche Themen Schnittstellen und Verknüpfungsaspekte besitzen.
- …
- Aber wer kann das vorher genau sagen?
Opening: Eröffnung und Sessionplanung
Nach der Vorstellungsrunde kommt Ihr nach vorne und erläutert kurz, worum es in Eurer Session gehen soll. Dabei kannst Du als sogenannte Sessiongeber Informationen weitergeben, eine Diskussion anregen oder auch eine Frage stellen. Für diesen Part steht Euch als Hilfe ein vorstrukturierter Zettel zur Verfügung. Wenn ausreichend Interesse an der Session besteht, findet Deine Session statt und wird in die Planung aufgenommen. Die Sessions werden dazu in eine Matrix aus Raum- und Zeitslots eingefügt. Dieser Sessionplan wird für Euch sichtbar aufgestellt. Jetzt wählst Du als Teilgeber des Barcamps Deinen individuellen „Tagesplan“. Diesen kannst Du jederzeit ändern.
Body: Slots und Sessions
Die offenen (rein und raus jederzeit) Sessions finden in Räumen (mit geöffneter) Tür statt. Das können einfach unsere Klassenräume sein und evtl. noch ein oder zwei „Spezialräume“. Es laufen natürlich parallel Veranstaltungen. Die Struktur der Session (i. d. R. 45 Minuten) gibt der Sessiongeber vor, aber es ist alles im flow. Auf ausgelegten, vorstrukturierten Plakaten werden wesentliche Aspekte wie Themen, Probleme, Ideen und Gedanken festgehalten und später ausgehängt. So bleiben die Ergebnisse transparent und jeder kann sich informieren.
Der Tag
08:15 Eröffnung und Sessionplanung im Mehrzweckraum
09:30 Slot 1
10:30 Solt 2
11:30 Slot 3
12:30 Mittagspause mit Euren mitgebrachten Fingerfoodsnacks
13:30 Slot 4
14:30 Slot 5
15:30 Gemeinsames Abschlussdings und Aufräumen
16:00 (spätestens) Ende
Kommentare
Ich finde es hilfreich, wenn da kein Lehrer sitzt. Dann traut man sich eher, etwas zu fragen.
Ich habe mich mit einigen Themen etwas intensiver beschäftigt.
Ich hätte mir gewünscht, dass andere noch mehr anbieten. Dann hätte ich mehr vom Tag gehabt.
Wenn die Sessions schon im Vorfeld feststehen würden, könnte man sich als Sessiongeber besser darauf vorbereiten.
Hä, die Begriffe höre ich heute zum ersten Mal.
Einige Themen haben sich gedoppelt. Das ist Schade.
Impressionen vom Tag
Evaluation
Dankeschöns
Wir sind durch Björn Nölte zu dem Abiturbarcamp inspiriert worden und haben uns auch einiges von ihm abgeguckt. Vielen Dank an dieser Stelle an Björn und die Voltaireschule in Potsdam!
Die Vorlagen zu der Sessionplanung und der Sessiondokumentation sind angelehnt an die Sketchnotes von Wibke Tiedmann. Auch für diese OER-Materialien ein herzliches Dankeschön!
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