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Grenzenlos Literatur 2022 ab 1.1.2023: literaturkeller.at

ALEX BEER: DER LETZTE TOD, EIN FALL FÜR AUGUST EMMERICH

Limes 2021

Heinz Stipsits: Daniela Larcher ist eine österreichische Schriftstellerin, geboren 1977 in Bregenz, die unter dem Pseudonym Alex Beer eine Krimiserie aus dem Wien nach dem Zerfall der Monarchie und der beginnenden 1920er Jahre veröffentlicht hat. Held der spannenden Serie ist Kommissar August Emmerich, der in diesem bereits 5. Band aus dem September 1922 wiederum eine mysteriöse Mordserie aufzuklären hat. Neben der durchaus kurzweiligen Story gibt Alex Beer wiederum einen sehr gut recherchierten Einblick in diese Zeit, welche für uns heute mitunter unverständlich wirkt, weil beschriebene Gebäude, Infrastruktur, Plätze und Straßen entweder im 2. Weltkrieg weggebombt oder später geschliffen, umgebaut oder auch völlig neu gebaut wurden. Ebenso verwendet die Krimiautorin auch reale Figuren aus der Zeit, z.B. den Wiener Bürgermeister oder den Polizeipräsidenten und natürlich gibt es neben den Fakten auch Fiktion. Sehr unterhaltsam und spannend und es empfiehlt sich, alle Bände der August Emmerich Serie zu lesen.

Alex Beer: Felix Blom - der Häftling aus Moabit

Limes 2022

Heinz Stipsits: Angeblich auf einer wahren Begebenheit basierend - dennoch ein schwacher Plot aus dem Berlin des Jahres 1878. Weitere Folgen sind leider zu erwarten.

Thomas Borchert: Gebrauchsanweisung für Dänemark

Piper 2017

Josef Mahrle: Der Autor ist mit einer Dänin verheiratet und beschreibt als jahrelanger Insider die Gewohnheiten und das Verhalten untereinander, sowie die verblüffenden Ähnlichkeiten der dänischen TV-Serie Borgen mit der aktuellen dänischen Regierung. Eine Empfehlung für DK-Reisende!

Bernhard Braun: Die Herkunft Europas

wbg Theiss 2022

Kurt Bauer: Das Buch stellt die vielfältigen Einflüsse auf die Entwicklung Europas über die vielen Jahrtausende dar. Die Verflechtung ist vielfach unglaublich. Ein sehr schönes Buch.
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Wibke Bruhns: Meines Vaters Land - Geschichte einer deutschen Familie

Econ 2004

Peter Mlczoch: Die Klamroth´s sind eine großbürgerliche Kaufmannsfamilie in Halberstadt. Hans Georg Klamroth - der Vater der Autorin - wird nach dem Attentat auf Hitler (20.7.1944) als Mitwisser hingerichtet. Durch Briefe und Tagebucheinträge rekonstruiert sie neben der Familiengeschichte die deutsche Zwischenkriegszeit samt Begeisterung für den Nationalsozialismus. das Buch liest sich wie ein Thriller.

Peter Demetz: Was wir wiederlesen wollen - Essays 1960-2010

Wallstein 2022

Franz Meister: Ein kürzlich 100 Jahre jung Gebliebener stellt in diesem Sammelband eine Auswahl seiner Besprechungen, Essays und Kommentare vor. Sein Bezug zu Zentraleuropa, den Literaturen aus Böhmen, Mähren, Österreich, Deutschland ist unverkennbar. Doch hier schwingt kein nostalgischer Blick mit. Sets mit Distanz und gleichzeitig tiefem Verständnis klärt uns Demetz über den einen oder die andere Schriftstellerin auf. Kennt man auch noch Details zu seiner Biographie, dann nimmt die Bewunderung nur zu.

Friedrich Dürrenmatt: Grieche sucht Griechin

Diogenes 1980

Peter Mlczoch: Eine Art Märchengeschichte über einen Unterbuchhalter, der mit einem Inserat „Grieche sucht Griechin“ auf die wunderschöne Chloe trifft. Am nächsten Tag beginnt sein kometenhafter Aufstieg im Konzern, der der Hochzeit am übernächsten Tag bekommt Archilochos mit, dass Chloe Edelprostituierte ist. Er flüchtet und nach einigen Turbulenzen landet er in Griechenland, wo er als Grabungsgehilfe eine unglaubliche Entdeckung macht …

Raphaela Edelbauer: Dave

Klett-Cotta 2021

Ilja Fiser: Dystopischer Roman in einer verkehrten Welt. Einige 1000 Menschen programmieren einen Supercomputer namens DAVE mit dem Ziel menschliches Bewusstsein als Form der vollendeten KI zu schaffen, der zur Rettung führen soll. Zyz ist ein Programmierer, der sich abhebt aus der gläsernen Masse und in das System eingreift. Überraschende Wendungen und sprachliche Brillianz zeichnen dieses Buch aus.
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Annie Ernaux: Der Platz

Suhrkamp 2019

Otto Schwarz

Annie Ernaux: Die Jahre

Suhrkamp 2017

Otto Schwarz

Helga Esselborn-Krumbiegel (Hrg.): Inspiration Hermann Hesse

Suhrkamp 2022

Franz Meister: Hermann Hesse war einer jener, die ich vor mehr als dreissig Jahren gern und wiederholt gelesen habe. Daher war es auch eine Anwandlung von Nostalgie zu diesem Buch zu greifen. Doch hier geht es nicht (nur) um Details aus seinem Leben, sondern um das Echo, dass Hesse bewirkt bzw. hinterlassen hat. Ein Meta-Hesse-Buch sozusagen.

Margot Fischer: Rote Rübe Rote Bete

Mandelbaum 2020

Monika Fischer: Mandelbaums kleine Gourmentreihe - mittlerweile sind bereits ca. 25 Bände erschienen - sind liebevoll geschriebene und ebenso gestaltete Monographien zu bestimmten Lebensmitteln. es wird Herkunft, Verbreitung, Kulturgeschichte des Lebensmittels beschrieben. zum Abschluss gibts noch eine Sammlung von originellen Rezepten.. hier z.B Rote Rüben Eis
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Nicola Förg: Tod auf der Piste

Piper 2009

Andreas Pöll: Die Garmischer Kommissarin Irmi Mangold, 50 und Audi Quattro Fahrerin klärt am Samstag Mord. Ernst Buchwieser stirbt auf der Piste des Kandahar, als er einen Protestfilm im Skikostüm und Ausrüstung der WM 1979 seines Bruders dreht- mit der Nummer 17. Fünf Freunde sind verdächtig, doch wer war der Mörder. Und wenn, warum?

Dr. W. Freudmann: Tschi Lai - Erhebet euch! Ein Arzt erlebt China und Burma 1939-45

Verlag Neue Zeit, Linz 1947

Alma Culik: Dr. Freudmann war als Arzt im spanischen Bürgerkrieg und ging 1940 bis 1946 nach China um dort am Aufbau von Spitälern für im Kampf gegen Japan verwundete Chinesen mitzuhelfen.

E.Garcin/A.Dan: Philosophix

Knesebeck 2022

Kurt Bauer: 10 wichtige philosophische Fragen der europäischen Geistesgeschichte werden in kurzen Graphic-Novels vorgestellt. Für das Verständnis der Probleme ist allerdings weiterführende Literatur notwendig

Wenzel M. Götte: Eiszeitkultur - Auf den Spuren menschlicher Entwicklung zwischen Schwäbischer Alb und Altamira, Chauvet und Lascaux

Verlag Freies Geistesleben 2019

Kurt Bauer: Als der Homo sapiens nach Europa kam, war der Neandertaler mit seiner spezifischen Kultur noch zugegen. Der Homo Sapiens hat phantastische Kleinplastiken und Musikinstrumente hinterlassen. wahrlich unglaublich sind aber die Höhlenmalereien. Bis heute ist es ungeklärt, wie diese meisterhaften Malereien gemacht wurden, und was der Sinn dieser Kunstwerke ist.
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Sigrid-Maria Größing: AEIOU - Glück und Unglück im österr. Kaiserhaus

Amalthea 2007

Andreas Pöll: "Alles Erdreich ist Österreich untertan" ist eine der Deutungen der bis heute geheimnisvollen Buchstaben AEIOU, die zu einem Markenzeichen der Habsburger geworden sind. Glück und Unglück, Freud und Leid prägten das Privatleben der Herrscher, die Österreichs Geschichte bestimmten. In farbigen, packenden wie auch berührenden Kapitel vermittelt uns die Autorin die historischen Fakten und bringt uns die menschliche Seite der Hauptpersonen unserer Geschichte nahe.

Gabriele Hasmann/Sabine Wolfgang: Verbrecherisches Wien - kriminalistische Spaziergänge

Carl Uberreuter 2021

Regina Prachner: Ein Wienführer zu den Adressen von schaurigen Verbrechen, die in den verschiedenen Bezirken verübt wurden.

Hans Hauenstein: Wiener Dialekt

Otto Karner 1974

Ilja Fiser: Wie rasch sich die Sprache verändert, erkennt man beim Schmökern in diesem Büchlein.

Ismail Kadare: Die Brücke mit den drei Bögen

Fischer TB 1978

Heinz Stipsits: Die Geschichte wird erzählt von einem Mönch namens Gjon. Kadare nimmt hier Anleihe an den historisch verbürgten katholischen Mönch Gjon Buzuku, der tatsächlich aber viel später gelebt hat. Im Jahr 1378 soll an einem Fluss in Albanien der Fährverkehr über das ‚Böse Wasser‘ durch den Bau einer Steinbogenbrücke ersetzt werden. Die Brücke sei ein Zeichen des Fortschritts und der Sicherheit. Doch wie immer trifft Fortschritt auf die Bewahrer der Tradition. Vornehmlich die Fährleute befürchten geschäftliche Verluste. Und nach einer gründlichen Planung und einer ersten Euphorie werden die Bauarbeiten immer wieder durch Sabotage behindert. Fahrende Sänger verkünden zudem unheilvolle Prophezeiungen, die sogenannten ‚Wassergeister‘ würden keine Eingriffe in ihr Reich dulden. Durch kryptische Legenden und auch geschickte Manipulationen wird von den Dorfbewohnern ein Menschenopfer gefordert. Eines Morgens wird tatsächlich ein eingemauerter Mann in der Brücke gefunden und die Bauarbeiten werden erfolgreich beendet. Eine alte Frau nennt die Brücke ‚das Rückgrat des Teufels‘. Diese prophetische Metapher wird grausame Wirklichkeit, sind doch die ersten Reiter die Soldaten des osmanischen Reiches, die über die Brücke nach Europa ziehen. Der Mönch Gjon ist Symbol des „Albanertums“ und des albanischen Widerstandes gegen die heranrückenden Osmanen, die die Heimat von Gjon bedrohen. Dieser großartige Wirtschaftskrimi des Mittelalters von Ismail Kadare erhellt die dunkle Geschichte Albaniens und gibt auch Einblick in okkulte Bräuche über Bauopfer. Stoff und Stil des Romans erinnert an Die Brücke über die Drina (1945) von Ivo Andric.
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Ismail Kadare: Chronik in Stein

Fischer TB 1971

Heinz Stipsits: Kindheitserfahrungen des Autors aus der Stadt Gjirokastra zur Zeit des 2. Weltkriegs (ca. 1942-1943): wechselnde Besatzungen - Italiener, Griechen, Bomben aus England - deutsche Wehrmacht. Beginn der Partisanentätigkeit. Kadare erzählt meisterhaft aus seiner Bubensicht, was ringsherum vorgeht. Vieles versteht er nur aus seinen Kinderaugen. er beobachtet wie die welt aus den Fugen gerät, historische Fakten und mythische Dimensionen werden untrennbar miteinander verwoben. Sehr zu empfehlen.

Marc Jeanson und Charlotte Fauve: Das Gedächtnis der Welt - vom Finden und Ordnen der Pflanzen

Aufbau-Verlag 2021

Martina Sattmann: Die Autoren nehmen uns auf die historische Reise von Botanikern mit, um uns am Wunder der Natur teilhaben zu lassen. Auf nahezu liebevolle Art wird nicht nur der Leistungen jener historischen Botaniker gedacht, die botanische Kostbarkeiten gesammelt und katalogisiert haben, sondern auch der jeweils ortsansässigen Bevölkerung, ohne deren Hinweise und Mithilfe das Sammelwerk nicht gelingen hätte können.

Dževad Karahasan: Tagebuch der Übersiedlung

Suhrkamp 2021

Franz Meister: „Wie die Kristallkugel einer Wahrsagerin, die alle Geschehnisse ent- hält, alles, was ein Mensch erleben kann, alle Dinge und alle Erscheinungen der Welt, oder wie das Aleph von Borges alles, was gewesen ist, alles, was sein wird, und alles, was überhaupt sein könnte, in sich vereint, so enthält auch Sarajevo alles, was die Welt westlich von Indien konstituiert.“ Für Karahasan ist Sarajewo, sein persönlicher Weltmittelpunkt. Und das Trauma, dass diese Stadt und ihre Bewohner erfahren haben, erdulden mussten, erlitten haben, beschäftigt ihn schon sehr sehr lange. Für alle, die Empathie für sich geltend machen können und wollen, vermittelt dieses Buch eine dichte Aneinanderreihung von Erkenntnissen und Gefühlen. Mehr will ich dazu nicht schreiben, denn Karahasan, hat Worte gefunden, die einen nicht ungerührt lassen können.

Esther Kinsky: Rombo

Suhrkamp 2022

Alma Culik: Rombo ist die Geschichte von Menschen, die im Friaul von einem heftigen Erdbeben getroffen wurden (passiert 1976) und ihr Schicksal meistern - oder auch nicht. Meisterhaft erzählt!
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Kurt Kramer: Klänge der Unendlichkeit - Eine Reise durch die Kulturgeschichte der Glocke

Butzon & Bercker. 2015

Kurt Bauer: Eine erschöpfende Darstellung der "Glocke“ - von der Antike in China bis heute in allen nur erdenklichen Aspekten. Zusätzlich eine CD mit Klangbeispielen.

Vladimír Kunc: Jižní Čechy genius loci

Fotoateliér Video-foto-Kunc, Havlíčkův Brod 2008

Nadja Meister: Südböhmen ist eine wunderbare Gegend - auch für Fotografen.

Eva Maria Leuenberger: Kyung

Droschl 2021

Kurt Bauer: Experimentelle Lyrik, phantastisch bibliophil gesetzt. Der Tod der Künstlerin Kyung wird in Lyrik aufgearbeitet.

Jean Liedloff: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

Reinhard Urban
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Tanja Maljartschuk: Gleich geht die Geschichte weiter, wir atmen nur aus

Kiepenheuer&Witsch 2022

Franz Meister: Die Essays aus den den letzten Jahrzehnten lassen deutlich werden, dass es bereits allerhand Vorahnungen gegeben hat und daher der Krieg ab Februar 2022 eine lange Vorgeschichte hatte. Tanja Marljatschuk ist eine Schriftstellerin, die in sehr persönlichen und eindringlichen Worten ihre Position darstellt. Wenn sie die Propagandaphrasen Putins vom Brudervolk seziert, dann endet das bei ihr, bei Kain. Auf solche Brüder kann man wahrlich verzichten..Komplementär empfehle ich auch der Stimme von Tanja Marjartschuk zuzuhören- z.B. wenn sie den überheblichen Jakob Augstein letztlich mit seiner kruden Weltsicht blass dastehen lässt. Oder Wochen später, als sie ihre Europasicht in besserer Gesellschaft darstellen konnte.

Hanno Millesi: Die vier Erdteile

Edition Atelier 2018

Regina Prachner: Der bildende Künstler, Kunsthistoriker und Schriftsteller Hanno Millesi führt durch das Kunsthistorische Museum, wobei er einige der ausgestellten Bilder unter einer ungewohnten Perspektive darstellt. Die Sichtweise von vier Kindern, die je nach Alter und Temperament die vorgestellten Bilder betrachten, öffnet unseren Blick auf bisher oft übersehene Details und lässt Interpretationen zu, die unbeeinflusst von kunsthistorischen (und biblischem) Hintergrundwissen zu überraschenden Schlüssen führen können. Ein Führer durch das KHM der anderen Art, der durchaus Lust auf einen Museumsbesuch macht.

Harumi Murakami: Blind willow

Vintage International 1987

Alma Culik: Spannend, lustig, tragisch, fantasievoll, eklektisch!

Sayaka Murata: Die Ladenhüterin

Aufbau Verlag Berlin 2018

Regina Prachner: Humorvolle, zum Teil sogar beißende Kritik an der japanischen Arbeitswelt und Gesellschaft. Außenseiterinnen, wie die Protagonistin Keiko haben es schwer, ihren Platz in der Gesellschaft, eine Identität und einen Sinn in ihrem Leben zu finden.
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Dr. J. Moriggl: Ratgeber für Alpenwanderer

dt.-österr. Alpenverein 1924

Heinz Stipsits: Für Bergfreunde eine sehr interessante Auflistung der Ostalpen und der Schutzhütten aus der Sicht von 1924. Eine sehr penible Sammlung - auch mit den nötigen physischer und psychischen Voraussetzungen für die Berge.

Erika Pluhar: Hedwig - heißt man doch nicht

Residenz 2021

Elfriede Poinstingl: Mit 51 Jahren kehrt Hedwig Plüger aus Portugal zurück. Grund hierfür war ein Anruf ihres Cousins aus Wien: ihre Großmutter ist gestorben und sie hat ihre Wohnung geerbt. Hedwig nimmt die Herausforderung an, zieht nach Wien und lebt in ihrer Oma Wohnung und schreibt die ganze Geschichte für ihre Oma auf. Diese Aufarbeitung erfolgt parallel zu einer beginnenden Liebesgeschichte mit einem Mann, den sie in ihrem Lieblingslokal kennenlernt.

Tomáš Pospěch: Mikulov fotografická dílna 2009–2018 Photography Workshop

Positiv 2018

Nadja Meister: Mikulov ist ein oft fotografierter Ort - Schloß, Hauptplatz, die Dittrichsteinsche Gruft und andere Sehenswürdigkeiten werden von Touristen oftmals mit der Fotokamera gebannt. Doch - und hier startet auch diese Publikation - hat der Ort auch ganz andere Facetten zu bieten. Die Stadt Mikulov kann auf eine vielfältige Aktivitätsliste hinweisen, die sich mit Gegenwartskunst beschäftigt - eine Sache, die viele Touristen bislang (noch) nicht entdeckt haben, die es aber auch zu entdecken gilt. So wurden über den den Zeitraum 2009 bis 2018 jährlich Fotoworkshops durchgeführt und aus den entstanden Fotoserien entstand dieser Sammelband. Nahezu jeder Ort, ob in Tschechen oder Österreich, wie auch anderswo offenbart andere Facetten als jene der touristischen Highlights. Und diese werden in diesem Band vorgestellt: die Slums, der Alltag, die Müllplätze, das Dahinter hinter den historischen Fassaden, die Balkonlandschaften der Wohnhäuser, die Wirtshäuser und wie im Falle Mikulovs: der Bahnhof, die Straße, die Grenzstationen, die Casinos und Bordelle.. Mikulov hat viel zu bieten. (das Buch ist zweisprachig- Tschechisch und Englisch)- die Fotos sind universell verständlich!

Kateřina Průchová: Zlatá stoka

Pointa 2020

Nadja Meister: Viele dürften die südböhmische Seen- und Teichlandschaft kennen, bzw. davon schon gehört haben. Die für die Fischzucht angelegten großen Teiche, die im Spätherbst jeweils abgelassen werden und sich erst mit den Winter- und Frühjahrsniederschlägen wieder füllen, sind vor Jahrhunderten künstlich angelegt worden. Zur Be- und Entwässerung von von 52 Teichen wurde ein 49 km langer Kanal errichtet, der unter dem Namen Zlata Stoka - Goldener Kanal - einigen bekannt sein dürfte. Errichtet vor mehr als 500 Jahren erfüllt der Kanal auch noch heute seine intendierte Funktionalität. Eine junge Geographin hat sich diesem Bauwerk gewidmet und ein auch graphisch sehr ansprechendes Werk zu diesem Bauwerk erstellt. Empfehlenswert für alle, die ein wenig Tschechisch können, die sich für historische Kulturbauten interessieren, die gute graphische Arbeiten zu schätzen wissen und ihr Wissen über Südböhmen erweitern wollen -- übrigens: die Teichlandschaft Südböhmens ist eine ausgesucht gute Gegend für Erkundungsfahrten mit dem Fahrrad!

Bohuslav Reynek: Český moderní samotář

Galerie Zdeněk Sklenář 2012

Nadja Meister: Dagmar Hochova hat ihn einst fotografiert. Da sitzt ein Mann auf seinem Küchenschemel, die Beine eng aneinander und hält Papierblock und einen Stift in Händen. Tief versunken entsteht gerade ein Bild oder ein Gedicht. Hier entsteht gerade Kunst. Reynek „feiert“ gerade eine Wiederauferstehung in Tschechien. Ein von Kommunisten verfemter ins innere Exil getriebener, der uns sowohl eine Vielzahl von Gedichten, als auch Gemälde in kleinem Format, jedoch voller Weite und Tiefe, hinterlassen hat.- Auch für jene, die (noch) nicht Tschechisch verstehen - Reyneks Malerei ist universell verständlich.

Jaroslav Rudis: Trieste Centrale

Kreuzer Medien 2022

Franz Meister: Wer Winterbergs letzte Reise bereits gelesen und genossen hat, erkennt die Fortsetzungsabsicht. — die hier auch gelungen ist.
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Jaroslav Rudis: Durch den Nebel - Salzburger Stefan Zweig Poetikvorlesungen

Sonderzahl 2022

Franz Meister: Die drei Erzählungen sind so typisch böhmisch, wie man sie sich nur vorstellen kann. So verwundert die Geschichte vom perfekten Gulasch und dem Ring der Nibelungen schon nach den ersten Sätzen. Rudis weint - welcher Autor offenbart sich denn sonst der Leserschaft und bekennt sich in den ersten Zeilen seines Textes zu seinen Tränen .... Doch dann muss man Lachen, wenn nicht Schmunzeln. Er schneidet die Zwiebeln für das Gulasch und hört so nebenbei den Rind der Nibelungen im Radio (war es gar ein Stück Fleisch vom Rind der Nibelungen) .Poetische Erzählungen, die sehr empfehlenswert sind - für alle jene, die dem böhmischen Humor zugetan sind und vor allem all jenen, die die Texte von Jaroslav Rudis schon schätzen gelernt haben.

Philippe Sands: Die Rattenlinie - ein Nazi auf der Flucht

Fischer Taschenbuch 2022

Peter Mlczoch: Otto Wächter war ein hochrangiger Nazi und u.a. als Gouverneur von Lemberg tätig. Nach dem Krieg tauchte er in den Alpen unter und gelangt 1949 über die „Rattenlinie“ (Fluchtweg von Nazis nach Südamerika) nach Rom. Bischof Alois Hudal bringt ihn in einem Kloster unter. Die US-Abwehr CIC weiß davon - im Kalten Krieg werden nicht wenige Nazis, auch solche, die unzweideutig Kriegsverbrecher waren - in der Auseinandersetzung mit der Sowjetunion angeworben. Wächter stirbt 1949 in Rom - wurde er vergiftet?

Florian Scheuba: Wenn das in die Hose geht, sind wir hin

Zsolnay 2022

Reinhard Urban

Eric-Emmanuel Schmitt: Madame Pylinska und das Geheimnis von Chopin

Bertelsmann 2021

Regina Prachner: Ein reizendes, charmantes Büchlein über Chopin, eine exzentrische polnische Klavierlehrerin und ihre Methode dem Verständnis der Musik Chopins nahe zu kommen, auf der Suche nach dem idealen Klang und einer authentischen Interpretation, frei von virtuosen Selbstgefälligkeiten und pianistischem Dünkel.

Bruce Schoenfeld: Althea Gibson - Gegen alle Widerstände; Die Geschichte einer vergessenen Heldin

Harper Collins 2021

Martina Sattmann: Ein schlaksiges schwarzes Mädchen fiel durch seine sportliche Geschicklichkeit auf. Durchaus förderungswürdig befand der Polizist, der Straßenaufsicht in der Bronx der 30er Jahre absolvierte. Er legte den Grundstein für eine der unglaublichsten Sportlerinnenkarrieren des letzten Jahrhunderts. Doch kaum jemand kennt dieses Ausnahmetalent. Nie auf den Plätzen trainieren zu dürfen, keine Unterkunft in den Hotels der Weißen zu bekommen, keinen Zugang zu diversen Clubs und Einladungen zu erhalten, hat Ressourcen immens eingeengt. Ihre Freundlichkeit ist es geschuldet, dass sie wohlgesonnene Freunde hatte. Die 2-fache Wimbeldonsiegerin. Vorreiterin der Williams Sisters.
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Clemens J. Setz: Indigo

Suhrkamp 2012

Ilja Fiser: Indigo ist eine Beobachtung seit den 1990er Jahren, die Kinder mit besonderen Eigenschaften, als quasi neue Generation. ADHS ist eine „Erkrankung“, die heute wissenschaftlich akzeptiert wird. Indigo geht aber weit darüber hinaus und führt im Roman dazu, den Menschen, die mit solchen Kindern zu tun haben, körperliche Krankheitssymptome (z.B. Kopfschmerzen, Schwindel etc.) der Autor stellt sich selbst in den Mittelpunkt der Handlung, allerdings wird eine Parallelgeschichte eingewoben. Es folgen zahlreiche Einschübe in direkter und indirekter Rede wie auch Texte, die schwierig zu verfolgen sind— alles n allem für die Schreibweise Clemens Setz typisch.

Eberhard Spree: Die Frau Capellmeisterin Anna Magdalena Bach - Ein Zeitbild

Verlagsgruppe Kamprad, Altenburg 2021

Kurt Bauer: Sehr interessante Darstellung einer Ehefrau und Witwe in höheren bürgerlichen Kreisen im 18. Jahrhundert in Deutschland- hier anhand der zweiten Ehefrau von Johann Sebastian Bach.

Heinrich Steinfest: Die Büglerin

Piper 2018

Reinhard Urban

Heinrich Steinfest: Der Chaffeur

Piper 2020

Reinhard Urban
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Heinrich Steinfest: Der Allesforscher

Piper 2014

Reinhard Urban

Philipp Stelzer: Die Illusion der Vernunft

Ullstein 2022

Kurt Bauer: Erkenntnistheorie und unser scheinbar festes Weltbild. Wir werden angeleitet, unsere eigenen Erfahrungen zu hinterfragen. Nicht leicht lesbar, aber hochinteressant

Sugurjonsson Sigurgeir: Lost in Iceland

Mal Og Menning, Iceland, 2002

Nadja Meister: Island ist eine Reise wert — seit einigen Jahren wird die Insel richtiggehend gestürmt. Viele suchen einen Platz für Abenteuer in einer Gegend, die dünn besiedelt ist und die einzigartige Landschaften bietet. Island ist so ein Platz. Da kann man sich auch durchaus verirren..aber hier geht es einmal und zuerst um Blicke auf Land, daß von Naturkräften beständig geformt wird. Hier sieht man wie die Kräfte des Wassers, des Eises, des Windes, des Meeres und die Kräfte des Erdinneren das Land modellieren.

Adolph Stiller (Hrg.): Die Prager Burg & Plečnik

Müry Salzmann 2016

Nadja Meister: Viele glauben, dass die Prager Burg aus lange vergangenen Zeiten stammt. Dies ist richtig und auch wieder nicht. Die Vollendung bzw. eine Weiterentwicklung zum aktuellen Status Quo erfuhr der Baukomplex erst in den Jahren der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Nicht nur der Veitsdom wurde fertiggestellt - Josef Sudek hat die Arbeiten im und am Dom fotografisch begleitet - auch eine neu zu schaffende Präsidentschaftskanzlei war einzubauen. Präsident Masaryk entschied sich für den slowenischen Architektet Jože Plečnik. Diesen Eingriffen und Umformungen einer alten Bausubstanz in eine neue Qualität widmet sich der Ausstellungskatalog. Für alle die Prag lieben bzw. noch entdecken wollen…
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Herve Le Tellier: Die Anomalie

Rowohlt 2020

Regina Prachner: Prix Goncourt 2020.. Utopisch, dystopischer Roman über die zweimalige Landung eines Flugzeugs, mit genau gleichen (oder denselben) Passagieren und der identischen Besatzung. Anhand von einer Auswahl von Personen dieses Flugzeugs kommt es zu einer Gegenüberstellung dieser Personen mit sich selbst, bei Durchspielen aller Probleme, Konflikte und Verwerfungen, die das Auftauchen eines identischen Doubles mit sich bringen kann.

Henry David Thoreau: Chesuncook

Jung&Jung 2022

Franz Meister: Nur vordergründig geht es um Elche - diese großen Vegetarier des Waldes, die Thoreau nun einmal aus der Nähe sehen will. Er unterbricht die Arbeit am Buch „Walden“ und begibt sich auf eine „Expeditionsreise“ in die Wälder Maines. Und er beschreibt den unaufhörlich vor sich gehenden Wandel der Landschaft, seine Erschließung, die auch mit Artenverlust einhergeht. Thoreau wurde zu Recht zu einem jener, auf den sich die Umweltschutzbewegung in der 2.Hälfte des 20.Jahrhundert vielerorts berief, wenn es galt Zeitzeugen dafür zu finden, die der industriellen Revolution auch bzgl. ihrer umweltzerstörerischen Implikationen nicht kritiklos gegenüberstanden.

Ivan Turgenjew: Aufzeichnungen eines Jägers

Hanser 2018

Regina Prachner: Die „Aufzeichnungen eines Jägers“ sind lose zusammenhängende Erzählungen, die zuerst einzeln in einer Zeitschrift erschienen sind, bevor Turgenjew sie in einem Buch zusammenfasst. Die Jagdtouren des Ich-Erzählers bilden den Rahmen für 25 Erzählungen über Sitten und Gebräuche, Frömmigkeit, Glaube und Aberglaube, Lebensweise – und den Umgang mit dem Tod der unterdrückten Bevölkerung des feudalen Russland des 19 Jahrhunderts, vor der Aufhebung der Leibeigenschaft. Aber auch die Willkür und Unmenschlichkeit der Gutsbesitzer, und die Korruptheit der Verwalter, Schulzen und Kontoristen. Erstmals in der russischen Literaturgeschichte gibt er diesen bitterarmen, in unmenschlichen Zuständen dahinvegetierenden Menschen eine Stimme, Persönlichkeit, Individualität und konzediert ihnen Intelligenz, eigene Ansichten und Gefühle. Selbst Besitzer zahlreicher Dörfer, Ländereien und mehr als 5000 Leibeigener, stieß er mit seinen sozial-revolutionären Ansichten und seinem Hass auf die Leibeigenschaft in seinem Umfeld auf krasses Unverständnis, das ihm sogar eine Polizeihaft, jahrelange Verbannung auf seine Güter und schließlich Exil einbrachte. Ein Wegbereiter der Oktoberrevolution.

Sandro Veronesi: Der Kolibri

Zsolnay 2021

Alma Culik: Eine Familiengeschichte - ziemlich verwirrend. der Protagonist flattert unruhig ohne Rast und um ihn herum Frauen, Kinder, Freunde..

Friedrich Weissensteiner: Franz Ferdinand - Der verhinderte Herrscher

Kremayr & Scheriau 2006

Heinz Stipsits: Vorbemerkung: Weissensteiner hat seine bereits vergriffene Franz Ferdinand Biographie aus 1983 noch einmal überarbeitet, gestrafft und vor allem ergänzt durch die Beschreibung der Schicksale der drei Kinder des Thronfolgers.Inhalt: Zur Einleitung wird sehr genau die Reise des Thronfolgers Franz Ferdinands und seiner Gattin Sophie nach Sarajewo beschrieben, und geradezu minutiös präzise der Ablauf des Tages geschildert, der in späterer Folge die Welt total verändern sollte. Am 28. Juni 1914 gegen 10:50 wird in Sarajewo ein dilettantisch geplantes aber letztlich sehr effektives Attentat auf das Thronfolgerpaar durchgeführt, das in seinem Ablauf mit den heute üblichen Methoden des Personenschutzes nur auf völliges Unverständnis trifft. Kaiser Franz Joseph, dem schon viele Jahre früher beim Attentat auf Elisabeth, Kaiserin von Österreich ….‘ doch gar nichts erspart bleibt auf dieser Welt‘, erklärt Serbien den Krieg und die Habsburgermonarchie geht ihrem Ende entgegen. Die minderjährigen Attentäter werden im Prozess des Oktobers 1914 zu zwanzig Jahren Kerker verurteilt, sterben aber in der Haft an Tuberkulose.Wer war nun dieser Thronfolger? Das Leben Franz Ferdinands, ein Neffe des Kaisers, hätte eigentlich alle Ingredienzien für ein Melodram aus Hollywood. Schon als Kind, nicht sonderlich begabt aber auch nicht richtig gefördert, stößt er an unsichtbare Grenzen, die sehr wohl in der Struktur der Dynastie liegen. Eine riesige Erbschaft aus dem Hause Este, riesige Besitzungen, Schlösser, Kunstgegenstände machen sein Leben nicht wirklich leichter oder sogar frei. Seine wenigen Verbündeten verlassen ihn auf makabre Weise, sei es durch Suizid des Kronprinzen Rudolf, oder Mord an seiner Tante Elisabeth. Sein Vater, Karl Ludwig, ein Eiferer, trank verseuchtes Jordanwasser und stirbt. Und er selbst ist von einem heimtückischen Lungenleiden gezeichnet, und schon munkelt man am Hof aber auch in Ungarn, der Thronfolger ist vom Tode gezeichnet. Eine ‚verordnete‘ Weltreise, Heilung durch ständige Kuraufenthalte, und die aufkeimende Liebe seines Lebens zu einer nicht standesgemäßen Frau, Gräfin Sophie Chotek, sind die weiteren Stationen seines Melodrams. Dadurch wird sein Verhältnis zum Monarchen noch verschlechtert, er wird gezwungen, dass seine Frau und Kinder von der weiteren Thronfolge ausgeschlossen werden. Auch hier bewies der alte Kaiser wiederum seine Unfähigkeit die Welt so zu sehen wie sie wirklich ist. Gräfin Sophie Chotek wird nach der Eheschließung im kleinsten Kreis, doch noch vom Kaiser in den Fürstenstand mit dem Namen Hohenberg erhoben, allerdings ist die entsprechende Depesche nicht vom Kaiser persönlich unterzeichnet, sondern nur von seinem Generaladjutanten. Langsam beginnt sich der Thronfolger sich auch politisch mehr zu engagieren, jedoch der Kaiser duldet keinerlei selbständige Entscheidungen. Franz Ferdinand ist ein konservativer, erzkatholischer Vertreter der Monarchie, allerdings mit einer vielleicht besseren Einschätzung für die Zukunft. Der 28. Juni von Sarajewo hat allerdings verhindert diesen Beweis anzutreten.Neben seiner Liebe zu seiner Frau und seinen Kindern Hatte Franz Ferdinand noch eine große Leidenschaft: die Jagd. Über 270.000 Tiere soll er im Laufe seines relativ kurzen Lebens erlegt zu haben, galt er doch als trefflicher Schütze. So einer war auch Gavrilo Princip, eine seiner Kugeln traf den Thronfolger in den Hals und eine zweite die Gräfin Hohenberg in den Unterleib. Die Überführung der Leichname in die Heimat war ein peinliches, echtes Trauerspiel, das nicht unwürdiger noch gestaltet werden konnte. Durch die morganatische Ehe blieb der Zugang zur Kapuzinergruft dem Paar verwehrt. Sie hatten jedoch auf ihrem Schloss Artstetten mit einer Gruft schon vorgesorgt. Weissensteiner gibt im letzten Teil des Buches noch eine kurze Zusammenfassung über die unterschiedlichen Schicksale der drei Kinder, Sophie, Maximilian und Ernst Hohenberg. Sophie Hohenberg, verheiratet Nostiz-Rieneck, war Zeitzeugin vom Zusammenbruch der Monarchie, der Zwischenkriegszeit, Nazideutschland und 2. Weltkrieg, der Benes-Dekrete, Aussiedelung nach Österreich und lebte bis zum 27. Oktober 1990. Das alleine, aber auch das Schicksal ihrer zwei Brüder gäbe noch genug Stoff für weitere Biographien.

Chris Wickham: Das Mittelalter - Europa von 500 bis 1500

Klett-Cotta, 2021

Franz Meister: Von französischen Historikern, jenen der Schule der Annales, haben wir gelernt Abstand zu nehmen und aus der Vielzahl der Details ein Ganzes zu erkennen. Wickham hat dies für jenen Zeitraum versucht, der als Mittelalter in die Schulbücher Eingang gefunden hat. So lernen wir daraus die großen Linien zu erkennen und Kontinuitäten zu sehen, wo für viele Unübersichtlichkeit bestand. Letztlich, wenngleich für nicht wenige nahezu schmerzhaft, ist dies einer jener Bücher, die uns dazu bringen, von der starren Zeiteinteilung (antike-Mittelalter-Neuzeit) Abstand zu nehmen und ein komplexeres Zeitbild wahrzunehmen. Hierin liegt auch der Verdienst dieses Buches.

Erich Wonka: Der Donauraum von Tulln bis Klosterneuburg

Berger 2021

Kurt Bauer: Reich bebilderte Geschichte der Donau und der Ortschaften von der Urzeit bis heute. ein Muss für Bewunderer der Gegend.
Fotoserie Fenstergalerie Wein4Festival 2022 - Fenstergalerie Königsbrunn am Wagram (C) Nadja Meister
Created By
Franz Meister
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Credits:

Alle Fotos: Nadja Meister Die Fotoserie entstand im Zusammenhang mit dem Projekt "Fenstergalerie" im Rahmen des Wein4Festivals 2022 in Zusammenarbeit mit dem Verein Grünzeug Königsbrunn am Wagram  www.nadjameister.com www.gruenzeugwagram.at