Kalasantinerkirche St. Josef
Kalasantinerkirche, erbaut 1889 (Baubeginn am 16. März, Weihe 17. November) nach Plänen von Fresel in Formen der Neurenaissance, erste Arbeiterkirche Wiens; die beiden Fassadentürme wurden 1908 hinzugefügt. Am Hochaltar befand sich ursprünglich ein Bild des heiligen Joseph von Kalasanz, das jedoch 1894 durch eine Kopie des Passauer Gnadenbilds „Maria, Hilfe der Christen" nach Lucas Cranach von Josef Kastner dem Jüngeren ersetzt wurde (seit 1902 Bezeichnung „Unsere liebe Frau der Kalasantiner"), von dem auch weitere Gemälde in der Kirche und die Krippe stammen; die Skulptur des heiligen Joseph von Kalasanz schuf Leopold Kastner.
1908 wurde die Kirche vergrößert und mit einer zweitürmigen Fassade versehen (40 Meter hohe Türme). Sie ist das Mutterhaus der seit 1889 bestehenden „Kongregation für die christlichen Arbeiter vom heiligen Joseph Kalasanz" (Kalasantiner, Anton Maria Schwartz). Durch die letzte Umgestaltung der Kirche (1984) ging das ursprünglich einheitliche späthistoristische Aussehen verloren. Gedenktafel für Papst Leo XIII. (Klosterpforte Gebrüder-Lang-Gasse 7, im Gang), der durch die Enzyklika „Rerum Novarum" zur Entwicklung der katholischen Soziallehre beigetragen hat.
PFARRE ST. JOSEF · Reinlgasse 25 · 1140 Wien
Credits:
Fotos by Gerd W. Götzenbrucker