Nach 700 km und dem gefühlt 387. Mal „Wann sind wir da, das ist so langweilig“: Ankunft. Der erste Halt wie immer am Strand. Hund und Kind sind gleichermaßen begeistert.
Morgen kommen die Omas und Opas an und wir freuen uns!
2. Tag
Grundlovsdag. Es wird der dänischen Verfassung gedacht und überall sieht man dänische Flaggen.
Am Strand warten wir auf die Omas und Opas, bauen Burgen, machen Matschepampe, lassen Drachen steigen und retten einen Seestern.
… Ausflug nach Løkken…
Das übliche Bild: Mama mit gesenktem Kopf auf Bernsteinsuche, Papa auf Knien vor den Drachen.
… üblich auch der weitere Verlauf: Drachen 1 fliegt nicht, Drachen 2 landet im Meer, Drachen 3 hat verknotete Schnüre, bevor er einmal in der Luft war, Papa läuft fluchend über den Strand. Drachen 2 trocknet, Drachen 3 war zumindest einmal in der Luft, auch Drachen 1 (ein 8 m Oktopus) landet nach kurzem Flug im Meer. Als Papa den Oktopus mit seinen klitschnassen, schweren Tentakeln aus der Nordsee hievt, sah ich im Geiste Will Smith in Independence Day vor mir, den Außerirdischen wüst beschimpfend hinter sich durch die Wüste schleppend. Alles wie immer!
Kind und Hund hatten derweil jede Menge Spaß beim Bällchen Werfen.
Nachmittags Ausflug nach Blokhus, der Waffelverkäufer ist auch 12 Jahre später noch der gleiche. Alles wie immer.
Trotz allem Urlaubsfeeling auch hier kein Vergessen.
Tag 4
Ein Glück gab es doch wieder Mondfische!
… und auch das Meer war noch da. Mehr gibt es zu Tag 4 nicht zu berichten.
Tag 5
Geht man mit einer knapp vierjährigen in einen Kerzen-Deko-Schnickes-Laden, hört man sich in Dauerschleife sagen „Nur gucken, nicht anfassen!“
Es folgte ein Traum-Strand-Nachmittag
… und neben dem Schweinehund am Morgen wurden die Drachen am Nachmittag besiegt. Der Wind kam gleichmäßig stark vom Meer, so konnte nix im selbigen landen.
Ein schöner Strandtag geht zu Ende
Tag 6
Wetter bescheiden...
…Ausflug nach Løkken…
… bei der Bonbonherstellung zugeschaut…
…furchtbar leckere Pfannkuchen gegessen…
… das war’s!
Tag 7
Der erste Besuch nach dem Versetzen des Leuchtturms. Nun kann der Sand wieder ein paar Jahre wandern. Und wir noch das ein oder andere Mal hinfahren. Egal wie oft ich schon oben war, jedes Mal raubt einem die Höhe, der Ausblick, die Ruhe, die Weite, die leise aber unerbittliche Natur… den Atem. Ein beeindruckender Platz auf der Erde.
Inzwischen kann man den Leuchtturm sogar betreten und nach oben gehen. Ein Teil der Mitreisenden hat es auch bis nach oben geschafft.
… der andere Teil (also ich) nicht. Ich sage nur „Treppenstufen aus Lochblech“…
Am Abend durften wir dank der mitreisenden Babysitter alleine Essen gehen. Dem Kind haben wir gesagt, wir wollten uns mal wieder ganz in Ruhe unterhalten, die Omas und Opas redeten immer so viel dazwischen. Sie hat es uns abgenommen.
Tag 8
Wir waren shoppen. Mit einem Kind, das einfach alles schön findet (vor allem alles, wirklich alles, wo Paw Patrol oder Elsa und Anna drauf sind), wird das entsprechend teuer.
Es folgte eine frustrierender Strandbesuch, die einzige Regenwolke am ganzen Tag regnete sich ausgerechnet in dem Zeitfenster aus, das wir am Strand verbringen wollten. Dieser Umstand zu den üblichen Letzter-Tag-vor-Abreise-Blues trübte die Stimmung merklich. Als die Regenwolken sich verzogen hatten, folgte ein wunderbarer Strand-Nachmittag…
… Zauberstäbe basteln aus Strandgut..
Tag 9
Ich stelle fest: Abreisetage sind blöd, selbst, wenn man selber nicht abreist. Die Omas und Opas sind also abgereist und der Tag war allgemein verhalten. Nach einem kurzen Besuch am Strand haben wir viel zu spät im Urlaub diesen tollen Drachenshop Kite Corner Løkken entdeckt.
Dafür hat Lina nun auch einen Oktopus.
… und einen Marienkäfer-Drachen. Den aber nicht aus dem tollen Drachenladen. Wie gesagt, zu spät…
Fast hätte es auch keine weiteren Belanglosigkeiten mehr zu berichten gegeben von diesem Tag, wäre nicht besagter Marienkäfer-Drachen noch mitsamt seines Schwanzes voller weiterer kleiner Marienkäfer in der Kiefer vorm Haus gelandet…
Tag 10
In Blokhus gab es doch noch eine Jacke, so wie es jedes Mal eine Jacke in Dänemark gibt. Ansonsten war alles, was wir in den letzten 9 Tagen an Wind hatten ein laues Lüftchen im Vergleich zu dem heute. So fühlt sich Dänemark an, so muss die Nordsee aussehen, das pustet den Kopf frei.
Bei so einem Wind macht auch das tatsächlich doch noch (bzw. wieder) Spaß!
Tag 11
Leuchtturm und Strand mit Wind und tollem Wetter, mehr gibt es heute nicht zu berichten.
Tag 12
Wenn man ganze zwei Wochen im Urlaub ist und dann auch noch an einem Ort, den man schon recht oft gesehen hat, überkommt einen tatsächlich irgendwann so eine Art Langeweile und man fragt sich ernsthaft: „Und was machen wir heute?“
So auch bei uns an Tag 12. Stephan hatte dann die Idee, die Steilküste bei Lønstrup zu besuchen. Dort sind wir entlang geschlendert, haben Steine und Muscheln gesucht, ins Meer geworfen und die Zeit vertrödelt, bis endlich das tolle Café am Hafen aufgemacht.
Es gab auch noch richtig was zu gucken am Hafen
Schön, so eine Langeweile. Die muss man sich auch erst mal erlauben können…
Tag 13
Die Langeweile ist nun auch bei den Bildern angekommen. Es ist alles schon mal fotografiert worden. Mehrmals. Weil es halt schön ist. Immer wieder.
Wir waren also im Ort. Mal wieder. Eis essen. Mal wieder. Am Strand. Mal wieder.
Weil es schön ist. Jedes Mal wieder.
Tag 14
Der letzte Tag war, wie letzte Tage nun mal so sind. Und verregnet noch dazu. Aber wir haben das beste draus gemacht. Es gab noch ein Eis, den ca. 23. Besuch bei Westwind und Nyform (wie immer) und Pølser für Stephan. Der hat nun endlich herausgefunden, was genau er bestellen muss, um das zu bekommen, was er möchte. Dafür kennt ihn nun die Verkäuferin und wies ihn pflichtbewusst darauf hin, dass er gestern etwas anderes hatte. Nächstes Mal reicht dann nach drei Tagen sicher ein „Alles, wie immer?“ - „Alles, wie immer!“
Die letzten Kronen wurden in Fahrten mit Spielzeugfahrzeugen und Flummiautomaten investiert.
Den tollen Drachenladen mussten wir auch noch Mal besuchen. Bedauerlicherweise hat mich das Drachenfieber erst wieder am Ende des Urlaubs gepackt. Und wie sollte es sein: da ging er kaputt, der Drachen. Schöner Mist. Dafür hat das Kind nun drei. Und der Mann große (Drachen-)Pläne. Das kann ja was geben!
Abreise
Tschüss, Nordsee, bis zum nächsten Mal!
Danke für ein bisschen „Alles, wie immer“ in dieser Zeit, in der wir uns einiges „Alles, wie früher“ wünschen!