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ENTDECKE DIE Geheime GESCHICHTE DER Schrift! Escape Game der 7C des LSG München unter der Leitung von Susi Nagele

Willkommen beim Escape Game zum Thema Schrift! Es erwarten dich spannende Fakten, geheimnisvolle Zeichen und jede Menge kniffelige Rätsel rund um das Thema Schrift! Löse das große Schrifträtsel mit Hilfe der kleinen nummerierten Rätsel und du bekommst am Ende mit dem Codewort Zugang zu einem wunderbaren Schatz, den wir für dich geschaffen haben!

Teilnahme als Klasse: Wenn ihr eine ganze Klasse seid teilt euch doch die neun kleinen Rätsel auf und knackt am Ende alle gemeinsam das große Rätsel!

Teilnahme alleine: Am Besten öffnest du dir das große Schrifträtsel in einem zweiten Browserfenster und trägst dann immer gleich die Lösung ein! Viel Erfolg und los geht's! :)

Die Entstehung der Schrift

Schon vor ca. 22.000 Jahren malten, ritzten und kratzten Menschen Bilder und Gemälde in den Fels. Doch es vergingen noch 17 weitere Jahrtausende, bis das Zeitalter der Schrift anbrach. Die Grundlage für die Entstehung aller Schriften, von den frühesten Anfängen bis hin zu unserer digitalisierten Gesellschaft, war stets der Wille des Menschen mit anderen Menschen in Verbindung zu treten, Gedanken und Ideen festzuhalten und auszutauschen.

Bison, Höhle Von Altamira

Noch vor den ersten Schriftzeichen erstellten unsere Vorfahren gezeichnete und gemalte Bilder. Auch diese transportierten Mitteilungen und Erfahrungen. In der Urgeschichte der Menschen waren es Bilder, die an Felswände oder auf Steine gemalt oder geritzt wurden. Diese Bilder waren möglichst naturgetreue Abbilder von Objekten, die für die Menschen der damaligen Zeit wichtig waren. Bis heute sind sich Forscherinnen und Forscher uneinig, ob diese geritzten Zeichen - auch Petroglyphen genannt - als Kommunikationsmittel auch von Bedeutung war oder nur als rein dekorativ zu betrachten sind.

Auf der ganzen Welt haben sich unterschiedlichste Schriftsysteme herausgebildet, die den Notwendigkeiten und Ansprüchen ihrer jeweiligen Kultur entsprechen. Im Laufe der Zeit wurden die Zeichen, die Menschen zur Verständigung benutzten zunehmend abstrakter, das heißt nicht immer war die Ähnlichkeit mit der Sache, die beschrieben wurde, sichtbar. Erstmals kam es dann zu einer Trennung in Bilder für dekorative Zwecke und Bilder als Bedeutungsträger - die Schrift! Vermutlich haben Menschen seit der Entstehung der Schrift immer auch schon Geheimschriften erfunden um verschlüsselte Botschaften zu versenden! In unserem Escape Spiel wirst du einige Geheimschriften kennenlernen und sie mit ein bisschen Glück, Fantasie und Geschick entziffern können!

1. Rätsel: Um Wieviel Uhr Findet das Treffen statt? EnTschlüssle die Geheimschrift und Trage die Lösung in das Große Schrifträtsel ein!

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Anfangs gab es für die Aufzeichnungen der Menschen noch kein wirkliches System und die Art der Darstellung war weitestgehend der Fantasie der Schreibenden überlassen. Später allerdings entwickelten sich in Schreibwerkstätten oder Tempeln feste Symbole, welche den jeweiligen Anlässen zugeordnet waren. Dadurch entstand eine relativ einheitliche Schreibweise. Diese konnte jedoch zwischen den verschiedenen Kulturen stark variieren, ähnlich der Verständigungssituation mit ebenfalls größtenteils unähnlichen Sprachen. Es war aber auch nicht mehr jedem, der die Zeichen sah, möglich, diese zu entziffern - Schreiben und Lesen wurden zu besonderen Fertigkeiten, die nur einem kleinen Teil der Bevölkerung zugänglich waren. Bis heute noch ist jede komplexere Schrift nur denen zugänglich, die "eingeweiht" sind und die jeweiligen Schriftzeichen und deren Bedeutung kennen.

Die Sumerische Keilschrift

Wenn man von den steinzeitlichen Höhlenmalereien absieht, die schon vor über 50 000 Jahren als Werk menschlicher Hände entstanden sind und uns bis heute Zeugnis von unseren Urahnen geben, dann beginnt die Geschichte der Schrift im engeren Sinn vor etwa 5000 Jahren. In dieser Zeit entstand im heutigen Irak, zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris, dem sogenannten "Zweistromland" eine der ersten Hochkulturen der Menschheit.

Anfangs war die sumerische Schrift eine Bilderschrift mit etwa 2000 Zeichen. Die Ausdrucksfähigkeit eines solchen Schriftsystems war jedoch naturgemäß sehr begrenzt und den steigenden verwaltungstechnischen Aufgaben dieser sumerischen Stadtstaaten nicht mehr gewachsen. Man suchte daher nach Möglichkeiten, mit den Zeichen mehr Information vermitteln zu können. Man entwickelte das Prinzip der Phonetisierung. Dies bedeutet, dass ein Bildzeichen auch für solche Wörter gebraucht werden kann, die gleich oder ähnlich klingen. Die weitere Entwicklung ging nun dahin, dass sich die Funktion des Zeichens von der Wortbedeutung löste, die Wortschrift entwickelte sich zur Silbenschrift. Damit war der erste und vielleicht wichtigste Schritt zur Entwicklung der abstrakten Buchstabenschrift, wie wir sie heute kennen, getan.

Altägyptische Hieroglyphen

Die Ägypter waren ebenfalls eine wichtige und einflussreiche Hochkultur im Vorderen Orient. Auch sie hatten für ihre komplizierte Verwaltung und ihre Religion eine eigene, komplexe Bilderschrift entwickelt - die sogenannten Hieroglyphen. Diese Schrift wurde in Stein geschnitten oder erhaben als Relief geformt und farbig ausgestaltet, aber auch auf Papyrus wurde im alten Ägypten häufig geschrieben. Anders als die Keilschrift der Sumerer wurde die Hieroglyphenschrift jedoch im Laufe der Zeit immer komplizierter und aufwendiger statt einfacher und konnte sich daher langfristig nicht durchsetzen. Erst die Griechen nannten sie später „Hieroglyphen“ was „heilige Zeichen“ bedeuten soll. Die hieroglyphische Schrift ist die älteste geschriebene Form von ägyptischer Sprache.

Nicht in Ägypten sondern auf Kreta wurde hingegen eine sagenumworbene Tonscheibe gefunden. Die bis heute nicht entschlüsselten geheimnisvollen Schriftzeichen auf dem Diskus von Phaistos sind gestemplet. Sie wurde im Jahr 1908 auf dem Gelände des minoischen Palastbezirks von Phaistos auf Kreta ausgegraben. Das Alter der Tonscheibe wird auf ca. 3500 Jahre geschätzt.

Diskus von Phaistos

Die Schriftzeichen der japanischen und der chinesischen Sprache sind ebenso Bilderzeichenschriften. Bildzeichenschriften erfordern eine enorme Gedächtnisleistung. Ca. 800 Keilschriftzeichen der Keilschrift oder tausende chinesische oder japanische Schriftzeichen zu lernen erfordert oft Jahre. Bei Bildzeichenschriften wird jedem Wort ein eigenständiges Zeichen zugeordnet. Im Jahr 200 vor Christus gelang es in China die verschiedenen chinesischen Sprachgemeinschaften durch eine große Schriftvereinheitlichung miteinander zu verbinden. Dadurch wurde der Zusammenhalt des chinesischen Kulturraums gestärkt, denn wer eine gleiche Schrift hat und dadurch kommunizieren kann, fühlt sich verbunden. Die chinesische Schrift hat andere ostasiatische Völker stark beeinflusst. Die ältesten chinesischen Schriftaufzeichnungen sind in Rinderknochen oder auch Orakelknochen genannte geritzte Bildzeichen.

Die Schriftsysteme der Maya und Azteken

Die Schrift der Maya ist die einzige bekannte voll entwickelte Schrift im Amerika vor 1492 (Kolonialisierung durch Christoph Kolumbus). Wenige Dokumente sind erhalten geblieben. Noch bevor sich das Schriftsystem der Azteken zu einer vollwertigen Schrift entwickeln konnte wurde es ebenso von den spanischen Eroberern nahezu ausgelöscht. Leider sind nur mehr wenige Dokumente aus dieser Zeit erhalten, da diese zum größten Teil von den spanischen Eroberern verbrannt wurden.

Die Erfindung und Verbreitung des Alphabets

Die Erfindung des Alphabets beruht auf der revolutionären Idee, dass Sprache mit einer kleinen Sammlung von Lauten und den passenden Zeichen verschriftlicht werden kann. Durch Kombinationen der Laute können somit alle Begriffe wiedergegeben werden. Im Jahr 1500 vor Christus kam es in Ugarit an der syrischen Küste zu einer Vermischung mehrerer regionaler Schriftarten. Diese Entwicklung führte zur Erfindung des Alphabets. Das ugaritische Alphabet gilt wiederum als Vorgänger des phönizischen Alphabets und somit auch als Vorgänger der europäischen Alphabete. Die arabischen, hebräischen, griechischen, lateinischen und kyrillischen Schriftsätze sind wiederum übernommene und an die jeweilige Kultur angepasste Alphabetschriften.

Die Phönizier waren ein Volk von Seefahrern im Gebiet des heutigen Syriens und Libanons. Sie hatten bereits ein Alphabet mit 22 Lauten, die allesamt nur Konsonanten waren. Vokale (a,e,i,o,u,...) kamen somit nicht vor und wurden beim Sprechen hinzugefügt. Den Phönizier haben wir auch den Begriff Alphabet zu verdanken. Sie gaben den Lauten eine Reihenfolge. Die beiden ersten waren Aleph" (griechisch: alpha) bedeutete im Phönizischen "Rind" und "beth" (griechisch: beta) bedeutete "Haus".

Die römische/ lateinische Schrift

Um 800 vor Christus übernahmen die Griechen das Alphabet-System der Phönizier und fügten auch Zeichen für Vokale hinzu. Als die Römer wiederum ab ca. 500 v. Chr. begannen, den Mittelmeerraum zu erobern, übernahmen sie das griechische Alphabet und erweiterten es, damit es an ihren Bedürfnissen und Anforderungen angepasst war. Durch ihre Eroberungen von großen Gebieten und die damit verbundene Verwaltungstätigkeit verbreitete sich die lateinische (=römische) Schrift im riesigen römischen Herrschaftsgebiet, das in seiner größten Ausdehnung nicht nur den gesamten Mittelmeerraum, sondern auch Nordafrika, weite Teile Mitteleuropas und Englands sowie auch die gesamte Balkanhalbinsel umfasste. Etwa um 100 v.Chr. hatte sich die gemeißelte Capitalis Monumentalis zur Vollkommenheit entwickelt, eine Versalschrift, die noch heute Grundlage und Vorbild unserer Großbuchstaben ist. Im Unterschied zur griechischen Schrift sind die Balken der Buchstaben nicht gleich breit (linear), sondern sie weisen teils deutliche Strichstärkenunterschiede auf. Außerdem besitzt die Capitalis Monumentalis Serifen (Füsschen).

Mit Hilfe der Caesar-Scheibe kann man geheime Botschaften erzeugen. Der Name der Caesar-Scheibe stammt von dem gleichnamigen Feldherren Gaius Julius Caesar (100 v. Chr. – 44 v. Chr.). Caesar benutzte diese simple Form der Verschlüsselung, um militärische Nachrichten zu chiffrieren.

Hier erhältst du deine eigene Caesar-Scheibe zum Ausdrucken und Ausschneiden.

3. Rätsel: EnTschlüssle diese Geheime Botschaft mit der Caesar-Scheibe und Trage die Lösung in das Große Schrifträtsel ein!

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4. Rätsel

Die Schrift im Mittelalter

Als das weströmische Reich als bestimmender Kulturfaktor für Europa zusammenbrach, konnte das Wissen über die Kunst des Schreibens und Lesens nur in den Klöstern bewahrt werden, während die Mehrheit der Menschen damals Analphabeten war. Schreiben war für mittelalterliche Mönche nicht nur eine manuelle Tätigkeit, sondern ein Akt der Einkehr und des Glaubens - der Faktor Zeit spielte beim Schreiben keine Rolle. Da immer die gleichen Texte geschrieben wurden (Evangelien, Stundenbücher, liturgische Bücher etc.), wurde immer weniger Wert auf die Lesbarkeit der Schrift gelegt - sie war kunstvoll verschnörkelt und sehr schwer lesbar.

Ab dem 8. Jhdt. wurde für Urkunden die sog. "merowingische Minuskel" entwickelt. Diese war jedoch sehr schwer leserlich. Aus ihr entwickelte sich in der Folge die "karolingische Minuskel", Sie war leichter lesbar und wurde erstmals durch Groß- und Kleinschreibung ergänzt.

Die Form der Schrift änderte sich von da an immer wieder entsprechend der gesellschaftlichen kulturellen Gegebenheiten. Zu Beginn des 16. Jhdts.gehörten Lesen und Schreiben bereits zum üblichen Bildungsgut der Bürgerinnen und Bürger. Durch Vorlagebücher und Schreibunterricht verbreiteten sich im Laufe der Zeit v. a. die italienischen und französischen Kanzleischriften, aus denen in der Folge auch unsere heutige, lateinische Schreibschrift hervorging.

Der Geheimbund der Freimaurer entwickelte im Mittelalter eine eigene Geheimschrift. Sie basiert auf der Kabbala der neun Kammern (Aik Bechar) und war angeblich bereits in der Antike in Verwendung. Im Englischen trägt der Freimaurer-Code die Bezeichnung Pigpen oder Freemason Cipher. Die Verwendung dieser Chiffreschrift war in den Kreisen der Freimaurer des 18. Jahrhunderts sehr verbreitet. Die Geheimschrift der Freimaurer wurde oft in Filmen und Büchern verwendet, beispielsweise dem Da Vinci Code – Sakrileg, basierend auf dem Thriller von Dan Brown.

5. Rätsel:
Was hat das nur zu bedeuten?
6. Rätsel:

Die Erfindung des Buchdrucks

Waren bis zur Mitte des 15. Jhdts. Bücher und andere Schriftstücke ausschließlich mit der Handgeschrieben worden, so änderte sich dies durch die Erfindung des Buchdrucks durch den Mainzer Goldschmied Johannes Gensfleisch, genannt "Gutenberg" grundlegend. Die Technik des Druckens war zu dieser Zeit zwar schon bekannt, wurde jedoch nur zu untergeordneten Zwecken benutzt, z. B. um Spielkarten oder Stoffe zu bedrucken.

Gutenberg hatte nun die Idee, die Schrift aus einzelnen, beweglichen Lettern zusammenzusetzen. Da Holz nicht haltbar genug war, erfand er spezielle Gussformen, mit denen er Buchstaben aus Metall, die sog. "Typen" gießen konnte. Von diesen Typen legte er einen so großen Vorrat an, dass man ganze Buchseiten auf einmaldrucken konnte. Auch viele andere Werkzeuge, die für den Buchdruck notwendig sind, wie z. B. Setzeisen, Seitenspiegel u. ä. erfand Gutenberg gleich mit, so dass seine Erfindung bereits damals so ausgereift war, dass sie lange Zeit praktisch unverändert angewendet wurde. Leider war die Zeit für Gutenbergs Erfindung noch nicht reif: Gutenberg bekam zu wenige Aufträge und musste wegen finanzieller Schwierigkeiten seine Druckeinrichtungen verkaufen.

7. Rätsel
8. Rätsel: Was bedeutet 01001100 01001111 01010011?

In der Folge jedoch revolutionierten der Buchdruck und die Ablöse des Pergaments durch das viel billigere Papier die Buchproduktion. Bücher waren nun für weite Kreise der Bevölkerung erschwinglich und die Nachfrage stieg enorm. Der Buchdruck breitete sich rasant über ganz Europa aus und die Bücherproduktion stieg stetig an. Bücher sind aus unserer Kultur nicht mehr wegzudenken und all das wäre nicht ohne dem starken Wunsch der Menschheit gesprochene Sprache mit ihren Händen "festzuschreiben" möglich gewesen.

9. Rätsel: Schreibe eine Email mit einer kurzen Botschaft in deiner Lieblingsgeheimschrift an: schriftgeheimnis@web.de und erhalte das 9. Lösungswort!

Danke, dass du diese spannende Reis mit uns gegangen bist! Wir hoffen du hast viel Neues gelernt und viele tolle Geheimschriften knacken können!

Diese Website ist als Endresultat eines gemeinsamen Schrift-Projekts für den 68. Europäischen Wettbewerb entstanden von der Klasse 7c am Louise-Schröder-Gymnasium unter der Leitung von Susi Nagele www.susinagele.com

Danke an die Medienbox der PI München für das spannende Escape Game.

Created By
7c LSG München c/o Susi Nagele
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Credits:

Erstellt mit Bildern von janeb13 - "bison cave of altamira prehistoric art" • mzmatuszewski0 - "ancient sumerian assyrian" • Barthwo - "hieroglyphics egypt historically" • RichardMc - "mandarin sign writing" • Donations_are_appreciated - "aztec pre columbian mexico" • SCAPIN - "pompeii latin roman" • M-CARLOS - "cesar roman statue" • stux - "letters lead lead characters"