Seit Wochen freuen wir uns auf unseren Jahresurlaub. Geplant haben wir wenig, aber wir freuen uns riesig. Der grobe Plan ist einen Tour von Italien nach Kroatien, über Montenegro bis Albanien. Auf dem Weg dorthin sind noch drei Fototermine fällig - Vitalpina Hotel Waldhof Partschins, Falkensteiner Lido de Jesolo und der Premium Campingplatz von Falkensteiner in Zadar (Kroatien).
2021-09-18 Samstag
Weil wir heute nicht wirklich Stress haben, frühstücken wir ganz entspannt mit unseren Kindern, packen die letzten Sachen ins Wohnmobil und verteilen Aufgaben und „Benimm-Regeln“. Bei so einer langen Reise fällt es besonders schwer in der heutigen Zeit „loszulassen“. 12:45 Uhr starten wir dann in Richtung Süden. Wir wollen noch pünktlich im Hotel Waldhof zum Abendessen ankommen, also fahren wir zügig durch. Wir tanken in 🇦🇹 Österreich für 1,319 €/l und weiter gehts. 20:15 Uhr kommen wir dann noch rechtzeitig aber schon im Dunkeln in Partschins an. Wir gönnen uns zum Abendessen eine gute Flasche Wein und genießen unseren Urlaubsstart. Mit Peter vom Hotel besprechen wir die Einzelheiten für den geplanten Fototermin am Montag - hoffentlich findet das Wetter unsere Pläne gut.
2021-09-19 Sonntag
Seit langer Zeit mal wieder unsere erste Nacht im Wohnmobil. Wir haben super geschlafen und wachen voller Tatendrang auf. Erstmal schön gemütlich frühstücken mit frisch gepressten Säften und Brötchen mit ☕️ Kaffee. Das tolle Buffet hat ja einiges zu bieten. Heute ist es, wie es der Wetterbericht bereits vorhergesagt hat, sehr grau und überhaupt nicht italienisch warm und spätsommerlich. Naja, wir beschließen vor dem angekündigten Regen noch eine kleine Wanderung zum Wasserfall zu unternehmen. Schöner Weg mit toller Aussicht. Leider hat der Regen uns dann doch zu früh überrascht. Also in die Regenjacke geschlüpft und schnell zurück. Kein Wasserfall, jedenfalls nicht wie wir uns das vorgestellt haben. Dann gehen wir eben in die Sauna.
Weil wir ja in Zeiten von „Mikrobe“ leben, mussten wir uns für unseren Saunagang anmelden. Nicht einfach so los…das geht nicht. Naja dafür hatten wir richtig schön Ruhe und die Sauna für uns. Den total verregneten Nachmittag verbringen wir mit lesen und „Rummikub“. Das Tages-High-Light brachte dann das Abendessen. Die Küche vom Waldhof ist echt Klasse. Seeteufel und Rinderfilet. Dazu Salate vom Buffet und einen tollen Wein. Es regnet jetzt um 21:45 Uhr immernoch sanft auf unser fahrbares Bungalow und der Fototermin morgen scheint wohl ins Wasser zu fallen.
2021-09-20 Montag
Ein neuer Morgen und ein neuer Tag. Keine Wolke am Himmel und kein Regen, das ist schon mal sehr gut. Weil aber nichts organisiert ist fällt der Fototermin heute aus. Naja. Alles besprochen für Dienstag. Ich hoffe dass das Wetter unsere Pläne für morgen gut findet. Also geniessen wir ganz allein die Sonne am Pool. Auch gut. Vitamin D produzieren :-). 13:00 Uhr haben wir dann doch etwas zu tun. Fototermin für Peter. Dann werfen wir uns wieder in den Pool und geniessen am Nachmittag leckeren Kuchen auf der Sonnenterrasse.
Wir lesen ganz gemütlich und lassen es uns gut gehen. 19:00 Uhr endlich Fototermin. Zwar nur die Bilder in der „Blauen Stunde“ aber der Anfang ist gemacht. Um 20:00 Uhr können wir endlich was essen. Man man man - das rumgesitze macht schon hungrig.😉 Wir schlüpfen jetzt in unser rollendes zu Hause. Morgen früh startet bei hoffentlich gutem Wetter unser Fototermin um 06:30 Uhr.
2021-09-21 Dienstag
Guten Morgen Südtirol. Wir stehen heute besonders früh auf. 06:30 Uhr ist Schluss mit Schlafen. Es hat die ganze Nacht geregnet, aber dafür ist es jetzt wunderbar klar und kein Wölkchen ist am Himmel zu sehen. Kalt ist es aber um die Zeit auch noch. Also bereiten wir mit Peter zusammen den Außenbereich vom Pool vor (Liegen abwischen, Blüten aufkehren, Schirme richten und so Zeugs) und starten unseren ersten Fototermin. Kurz vor 08:00 lässt sich dann auch schon die Sonne blicken. 09:00 haben wir das Wesentliche im Kasten. Auf zum Frühstück, dann warten wir dass Peters Personal die Terrasse schön hergerichtet hat, denn dann kann es weiter gehen. Schliesslich wollen wir heute noch weiter nach Lido de Jesolo. Julia van Deines von Falkensteiner erwartet uns schon.
Es wird dann doch erst 14:45 Uhr als wir loskommen. Aber nicht schlimm, wir haben ja nicht direkt Stress. Wir erreichen Lido di Jesolo gegen 19:15 Uhr. Die Fahrt haben wir über Verona und Venedig genommen - es geht einfach „flüssiger“ über die Autobahn. Kostet zwar 18,-€ aber man fährt gechillter. Ausserdem müssen wir mal die Chemietoilette leeren, was in Roveretto Süd geklappt hat.
Wir haben ein tolles Abendessen mit Merle im „Artigiani“ und dann noch einen Besprechung mit dem ganzen Fototeam. 23:00 Uhr liegen wir dann endlich im Bett. Heute im 5* Premium Designhotel.
2021-09-22 Mittwoch
Shootingtag in Jesolo für Christian - Katja kann gemütlich ausschlafen. Ich starte bereits 06:00 Uhr in der früh aber ist ja Arbeit. Wir kommen gut voran, auch wenn das Wetter nicht so recht mitspielt.
Am Nachmittag hat Petrus mit uns erbarmen und schickt die Wolken weg. Dafür liegen jetzt die Gäste am Pool - Mist…wieder nix mit Bildern im Aussenbereich. Wir hoffen auf den Donnerstag.
2021-09-23 Donnerstag
Wir starten heute etwas später in den zweiten Shooting Tag in Jesolo. Und es ist wieder grau - verdammt. Wir machen das was geht und warten. Damit es nicht so langweilig ist, gehen wir mal einen Blick in die „Shoppingmeile“ werfen. Etwas ernüchternd, für Frauen relativ viel aber für Männer eher sehr dünn. Ein panischer Anruf von Julia, die Sonne bricht durch. Wir lassen das shoppen sein und wetzen die 2km zurück zum Hotel. Tatsächlich die Sonne ist draußen, es kann weiter gehen. Die letzten notwendigen Bilder sind im Kasten. Wir essen noch zu Mittag, ganz chic im Japanischen Restaurant des Hotels. 14:30 Uhr verschwinden wir aus Jesolo und fahren auf die Autobahn in Richtung Zadar. Heute sind noch ein paar Kilometer fällig. Wir kommen im bereits dunklen Zadar um 21:30 Uhr an. Im Finstern suchen wir noch fix einen Stellplatz und fallen ins Bett, heute war echt viel.
2021-09-24 Freitag
Heute ist es wieder Zeit für den nächsten Fototermin. Also um 06:30 Uhr aufstehen. Kurze Nacht aber ist ja bald Urlaub. Katja muss ausserdem zum Zahnarzt - das Implantat macht Probleme. Ebenso ist heute Wiedersehen mit Robert Marković von Falkensteiner, den ich schon vor drei Jahren kennenlernen durfte. Heute gibt er mir seine charmante Kollegin Anne mit an die Hand. Der Termin geht zügig voran und somit sind wir schon gegen 15:00 Uhr fertig. Auch gut - bleibt mehr Zeit zum relaxen.
Der Platz ist schön, sehr gepflegt und noch ganz schön voll. Weil ja heute der Urlaub anfängt gehen wir essen. Gemütliche Grillterrasse mit dem Namen „Punta“ in einem Hinterhof ohne Blick auf‘s Meer oder die tolle Altstadt, dafür aber nahe am Campingplatz.
2021-09-25 Samstag
Endlich Wochenende. Wir stehen kurz vor 08:00 Uhr auf, Christian muss noch Drohnenbilder für Falkensteiner vom Campingplatz machen. Sonst ist heute absolut nichts passiert. Wir waren Vormittag und Nachmittag schön baden, und haben tonnenweise Vitamin D produziert. Wir waren auf Abend noch fix im Supermarkt um Tomaten und Brot zu shoppen, was aber erst im zweiten kleinen Supermarkt geklappt hatte. Das Angebot war etwas zum fürchten.
Zum Abendessen haben wir uns aus den Tomaten und Feldsalat ein hübsches Bruscetta mit Zwiebel und Knoblauch gebastelt. Achjaaa - Biervorräte erfolgreich aufgefüllt mit Karlovačko und Ozujsko. Beides kroatische Biere und sehr lecker.
2021-09-26 Sonntag
Guten Morgen und Auf Wiedersehen Zadar. Da ja heute „Wahltag“ in der BRinD ist, machen auch wir von unserem Wahlrecht gebrauch und entscheiden uns heute „zeitig“ aufzubrechen. Unser Tagesziel ist Dubrovnic. Unser erster Stopp heute ist der Decathlon in Zadar, ich will ein StandUpPaddle (jaaaa…so haben wir auch geschaut - selbst am Sonntag ist hier alles sperrangelweit offen). Und, wer hätte das gedacht, haben die nicht, auch der benachbarte InterSport nicht. Am Meer - ich bin aber auch blauäugig. Also tingeln wir, ohne „SUP“ in aller Seelenruhe die Küstenstrasse NR D8 runter.
Wir essen unterwegs in einer Konoba und erliegen dem Charme der kleinen Autocamps in Drvenik. Wir bleiben im Camp Male Čiste. Sehr kleiner Platz den wir in der Park4Night-App gefunden haben. Hier sind wir knapp neben der Strasse aber man bemerkt die nahe D8 überhaupt nicht. Ganz familiär und supergemütlich. Wir haben direkten Meerblick und nutzen das auch direkt aus. Kaum geparkt springen wir erstmal in die frischen Fluten. Wir geniessen ein kühles Karlovačko und den Blick auf die Insel Hvar. Für heute haben wir keine Lust mehr weiter zu fahren…müssen wir ja nicht. 😊 Morgen geht es weiter nach Dubrovnik, wir sind ganz gespannt auf den Drehort von „Game of Thrones“ - hier wurden die Szenen in „Königsmund“ gedreht. 🥰 Wir sind ja Fans von „GOT“ und wenn man da schon mal in der Gegend ist, dann muss man schon mal schauen.
Wir beginnen die neue Woche ganz entspannt aber früh mit einem Bad im Meer. Nach einem gemütlichen Frühstück packen wir unsere sieben Sachen, will heißen, Tisch und Stühle verschwinden mit dem Wäscheständer in der Heckgarage. Check ob alle Fenster geschlossen sind, moment wir müssen noch bezahlen - 30€ Cash auf die Hand waren uns dieser Stellplatz durchaus wert. Wir sind also startklar. Über die Küstenstrasse geht es weiter in Richtung Dubrovnik.
Unterwegs halten wir ein paar mal um die tollen Ausblicke über die schöne Küste zu geniessen. In der Gegend um Ploče stehen unmengen an Händlern für frisches Obst und Gemüse. Wir halten da natürlich auch an und kaufen Knoblauchzopf und Olivenöl, 5kg Nektarienen, Feigen mit Mandeln - alles zusammen für 20€, geht schon. Die Gegend hier ist wie ein riesiges Flussdelta und scheinbar auch sehr fruchtbar. Man baut auch Wein an, also halten wir auch noch bei „Rizman“ und kaufen Wein - ja bereits in Flaschen ;-) - echt aus Dalmatien.
Gegen Mittag erreichen wir nach knapp 100km unser Tagesziel, den Campingplatz, und zwar den einzigsten in Dubrovnik. Solitudo Sunny Camping by Valamar - der Platz ist „charmant“, etwas in die Jahre gekommen und mit einer gewissen „Patina“, aber ganz okay. Wir ergattern einen der wenigen Stellplätze mit Meerblick und falten unseren Wanderzirkus wieder auseinander. Fix noch Spaghetti mit Tomatensoße und ein Gläßchen von dem Wein (Rosé) von Rizman dazu und dann schlüpfen wir in bequeme Klamotten und machen uns auf den Weg in die echt alte Altstadt von Dubrovnik. Königsmund wartet.
Nach einem Fußmarsch von knapp 4 km sind wir da. Den Bus wollten wir wegen dem Maskenquatsch nicht nehmen. Viele Menschen und ganz touristisch orientierte Preise haben die hier ja. Für einen Spaziergang über die Stadtmauer will man hier für 2 Erwachsene 400KN - das sind knapp über 50€ - hallo - ich will die nicht kaufen. Also schlendern wir durch die verwinkelten und engen Gassen und trinken ein Bier und schauen uns den weltberühmten Drehort, von Teilen der Serie „Game of Thrones“, halt von aussen an - kostet nur 90KN 😊. Wir haben Hunger und „Heimweh“ - zack noch schnell im Supermarkt vorbeigehuscht und 4km zurück zum Camper gelaufen. Es gibt Wein mit Brot und Käse, sowie Tomaten mit Zwiebel und Knoblauch, das neue Olivenöl testen wir auch. Ohjee…die Mücken machen heute einen großen Bogen um uns. Gute Nacht ihr lieben lesenden Seelen da draußen 😉 (geklaut und umgebaut), morgen geht es nach Montenegro, geplant ist es schon, also fix ins Bett.
2021-09-28 Dienstag
Wir sind zeitig wach und stellen fest, dass heute nicht das super mega Wetter ist. Leicht bewölkt, aber schon am Morgen ca 25°C - super zum fahren. Wir frühstücken eine handvoll Mandarienen und Kaffee. Noch fix bezahlen wir die 214,05 KN (29,-€) für die Nacht, entsorgen ordentlich unseren Müll und los geht es nach Montenegro. Die Bucht von Kotor wartet. Wir haben uns einen Stellplatz am Wasser ausgesucht und sind gespannt.
Wir passieren heute die Grenze nach Montenegro. Kein Test, kein Tamtam. Covid? Recovered! Ah okay alles klar, Zettel brauchen wir nicht. Supi. Erstmal tanken in Montenegro - wir freuen uns über 1,24€/l was heutzutage ja billig ist. Weiter in Richtung Herzeg Novi - hier wollten wir eigentlich mal halten, aber so recht haben wir keine Lust. Wir fahren die Panoramastrasse an der Bucht von Kotor entlang. Wir halten noch am Supermarkt und kaufen das Notwendigste und die lokale Köstlichkeit >> Kajmak<< - so ne Art Streichkäse, da stand was mit 75% - ich denke die meinen hoffentlich nicht Fett. Wir erreichen gegen 12:00 Uhr unser Ziel, das Autocamp Naluka. Hübscher kleiner Platz nahe der Strasse, dem Supermarkt, Strand, Restaurant, Fluss, Meer und Berge. Mega. Alles was das Camperherz begehrt ohne viel Schnick & Schnack. Wir essen erstmal Mittag und testen den Kajmak.
Verdammt ich glaube die haben mit 75% doch das Fett gemeint. Zweiter Nachteil, wir sind sofort abhängig. Der schmeckt so unverschämt lecker mit Knoblauch, Tomate und Zwiebeln. Frisch gestärkt schleppen wir uns mit einem Bier an den Strand und dösen. Später kommt ein kleiner Hund vorbei und findet uns als Spielkameraden ganz lustig. Am Abend machen wir uns bissl hübsch, so mit duschen und Jeans und Parfüm und so, und gehen Essen. Lokale Köstlichkeit - Käse und Schinken mit Honig. Das ist die Vorspeise. Als Hauptgang lassen wir uns gegrillten Tintenfisch mit Gemüse schmecken. Damit wir den Spaß nicht trocken runterwürchen müssen gibt es einen Chardonay aus Montenegro dazu. Pappsatt sitzen wir 20:30 Uhr wieder am Camper. Mal sehen was morgen so passiert.
2021-09-29 Mittwoch
Wir buseln heute lange im Bett rum, uns treibt ja nix. Wir frühstücken gemütlich am Wasser. Wir entscheiden uns heute für eine E-Bike-Tour. Die Fahrräder müssen noch laden, also geniessen wir die Landschaft und die Sonne. Gegen 10:30 Uhr schwingen wir uns auf die Räder und radeln ca. 9km stetig bergauf. Koomot ist hier mit Touren etwas ratlos, man kann quasi Routen vorlegen. Unser Ziel ist eine klitzekleine Kirche in den Bergen. Als wir vor Ort ankommen rasten wir kurz, lassen uns von Hunden anbellen während wir unsere Mandariene und einen Energyriegel knabbern und beginnen den Rückweg - quasi 9km bergab, ich glaub die Bremsen sind durch 😂. Den Rest des Tages lümmeln wir am Camper rum und gehen abends in die Konoba „Sutvara“ - ganz gemütlich an einem kleinen Flüsschen. Es gibt Risotto mit Garnelen und Muscheln mit Brot. Wir lassen den Tag bei einem Glas Wein und dem zirpen der Grillen ausklingen. Gehabt euch wohl - Katja und Christian.
2021-09-30 Donnerstag
Wir wachen heute gut gelaunt auf, das Wetter ist Spitze um 07:30 Uhr. Wir frühstücken gemütlich vor unserem Camper in Morinj. Die E-Bikes sind über Nacht komplett geladen und warten auf den nächsten Einsatz. Wir „fachsimpeln“ noch mit dem Ehepaar aus Pirna, die neben uns stehen, und lassen uns Tipps für Montenegro und Albanien geben. 09:30 Uhr fahren wir los. Vorher zahlen wir noch 40€ für 2 Nächte, was total okay für diesen Platz ist. Der erste Stopp des Tages auf unserer Route in den Süden von Montenegro, ist Kotor. Die Bucht ist der südlichste Fjord Europas, will aber erst noch umfahren werden. Wir haben viel über diese Stadt gelesen - also müssen wir hin. Eine wunderschöne Altstadt mit kompletter Stadtmauer und vielen kleinen Geschäften und engen Gassen ist schon reizvoll. Teils sind die Gassen keine zwei Meter breit, war halt früher so. Wir kaufen lokales Obst, Rakij und Käse.
Der nächste geplante Stopp ist Budva, es schüttet wie aus Eimern, da fahren wir in der Hoffnung auf weniger Regen eben weiter. Noch fix im Supermarkt gehalten und Essen geholt. Gegen 14:30 Uhr erreichen wir den Süden Montenegros in Ulcinj. Superbreiter Sandstrand und warmes Meer erwarten uns. Der Campingplatz ist so „naja“, kostet dafür aber auch nur 18,40€/Nacht. Dusche klein, Wasser aber schön warm. Wir gehen baden und geniessen den Nachmittag. Den Tag lassen wir mit frischem Gemüse, Rakij und Bier ausklingen. Morgen geht es nach Albanien, das erste Ziel ist Shkodra. Dort soll ein toller Stellplatz sein, direkt am Skutarisee, dann sind die Albanischen Alpen auf dem Plan. Gute Nacht ihr Lieben, wir lassen von uns lesen.
2021-10-01 Freitag
Wir verlassen heute Ulcinj. Der Platz ansich geht, aber wir wollen endlich Albanien sehen. 08:30 Uhr rollen wir vom Platz. Schnell erreichen wir die Grenze, warten kurz und ohne Probleme können wir passieren. Unsere „Genesenen-Zertifikate“ werden kurz bewundert aber sie scheinen zu passen. Wir fahren einmal quer durch Shkodër und man muss schon ganz schön aufpassen, tiefe Gullideckel, Querrillen, hecktischer Verkehr, Radfahrer und quirllige Fußgänger buhlen um Aufmerksamkeit. Auffällig ist tatsächlich, dass hier quasi jeder Zweite einen Mercedes fährt. Stand so schon im Reiseführer, aber lustig wenn man es live sieht. Kurzer Schreck als wir in die Zufahrtsstraße zum Camping Resort Shkodër einbiegen - einzigste Zufahrt gesperrt, weil die Straße gebaut wird. Wir sollen einfach draufzufahren und an der Seite warten bis die Straße an uns vorbeiverlegt wird. Ich nutze die Wartezeit und pflücke Hagebutten, die werden getrocknet und zuhause zu Vitamin-C-Pulver verarbeitet. Die Jungs sind recht zügig und so können wir die letzten Meter auf der frisch verlegten Straße zurücklegen. Ja, der ganze Teer klebt jetzt am Auto - mist - irgendwas ist ja immer.
Der Platz ist sehr schön, kostet 17€/Nacht. Wir finden einen tollen Stellplatz in Wassernähe unter einem Weinrebendach. Wasseranschluss direkt am Platz und Strom. Der Skutarisee ist schön und wir haben einen tollen Blick auf die Berge. Den Nachmittag vertrödeln wir am Strand, Bierchen dazu und Aperol Spritz - beides für 5,50 €, das passt gut. Abendessen gibt es in der Strandbar - Seafood-Platte und Wein. Heute werden wir nicht alt, 21:00 Uhr gehen uns die Lichter aus.
2021-10-02 Samstag
Das Wochenende - ohjaaa endlich Wochenende - beginnt windstill und mit stahlblauem Himmel. Der Skutarisee changiert vor uns in einem schönen hellblau. Wir frühstücken Kaffee mit Feigen und entschließen uns das Frühstück durch den Erwerb eines Weissbrotes zu erweitern. 1,-€ für ein ganzes Brot. Oh mann. Wir packen bisschen was zusammen, weil wir heute mit den Rädern an die Mesi-Brücke radeln wollen. Badesachen, Wasser und Nektarienen. Los gehts um 10:00 Uhr. Wir radeln am Stadtrand von Shkodër entlang in das entlegene Tal wo sich die Mesibrücke befinden soll. Unterwegs ich unglaublich viel Müll, echt überall - man wirft hier alles was nicht gebraucht wird in die Landschaft, traurig aber real. Teils wird der Müll mitten auf dem Feld verbrannt, sieht dann besser aus aber stinkt nur noch mehr. Da sind wir massiv verwöhnt, und hier sieht man dann dass es wohl in der Welt nicht daran liegen kann dass die Deutschen Plastikstrohhalme benutzen (die man wirklich nicht braucht).
Anhand des furztrockenen Flussbettes realisieren wir dass wir die Badesachen wohl umsonst mitgenommen haben. Aber Adlerauge sei wachsam - vielleicht ist der Fluss zwar hier trocken aber vielleicht ist er das in Richtung seines Ursprunges ja nicht. Also weiter geht es in die Berge und tatsächlich finden wir Wasser. Nachdem wir weitere 20km in ein wunderschönes Tal gefahren sind haben wir es unter einer Brücke gefunden. Kurze Rast in der Sonne und zurück. Unterwegs haben wir eine kleine Gaststätte gesehen, da wollen wir was trinken und essen. Okay wir trinken nur was - Geld vergessen. Aber für zwei Euro bekommt man ein Bier und ein Wasser. Am Campingplatz zurück pfeifen wir uns ne Pizza rein und lümmeln den Rest des Tages in der Sonne. Den lauen Abend lassen wir bei einem - oder zwei - Glas Wein ausklingen.
2021-10-03 Sonntag
Wir verlassen unseren Stellplatz zeitig am Morgen, da wir total neugierig auf Bogë sind. Die Strasse schlängelt sich ins Tal hinein und so erreichen wir recht zeitig gegen 11:00 Uhr den geplanten Stellplatz, das „Bogë Alpin Resort“. Der Name ist etwas hochtrabend aber es ist schön hier. Wir sind offenbar die einzigsten Gäste hier, alle anderen fahren rüber nach Theth in den Nationalpark. Wir haben gehört, dass die Schotterpiste befestigt wurde. Mit Teer und so…wir schwingen uns auf die Fahrräder und schauen uns das mal an. Wir radeln eine anderthalbe Stunde stetig bergauf und erreichen den Pass am Maja Buni i Thores. Siehe da die Strasse ist niegelnagelneu. Super, da können wir uns morgen mit dem WoMo rübertrauen. Früher ging das nur mit 4x4-Fahrzeugen (der steht zuhause). Also zurück zum Camper, dort check ich erstmal die Bremsbeläge an den Fahrrädern, lange halten die nicht mehr, wenn man 15km bergab fetzt. Wir dösen noch bischen und gehen 18:00 essen. 15€ für zwei Personen mit ½ Liter hausgemachten leckeren Wein (richtig wie früher, trüb und mit Satz von den Trauben), Risotto mit Gemüse für Katja und Salat mit Kartoffeln und Lamm für Christian. Zum Schluss noch hausgebrauten Raki. Wir hocken noch rum und da kam doch eine handvoll Katze angemauzt, konnte ich nicht widerstehen, die Kleine hat sich wohlgefühlt und ist auf mir eingeschlafen. Dann noch unser erster albanischer Stromausfall, alles zappenduster. Wir gehen zurück zum Camper und spielen noch zwei Partien Rummi. Um 21:00 gehen uns dann auch die „Lichter“ aus.
2021-10-04 Montag
Da wir gestern zeitig zu Bett sind, waren wir heute Morgen natürlich auch zeitig wach. Wir trinken nur fix ein Käffchen und geniessen den stahlblauen Hinmel und die Aussicht. 08:45 starten wir in Richtung Thethi-Nationalpark. Wir brauchen eine dreiviertel Stunde bis hoch zum Pass und über eine Stunde runter ins Tal des Thehti-Nationalparks. Der anvisierte Campingplatz existiert nicht mehr, also suchen wir uns zu Fuß einen neuen. Gibt ja hier ein paar. Wir werden fündig, aber doll ist der nicht. Toilette echt mies und sonst nix ausser Aussicht. Stromanschluss ist da - geht aber nicht, also im Preis runterhandeln. Naja 10€/Nacht geht. Wir frühstücken gemütlich und wandern hinaus ins Tal. Eine echt fantastische Natur ist hier, nur leider fällt den Albanern dauernt der Rest ihres Proviants aus den Händen, leere Dosen und Tüten verzieren mit abwechselnder Farbigkeit den Wegesrand. Wir dösen im Flussbett und baden an einem kleinen Bachlauf. Herrlich. Auf dem Rückweg schlürfen wir unseren ersten albanischen Kaffee, eigentlich wie türkischer. Am Camper zurück erledigen wir den Tagesaufwasch. Katja jammert 17:30 bereits dass sie Hunger hat, wird wohl heute noch zeitiger mit Essen.
Punkt 18:00 Uhr stehe ich mit meiner hungrigen Frau in der Gaststätte - der junge Wirt weisst uns daraufhin, dass es erst wie bereits am Morgen angekündigt um 19:00 Uhr Essen gibt. Zack sind wir wieder draussen am WoMo. 18:30 kochen wir uns dann eben einfach selber Spaghetti „Aglio Olio“ und machen uns eine Flasche Rotwein auf - Vrnac heisst er und kommt aus Montenegro. Schön dunkel und lecker.
2021-10-05 Dienstag
Erwachen im Thethi-Nationalpark. Wir machen nicht lange rum und starten gleich früh 07:15 Uhr. Der frühe Vogel…fährt erstmal 22 Kehren den Berg hoch, genießt am Pass die wunderbare Aussicht und trinkt einen Kaffee nach albanischer Art. Wie türkischer Kaffee aber in albanischer Tasse. Es geht weitere 21 Kehren wieder nach unten, vorbei an Bogë und in Richtung Shkodër. Am Straßenrand beratschlagen wir und entscheiden uns für die Richtung über die SH1 zur Grenze nach Montenegro. Grenzkontrolle, alles gut. 100 Meter weiter werden wir rausgewunken, nochmals Perso und Fahrzeugpapiere, zum Glück nicht den Führerschein, der liegt zu Hause im Ford. Aussteigen und einmal komplett dem Grenzer den Camper zeigen, er sucht nach großen Paketen Koks und Gras, sagt er. Kurzer Smalltalk über das Auto, das Wetter und wo wir hin wollen. Gute Weiterfahrt bekommen wir wirklich freundlich mit auf den Weg.
Weiter geht es über Podgorica, Danilovgrad, Nikšić in Richtung Dormitorgebirge. Hinter Jasenovo Polje verlassen wir die M-18 in Richtung Šavnik bis nach Zabljak. Wir wollen auf den Stellplatz „Camp Kod Boce“. Unterwegs finden wir am Straßenrand eine hübsche Gaststätte, Lamm haben sie leider nicht, ist alle, aber dafür ein gebirgsgewaltiges Dormitorsteak für 9€, Essen gehen ist hier für unsere Verhältnisse günstig. Katja muss dauernd auf die Hütte, Blasenentzündung. das baden im kalten Bergbach gestern ist ihr auf die Blase geschlagen. In Zabljak suchen wir ne Apotheke und werden fündig. Kräuter werden verschrieben und das Internet hält gute Tipps bereit: Rotwein kochen mit Honig und Pillen von Hildegard von Bingen (das hilft und wird morgen besser sein). Ankunft im Camp Kod Boce gegen 16:00 Uhr. Wir sind wohl die einzigsten hier, die auf diese Idee kommen, also stehen wir heute volle quer über den Platz ganz alleine. Essen fällt wegen des doch mächtigen Dormitorsteaks aus.
2021-10-06 Mittwoch
Wir wachen gegen acht Uhr auf und es regnet. Wir schlürfen Kaffee und es lässt langsam nach, der Regen. Wir überdenken den Tagesablauf und entschließen uns zum Aufbruch. Ausschlaggebend waren die kleinen Wolkenlücken und die verheißungsvollen Sonnenstrahlen. Wir duschen noch fix und erledigen den lästigen Aufwasch, Strom trennen und Auffahrkeile weg, dann kann es losgehen.
Unser erstes Tagesziel ist die Tara-Brücke. Uns erwartet, nach einer kurvenreichen Abfahrt, ein super Blick auf ein gigantisches Tal - mit Tara-Brücke. Wir spazieren einmal rüber und nüber und sind schwer beeindruckt. Wir fahren wieder zurück in Richtung Zabljak, hier soll uns ein weiterer Teil der „Panoramic Route N°1“ zur Taraschlucht im Dormitorgebirge bringen. Die Straße beginnt quasi einspurig und wird in ihrem 50 km langen Verlauf auch nicht wirklich breiter. Die Strasse ist so breit wie eine Kuh lang. Katja sagt: „…das ist wie Bergsteigen, nur eben mit Wohnmobil.“ Auf der echt abenteuerlichen Strecke kommen uns ausser zwei Bikern niemand entgegen, zum Glück, Platz zum ausweichen ist hier nicht wirklich. Wir genießen wunderbare Ausblicke, Katja produziert literweise Angstschweiß und reißt fast die Haltegriffe ab. Sonst schön und das Wetter spielt auch mit. Auf einem Hochplateau finden wir eine kleine Gaststätte die noch geöffnet hat und fragen nach Lamm, das soll hier eine lokale Köstlichkeit sein und wird überall angepriesen - hat aber keiner, auch hier nicht. Also die letzten Serpentinen runter ins Tal zur M-18 wieder Richtung Nikšić (wo das einzigste aber echt gute Bier Montenegro´s gebraut wird).
Ein weiterer Versuch auf der Suche nach Lamm wird von Erfolg gekrönt, wir stoppen an der M-18 kurz vor Miločani an einer Gaststätte „Floyd - Food Factory“. Es gibt Lamm und einen Stellplatz für die Nacht (15€/Nacht - happig). Wir essen heute recht zeitig und sehr gut, Lamm mit gebackenen Kartoffeln, hausgemachtes Brot und einen tollen Salat dazu für 29€ mit ein paar Bierchen dazu. Es regnet übrigens immer noch wie dumm, morgen soll es dann hoffentlich besser werden.
2021-10-07 Donnerstag
Guten Morgen Regen. Und es ist nicht weniger geworden. Wir brechen nach einem Kaffee auf und verlassen den Garten an Floyd‘s Food Factory. Zwei Hunde haben bei dem Mistwetter unter unserem Camper übernachtet und sind von unserer Abreise etwas enttäuscht. Unser heutiges Tagesziel heisst SONNE. Wir fahren in Richtung Nikšić und biegen dort auf die M-6 und kurz vor Vilusi geht es links auf die R-11. Bei Donji Morinj stossen wir auf die M-2 an der Bucht von Kotor. Der Stellplatz hier, vom 30.09. das Autocamp Naluka, ist inzwischen leer und das Schild „Sorry- we are closed“ weißt auf die bevorstehende Winterruhe hin. Es geht weiter in Richtung Herzeg Novi und kurz vor der Grenze in Igalo werden Lebensmittel nachgefüllt. Wir passieren problemlos die Grenze von Montenegro nach Kroatien. Es regnet. Inzwischen ändern wir das Ziel von Sonne auf den Ort Orebić auf der kroatischen Halbinsel Pelješac. Pelješac ist quasi komplett Wein und Olivenanbaugebiet - wir sind also schonmal richtig. Pläne für Radtouren werden geschmiedet. Wir statten kurz der verregneten Stadt Ston einen Besuch ab und verleihen dem Regenschirm seine Daseinsberechtigung. Es giesst wie aus Eimern. Also weiter zum Campingplatz „Camp Lavanda“. Der Platz ist steil und wir wollen erst einen Platz am Meer, weiter oben sieht man aber besser - also dann in der goldenen Mitte.
2021-10-08 Freitag
Wir frühstücken und bekommen Gesellschaft, drei Junge Katzen spielen ihren Charme aus - wir erliegen. Wir lassen uns Buttersemmel „abschwatzen“. Uns schwahnt, dass das wohl nicht so richtig gut ist für die Kleinen. Wir holen uns Rat bei Jana, die Katzenspezialistin empfiehlt Huhn. Wir satteln die Räder und fahren vor nach Orebić in den Supermarkt und erwerben also Huhn. Am Abend gehen wir ins Strandrestaurant Fischplatte essen. Danach füttern wir die Kätzchen.
2021-10-09 Samstag
Das Wetter ist heute weiterhin kalt und regnerisch. Wir wollen aber Sonne. Wir wälzen die Wetterberichte und beschliessen abzureisen. Wir füttern nochmal die drei Kätzchen, die schlingen schneller als man das Huhn an der Supermarktkasse zahlen kann. Wir freuen uns, und die dreisten Drei denk ich auch. Ich überlege kurz ob Katja es merkt wenn ich die drei Fellbündel mitschmuggel. Wir verlassen gegen 10:00 Uhr dem Campingplatz und brechen auf, in Richtung der Insel Cres. Wir wissen dass wir die Strecke nicht an einem Tag schaffen und wälzen die Park4Night-App. Wir finden am Abend ein Restaurant mit kostenlosem Stellplatz und essen dort Lamm mit Mangold und Kartoffeln. Wir fahren doch noch ein Stündchen und stranden an einem verlassenem Hafen kurz hinter Zadar. Es stürmt inzwischen derartig dass wir Angst haben das uns das WoMo über Nacht umkippt. 9 km weiter stürmt es immernoch, aber wir finden Zuflucht im Windschatten einer kleinen Bude auf dem kostenlosen Stellplatz kurz vor Starigrad.
2021-10-10 Sonntag
Wir haben sehr unruhig geschlafen, es hat die ganze Nacht wie verrückt gestürmt, und so verlassen wir Punkt 07:00 Uhr unseren Stellplatz und brechen auf. Noch schnell einen Kaffee gekocht - dafür muss Zeit bleiben. Heute haben wir Termine, also los. Das Navi sagt drei Stunden für 210km. Um 10:45 geht die Fähre von Valbiska auf der Insel Krk nach Merdag auf der Insel Cres. Wir fahren die wunderschöne Küstenstrasse N°8 nach Norden und geniessen tolle Blicke auf die Inseln Pag und Krk. Es stürmt noch immer wie verrückt, dass es teilweise schwer ist die Kiste auf dem Asphalt zu halten. Pünktlich um 10:25 Uhr kommen wir am kleinen Fährhafen in Valbiska an. Fix bezahlen wir 245kn (38,-€) und rauf auf den Kutter. Kutter ist gemein, es ist schon ein grösseres Fährschiff. Wir erreichen nach circa 25 Minuten und recht ruhiger See den Fährhafen Merdag. Noch 10km und wir sind auf dem Campingplatz „Camping Kovacine“. Wir suchen uns einen schönen Stellplatz raus, das ist leicht, da der Platz nur noch zu ⅓ belegt ist. Gelb/17 ist unser Favorit, nicht weit zum Strand, falls das Wetter wieder „Badetemperaturen“ annimmt, und in Toiletten/Sanitärnähe. Die Sonne scheint noch so leidlich. Wir schmeissen erstmal eine Spaghetti ins Wasser und 15 Minuten später gibt es „A Rabiata“. Die Sonne ist inzwischen hinter Schleierwolken - wir holen die Kuscheldecken und die Bücher raus und dösen in den Nachmittag. Katja holt Schlaf nach. 16:00 Uhr kochen wir uns ein wärmendes Käffchen. Wir schlendern am Strand rum und laufen nach Cres in die Stadt. Wir kommen nicht an einer Pizzeria am Hafen vorbei, also gibt es heute Abend Pizza mit Oziusko (kroatisches Bier). Fix zurück ins geheizte WoMo, es sind herbstliche 11°C draussen. Wir machen es uns mit Tee und Rakija gemütlich.
2021-10-11 Montag
Es ist zum verzweifeln, wir wachen bei Regen und gemütlichen 11°C auf. Okay, da kann die „Terrassengarnitur“ in der Heckgarage bleiben. Wir frühstücken etwas betreten drinnen. Der Wetterbericht verheisst nichts Gutes für heute, es soll regnerisch bleiben, verdammt wir wollten Badeurlaub mit Sonne und so. Wir lümmeln im WoMo und lesen den ganzen Tag. Am Nachmittag halten wir es nicht mehr aus, die Beine kribbeln schon und wir laufen am Strand zum Hafen von Cres und essen ein Eis. Wenn es morgen nicht besser wird verschwinden wir hier, na mal sehen…
2021-10-12 Dienstag
Der Morgen auf der Insel Cres begrüßt uns mit sehr wenigen Wolken. Dies wissen wir zu würdigen, zumal sogar die Sonne herausspitzelt. Wir schlüpfen 08:30 Uhr in unsere Badeklamotten und springen ins Meer, brrr…wie das auf der Haut prickelt, ist schon recht frisch. Wir gehen fix heiß duschen und ich koche schonmal Kaffee - die Dame des Hauses braucht mit fönen für den Morgenputz etwas länger. Wir trinken Kaffee und essen ein gefühltes Kilo Mandarienen. Sehr lecker. Da es heute schön zu werden scheint, hol ich die Fahrräder aus der Heckgarage und los geht es in Richtung Lubenice. Ein kleines fast verlassenes Bergdörfchen, das wollen wir uns mal anschauen. Wir radeln fast 2h stetig bergauf auf 350m ü. NN, insgesamt sind 800 Höhenmeter zu bewältigen auf 21,3 km. Lubenice ist tatsächlich fast verlassen, bis auf wenige Einwohner um eine kleine Kirche und eine jetzt geschlossene Konoba (Kneipe auf Kroatisch) herum. Wir haben einen tollen Ausblick auf die Insel Cres und die herannahenden Wolken, es zieht sich wieder zu und es wird kühler und windig. Wir treten den Rückweg an, diesmal über einen schotterigen Waldweg, hier wissen unsere Fahrräder wofür sie gebaut wurden - wir wünschen uns hier das erste mal ein vollgefedertes Rad (wer cooler sein will sagt „Fully“). Auf dem Campingplatz ist eine kleine Pizzeria, dort schauen wir vorbei und essen zu Mittag, um 15:00 Uhr - vegetarische Pizza für Katja und Čevapčići mit Pommes und Salat für Christian. Anschließend lassen wir uns vom Wirt seinem Kumpel einen Liter Olivenöl aufschwatzen, soll hier auf Cres wohl besonders gut sein - schauen wir mal. Zurück am WoMo huscheln wir uns in unsere Kuscheldecken und lesen, bis die ersten Regentropfen uns nach Drinnen vertreiben.
Achja in eigener Sache: wenn ihr euch wundert was das für ein Button ganz unten mit dem Herz ist - das ist der „LIKE-BUTTON“ - den kann man kostenfrei benutzen und der „Autor“ freut sich 😉.