Ostseekreuzfahrt mit der AIDAaura Tag 5 - Helsinki
Nach den bewölkten Tagen in Tallinn und St. Petersburg erwartete Helsinki uns mit einem strahlend blauen Himmel. Fotografisch gesehen eher suboptimal, da es bei so harten Licht schwierig ist, gute Bilder zu machen. Aber anders gesehen war das ein guter Grund den Tag und die Stadt mehr zu genießen und die to-do-Liste mit Sehenswürdigkeiten einfach in die Ecke zu werfen. Gesagt getan, als wir von Bord waren liefen wir einfach auf das nächstbeste sichtbare Ziel zu, die Uspenski-Kathedrale. Allerdings war der erste Stop eine nahegelegene Schaukel, bei der man im Hintergrund noch die AIDAaura sehen kann. Und auch an der Uspenski-Kathedrale gab es einen Spielplatz, so dass ich etwas mehr Zeit für Aufnahmen hatte. Die Besichtigung der Kathedrale ist kostenfrei und so hab ich auch noch einen Blick auf die Ikonostase und den Dom von innen werfen können. Der Innenraum ist sicherlich nichts gegen die Peter-und-Paul-Kathedrale, trotzdem ist sie sehr schön und vor allem typischer für ein orthodoxes Gotteshaus. Von außen hat mich die Kathedrale sehr an das Haus von Gru erinnert (das ist der Boss der Minions), ich erwähne das nur, weil ich offenbar nicht der Einzige war (Hallo Sven ;) ).
Neben der Uspenski-Kathedrale überragt auch der Dom von Helsinki (Suurkirkko) vieles und ist schon von weitem zu sehen. Die Suurkirkko ist zum Teil durch die Isaaks-Kathedrale in St. Petersburg inspiriert worden und daher dominiert die Kuppel des Doms auch so stark. Dieses Gebäude war unser nächstes Ziel und der Weg dorthin führte über den Hafen und den Kauppatori-Platz. In diesem Teil des Hafens starten viele Ausflusgsboote und ein Shuttle zu den Schären, die auch einen Besuch wert sind. Auf dem Kauppatori-Platz befindet sich, mitten in einem Brunnen, die Statue Havis Amanda vom Künstler Ville Valgren. Sie stellt eine Meerjungfrau dar, die nach Valgren die 'Verkörperung Helsinkis, der Tochter der Ostsee' ist. Besondere Bedeutung hat sie für die Studenten Helsinkis, die jedes Jahr zum Vappu (finnischer Feiertag am 1. Mai) die Statue waschen und ihr eine Studentenmütze aufsetzen. Ein weiterer studentischer Brauch ist es wohl, die Statue zu küssen ohne nass zu werden. Auf jeden Fall war Feena auch sehr begeistert von diesem Brunnen und mir gelangen einige sehr schöne Bilder, einzig das Licht hätte etwas weniger hart sein können ;) .
Vom Kauppatori-Platz ist es nur ein Katzensprung zum Senatsplatz, an dem sowohl der Dom (Mitte), als auch das Hauptgebäude der Universität Helsinki (links) und das alte Senatsgebäude (rechts), dem Sitz der finnischen Regierung, liegen. Mitten auf dem Platz steht ein Denkmal von Zar Alexander II., der als sehr finnlandfreundlich galt.
Der Dom ist riesig, das sieht man vor allem wenn man die Menschen davor mitfotografiert und nicht wartet bis alles leer ist. So eindrucksvoll der Dom von außen ist, so langweilig ist er von innen, typisch protestantisch sieht man innen einen Haufen Bänke und einen unspektakulären Altar sowie eine Kanzel. Dafür ist der Senatsplatz ein schöner Spot für Streetfotografie, gerade die große Treppe (Thomas Leuthard und Paddy lassen grüßen ;) ).
Nach dem Senatsplatz sind wir erstmal etwas ziellos umher spaziert und dann irgendwie am Hauptbahnhof gelandet. Über den großen Platz vor dem Bahnhof zog es aber gewaltig, so dass uns und vor allem Feena kalt wurde. Wir beschlossen zurück zum Hafen zu gehen und die anderen Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die Felsenkirche, einfach links liegen zu lassen.
Bereut haben wir das nicht, natürlich auch, weil wir schon den dritten Tag Sehenswürdigkeiten hinterhergejagt sind, aber vor allem weil wir so mehr Zeit hatten uns Helsinkis Einkaufsstraßen und die Esplanadi anzuschauen und zu genießen. Die Esplanadi sind zwei Parallelstraßen mit Park dazwischen und werden oft einfach Espa genannt. Hier ist es sehr lebhaft und vor allem warm, da alles sehr windgeschützt ist, und wir haben hier eine längere Zeit verbracht.Der Espa führt übrigens wieder zum Kauppatori-Platz und von hier ist man dann auch schnell wieder zurück am Schiff.
Zurück an Bord haben wir dann noch das Offiziers-Cocktailshaken mitgenommen, um uns gebührend von Helsinki zu verabschieden. Die Ausfahrt durch die Schären haben wir dann aber vom Balkon aus genossen. So langsam ging unsere Kreuzfahrt schon wieder zu Ende, nur noch ein Seetag und ein Besuch in Kopenhagen lagen vor uns.