Erfahrung an der Universidad de Granada, Spanien Meggy Kalisch
Mit schlechten Spanischkenntnissen und einer Menge Unsicherheiten ging es für mich im Wintersemester 21/22 nach Granada. Kaum war ich angekommen, hatte mich die Stadt mit ihrem fröhlichen, spanischen Flair, dem wunderschönen Wetter und monatelangem Sonnenschein in ihren Bann gezogen. Durch Erasmus Organisationen, welche ausländische Studierende betreuen, und deren Veranstaltungen habe ich mich schnell mit anderen Menschen aus ganz Europa vernetzt.
In Granada selbst gibt es viel zu entdecken, die Stadt schaut auf eine spannende Geschichte zurück. Da ist vor allem die Alhambra zu nennen, eines der eindrucksvollsten Bauwerke maurischer Kunst. In Granada habe ich einen einzigartigen Mix aus arabischer und spanischer Kultur erlebt.
Durch die Berglage der Stadt gibt es tolle Aussichtspunkte.
Aber auch die umliegenden Orte laden zum Verweilen ein: der nahgelegene Strand in Salobreña (ca. 1h mit dem Bus) beispielsweise aber auch traumhafte Städte wie Cádiz, Córdoba, Sevilla oder Ronda. Besonders eindrucksvoll war für mich der Caminito del Rey, welcher lange als einer der gefährlichsten Wege der Welt galt. In Andalusien gilt allerdings: die gesamte Region ist einfach magisch. Ich würde immer wieder dorthin zurückkehren.
Obwohl ich zu Beginn dachte, ich würde nie Spanisch lernen, hat sich diese Einstellung schnell geändert. Durch den täglichen Kontakt mit meiner spanischen Mitbewohnerin haben sich meine Sprachkenntnisse immens gebessert. Ich spreche sicher, kann sogar Bücher auf Spanisch recht gut verstehen. Vor allem in dieser Hinsicht hat mich das Auslandssemester immens weitergebracht. Aber auch die zwischenmenschlichen Kontakte, die ich vor Ort knüpfen konnte, waren sehr bereichernd.
Ich kann jedem und jeder ein Auslandssemester in Granada empfehlen. Die Stadt ist wunderschön und perfekt für Studierende. Allerdings sollte man sich vorher bewusst sein, dass man Granada sehr vermissen wird, sobald man sich wieder in Rostock befindet ;)!