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Vorweg für Euch ein Tipp: Dreht das Handy bei Bildern gerne ins Querformat für eine bessere Darstellung.

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Tag 0 - Freitag, der Tag vor der Abreise

Wie jede Reise - ob na oder fern, kurz oder lang - beginnt auch diese mit der Routenplanung und dem Packen. Bei mir sind es aber nicht nur die Wechselsachen und Co., sondern hinzu gesellt sich noch meine Fotoausrüstung.

Wenn alles im Auto verstaut ist, fällt einem doch immer noch etwas ein, das man vergessen hat. Nur dumm, wenn es an einem ganz anderen Ort (Stadt) liegt, als man selbst

Tag 1 - Samstag, der Anreisetag

Noch eben Frühstücken und dann geht's auch schon los! Oh, da war doch noch was: Also doch erstmal umdrehen, die vergessene Ausrüstung holen und zurück zur Autobahn bzw. Landstraße. Ich habe mich für die Landstraße entschieden, was sich als ganz dummer Fehler herausstellte. Hinter dem regen LKW-Verkehr hatten sich lange Corsos gebildet, bei denen ans Überholen nicht mehr zu denken ist. Denn das Überholen von hinten ist riskant, da man nie weiß, ob man "dazwischen gelassen" wird oder ob nicht doch jemand plötzlich zum Überholen ansetzt.

Symbolfoto (nicht von mir)

Endlich auf der Autobahn angekommen und die Grafschaft und das Emsland hinter mir gelassen, läuft der Verkehr deutlich flüssiger. Bis in den Osten Deutschlands habe ich glücklicherweise kaum Verzögerungen durch Staus. Kaum aber habe ich die Autobahn verlassen, stehe ich auch schon in einer Blechlawine. Glücklicherweise ist diese nicht sehr lang, aber dennoch stehe ich hier ungefähr so lange wie auf der gesamten Autobahnstrecke.

Und wenn man dann befreit fahren kann :-), führen die Straßen auch gut und gerne mal kilometerlang an Gleisen vorbei, durch Wälder oder Ackerflächen.

Mit meiner kleinen Kompaktkamera durch die Scheibe fotografiert.

Nach fast 6 Stunden und 525 km bin ich endlich in Zingst angekommen. Jetzt noch fix den Schlüssel abholen und dann geht es schon ans Auspacken. Schnell Einkaufen gehen, etwas essen und nun endlich die Kamera gepackt und ab nach draußen!

Das Wetter spielt heute mit und somit kann ich das Foto machen, was ich vor zwei Jahren nicht erstellen konnte, da es bis auf einen Tag keine Wolken gab. Und der eine bewölkte Tag während meines ersten Aufenthalts war leider ein verregneter Tag.

Anschließend geht es sofort zur Unterkunft, die übrigens keine 150 m von der Zingster Seebrücke entfernt liegt. Wenn man schon so lange auf ein Bild gewartet hat, muss es natürlich direkt bearbeitet werden. Dabei immer die Uhr im Blick halten, denn um 22 Uhr beginnt die XXL-Bilderflut am Zingster Strand (dazu später mehr!). Denn für mich geht es jetzt ins Bett.

Tag 2 - Sonntag

Das gute Wetter war leider gestern schon aufgebraucht, denn heute ist der Tag regnerisch. Dazu kommt, dass es Sonntag und dieser ohnehin ruhig ist. Somit ist heute leider ein Stubentag.

Was macht man also, wenn draußen nichts los ist? Man schaut sich auf YouTube Fotografie-Videos an. Natürlich um etwas zu lernen, aber auch um Inspirationen zu bekommen.

Passend zum Wetter gibt es das richtige Video - nunja, zumindest während der Regenpausen. Also Kamera und Stativ packen, Jacke an und ab nach draußen, bevor es wieder regnet.

Iso 200 F2.8 200Sekunden ND1000 + ND8

Abends geht es dann noch auf einer Workshop von Krolop und Gerst. Der Workshop war outdoor geplant, nur wie ihr ja wisst, regnet es heute. Zum Glück für alle Teilnehmer gibt es auf der verlassenen Rinderfarm (übrigens besitzt sie noch heute die größte wie zu Zeiten der DDR) auch überdachte Bereiche. Nur ob die Dächer noch dicht sind, ist eine andere Frage.

Ich denke, ihr wollt so langsam wissen, worum es in den Workshop geht - und auch ein paar Fotos sehen.

In diesen Workshop ging es wie immer in der Fotografie ums Licht und in diesem Fall um farblichen Rauch. WICHTIG: solche Sachen sind mit der Feuerwehr abzusprechen!

Nach dem Workshop werden die Bilder nach Lightroom importiert und zeitgleich auf meine Festplatte kopiert. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr werden wieder fix die Jacke und die Schlüssel gepackt und ab zur XXL-Bilderflut in der Multimedia-Halle. Denn die Bilderflut wurde wegen des Regens hierher verlegt.

Danach geht es wieder in die Unterkunft, denn es regnet immer noch. Also schon mal die Bilder etwas vorsortieren und danach ab ins Bett.

Tag 3 - Montag

Heute ist wieder bestes Wetter. Also eben noch etwas frühstücken und die Tagesplanung angehen. Denn heute soll es mit den Rad auf Tour gehen.

Um 10 Uhr geht die Fahrt ans östliche Ende der Halbinsel (Pramort) los. Ca. 16 km pro Weg. Mein Größenwahn lässt grüßen :-). Denn nach 8,5 km auf dem Deich im Norden schaue ich auf ein Schild auf dem steht: "Noch 8 km". (10:55Uhr ) Da holt mich zum Glück mein Verstand wieder auf den Boden zurück.

Windschatten zwischen den Bäumen aber nicht auf der Pläne

Da ich nicht den selben Weg wieder zurückfahren möchte, komme ich auf die dämliche Idee am Deich im Süden zurück zu fahren: wie man sich jetzt schon denken und auf den Fotos sehen kann, neigen sich die Bäume nicht grundlos in die Richtung, aus der ich mit den Rad kam. 7 Gänge am Fahrrad und ich brauche nur den ersten. Zum Glück oder auch zum Pech der anderen war ich nicht der einzige.

Starker Gegenwind aber traumhafte Aussichten (rechts mit Fisheye fotografiert)

Wenigstens kommt dabei mein Fisheye-Objektiv mal wieder zum Einsatz (s. Fotos). Ich finde es ist ein richtig geiles Objektiv, man nutzt es nur leider viel zu selten.

Um 12:15 Uhr bin ich nach weiteren 12 km zum Glück wieder bei der Unterkunft. Denn meine Beine wollen mich nicht voranbringen: ich habe kaum noch Kraft, die Pedalen runterzudrücken. Also erst mal hinsetzen und etwas ausruhen. Ähm, etwas? Es wird etwas mehr, denn ehe ich mich versehe, bin ich schon eingeschlafen.

Später geht es noch mal raus, denn ich möchte einen der kleinen Vögel gerne auf dem Boden und sehr nah an der Kamera fotografieren. #UnschärfeimHintergrund. Dass das nicht einfach wird, ist mir bereits klar, nur schade, dass ich kein brauchbares Bild bekommen habe.

Der Fokus ist versetzt, 5cm näher und es wäre ein geiles Bild geworden!

Für heute habe ich es aufgegeben und gönne mir noch paar ruhige Stunden. Schließlich bin ich Urlaub.

Wie jeden Abend geht es wieder zur XXL-Bilderflut an den Strand bei einem oder auch zwei Cocktails von der Sun Bounce Strandbar. Jetzt noch etwas bewegen, denn mein Biorhythmus normalisiert sich wieder. Und mit diesem Bild sage ich jetzt "Gute Nacht".

Blick auf die Strandbar

Tag 4: Dienstag

Als ob mir das Gesäß von der gestrigen Radtour nicht mehr weh täte geht es heute Morgen um halb 9 direkt wieder aufs Fahrrad. Diese Runde war aber nur rund 7 km lang. Erst durch ein paar Seitenstraßen danach wieder auf den südlichen und den westlichen Deich und durch den Wald. Ja, auch dort gibt es Deiche. Denn im Schlimmsten Fall kommt man nicht mehr mit den Auto, Rad oder zu Fuß aus Zingst raus. Zum Schluss noch ein kurzer Abstecher zum Strand, um dort noch ein Foto für die Wand zu machen, bevor es wieder zurückgeht. Ach ja, da war noch was im Wald: Wer von euch findet denn alle vier Spiegelfiguren?

Am Nachmittag geht es zu Fuß weiter durch die Straßen von Zingst. Aber was soll ich darüber viel schreiben? Seht euch einfach die folgenden Bilder an.

Derselbe Architekt?

Auf jeden Fall sind hier die Häuser abwechslungsreicher.

Auch die blauen Tonnen sind komplett Blau und nicht nur der Deckel.

Wasserwehr? Löschen die hier das Wasser mit Feuer?

Oder geht das doch eher in Richtung Seenotrettung?

Ein relikt des Krieges

Ok, was das mal war, weiß ich leider auch nicht. Aber sicher ist nur, es hat eine unbekannte Tiefe.

Nach dem Rundgang geht es wieder Richtung Seebrücke, um eine Waffel bei "Waffelmaik" zu holen. Sehr empfehlenswert! Nicht nur dass es dort immer gut schmeckt, sondern auch Maik ist immer gut drauf. Dadurch gab es noch einen Versuch, einen kleinen Vogel zu fotografieren. Es hat mal wieder nicht ganz geklappt, aber seht selbst.

Da war ich ein kleines bisschen zu langsam.

Nur noch kurz am Strand vorbei, bevor es in die Unterkunft geht, um die Bilder des Tages zu sichten.

Aber Moment, die kenn ich doch?! Da gibt Jens Burger gerade ein Workshop mit dem Model Tessa Achtermann. Sie durfte ich völlig ungeplant bereits 2017 in Zingst fotografieren.

So langsam neigt sich der Tag zu Ende, also ab zum Stand, um sich mal wieder die XXL-Bilderflut anzusehen.

Tag 5: Mittwoch

Heute ist es so weit: Es kommt das kreative Loch. Also was soll ich machen? Erst mal rausgehen und bei der Ausstellung der Young Professionals in den alten Panzerhallen vorbeischauen. Es sind sehr Interessante Bilder gewesen, nur mir hat es gerade nicht geholfen, also ging es zu weiteren Outdoor-Ausstellungen, die in ganz Zingst verteilt sind.

Solche Austellungen gibt es an vielen Punkten in Zingst

Aber irgendwie hilft mir auch das nicht über mein kreatives Tief hinweg, obwohl die Bilder häufig interessante Geschichten erzählen. Darum bleibt es am heutigen Tag nur bei ein paar Erinnerungsfotos: von der SVG-Baseball-Cap, einem Brett mit Steinen, einem Boot und vom "Rudelfotografieren" eines Sonnenunterganges.

Und Überraschung: abends gehe ich wieder zur XXL-Bilderflut an den Strand - mit einem oder zwei Cocktails.

Dabei macht es klick und ich habe wieder ein paar Ideen. Aber die Sonne steht noch zu hoch, denn hier dauert der Sonnenuntergang gut und gerne mehrere Stunden. Dies kommt durch die enorm weite Sicht übers Meer und durch das perfekte, wolkige Wetter. Also ist Warten angesagt.

Tag 6: Donnerstag

Es ist kurz nach 0 Uhr. Und es ist soweit: Kamera und Ausrüstung gepackt und los geht's.

Das Boot wurde mit einem Blitz aufgehellt.

Es ist 00:20 Uhr und die Sonne ist noch nicht ganz untergegangen.

Die Seebrücke ist meines Wissens nicht immer rot-blau erleuchtet.

Die Hartgesottenen sitzen noch an der Strandbar.

Das Menschliche Auge ist nicht in der Lage, die Farben vor Ort zu erkennen. Denn mit bloßem Auge erschienen Strandkorb und Sandstrand in grau.

Das Licht kam von der Seebrücke und von der Beleuchtung der Bäume.

Bilder über die Verschmutzung der Meere - am Meer.

Hier das Handy am besten einmal kurz ins Hochformat drehen.

Steinberger Strandhotel

So, nun ab in die Unterkunft, denn das Bett ruft. Es ist mittlerweile 1:30 Uhr und heute eröffnet der Fotomarkt.

Als ich aufstehe, ist es draußen bereits wieder hell. Also noch fix die Morgenroutine und ab nach draußen. Denn ich habe mal wieder Lust auf eine Waffel - nur leider ist das für mich mit etwas Wartezeit verbunden.

Gut besucht

Nach der Waffel geht es über den Fotomarkt. Dabei finde ich bei Fujifilm einen kostenlosen Foto-Walk. Fujifilm sollte sich vielleicht nochmal die Definition eines Foto-Walk ansehen, denn dies war eher ein kleiner, aber guter Workshop. Aber das Beste ist, dass die Hersteller auch Ausrüstung kostenlos verleihen. Ich habe die Fujifilm X-T30 bekommen. Was ich dabei gemerkt habe, ist, dass andere Hersteller zwar andere Menüs haben, aber im Großen und Ganzen findet man alle gewohnten Funktionen wieder.

Fujifilm X-T30 - nicht die besten Fotos, aber mir ging nur ums Ausprobieren.

Wie jeden Abend lasse ich den Tag am Strand mit einem Cocktail und der XXL-Bilderflut ausklingen.

Tag 7: Freitag

Ich wurde kurz vor meinem Urlaub von einem Bekannten gefragt, ob ich ihm seine Kamera von Nikon im Detail erklären könne. Aber wie? Wenn man selbst ausschließlich eine Canon hat. Also steht heute Nikon auf den Plan: ab zum Fotomarkt, um sich eine Nikon auszuleihen und sich mit der Kamera zu befassen und ein paar Fotos damit zu machen.

Nikon D500

Auf den Geschmack gekommen kam ich an dem SIGMAliner vorbei. Ich frage also am Stand kurz nach, habe aber vergessen, auf die Zeit zu achten. Dennoch wechseln die Mitarbeiter am Stand einige nette Worte mit mir und geben mir freundlicherweise über Nacht das Sigma 85mm F1.4 Art mit.

Was soll ich damit nun fotografieren? Da hatte ich scheinbar HWS, das "Haben-wollen-Syndrom". Also nutze ich die nächste Gelegenheit, um ein kleines Vögelchen zu fotografieren. Diesmal nicht geplant, aber dafür scharf. Von hier aus muss ich nur ein paar Meter gehen, um an das alte Boot zu kommen. Auf dem Weg merke ich mal wieder, dass man manche Motive nur sieht, wenn man das passende Objektiv hat. Seht selbst auf den nachfolgenden Fotos. Ich gehe zurück zur Unterkunft.

Die Fotos entstanden mit meiner Canon EOS 7D Mark II mit dem Objektiv Sigma 85mm F1.4 Art

Wie sollte es anders sein? Der Abend wird am Strand in der Sun Bounce Lounge bei einem Cocktail und der XXL-Bilderflut beendet.

Tag 8: Samstag

Heute ist ein bildarmer Tag für euch, denn ich bilde mich im Bereich der Peoplefotografie weiter. Um euch davon Bilder zu zeigen, fehlen mir leider die Rechte. Um euch nicht ganz ohne Bilder zu lassen, habe ich mir die Zeit genommen, noch ein paar Bilder bei der Greifvogelshow der Greifvogelstation Hellenthal zu machen.

Weißkopfseeadler

Abends packe ich bereits meine Sachen, bevor es zur all-abendlichen XXL-Bilderflut geht. Es ist übrigens die letzte für dieses Jahr.

Tag 9: Sonntag, der Tag der Abreise

Nach dem Ausschlafen werden die Sachen ins Auto geladen und die Wohnung grob gereinigt.

Ich bringe noch den Schlüssel weg, aber nicht ohne eine Kamera mitzunehmen. In diesem Falle ist es die Kompakte.

Ein letztes Mal gehe ich zum Strand, bevor ich die Heimreise antrete. :-(

Leider dauert es nicht lange bis zum ersten Stau. 7 km in einer Stunde auf einer Landstraße von rund 20 km Länge. Bahnschienen, die alle 10 km einen Übergang haben auf der einen Seite der Straße, und auf der anderen nur ein paar kleine Siedlungen. Das Positive daran war, dass die Staus auf der Autobahn einem nicht mehr so schlimm vorkommen. Nichtsdestotrotz kosten mich die Staus fast 2,5 Stunden. Meine Lehre daraus: nächstes Mal sehr früh morgens oder spät abends fahren.

Tag 10: Montag, der Tag des Auspackens

Was soll ich hier erzählen?

Ich weiß es: hier kommt die Erklärung der XXL-Bilderflut und noch ein, zwei andere Dinge.

Die XXL-Bilderflut wird am Strand auf eine riesige, aufblasbare Leinwand projiziert. Dort werden Aufnahmen des Tages gezeigt, z. B. von einer Vernissage oder Workshops. Ebenso werden dort auch alle Bilder gezeigt, die im Rahmen des "Bild des Tages" eingereicht wurden.

Der Opener

Das Bild des Tages (Powered bei Olympus) kann jeder Einreichen, der mitmachen möchte. Hierbei ist zu bedenken, dass man dem Veranstalter die Nutzungsrechte einräumt. Zu Gewinnen, gab es auch noch etwas: und zwar eine Olympus-Kamera, ein Fernglas, ein Buch vom Festival und das Bild auf ChromaLux.

Zum Schluss noch zwei Fotos die oben keinen Platz gefunden haben.

Diese Liebesschlösser hingen an einem Kunstwerk. Auch wenn man sich über Kunst streiten kann, frage ich mich immer wieder: muss das sein? Und rostet deren Liebe genauso wie die Schlösser?

Hier noch meine Idee für Gemeinden: ich finde diese Wegweiser sind nicht die schönste Möglichkeit, Wege zu weisen, aber allemal besser als die Blechschilder an feuerverzinkten Stahlrohren. Die auf dem Bild sind von innen Beleuchtet.

Vielen Dank fürs Lesen! Ich hoffe, euch hat mein Reisebericht gefallen.

Created By
Florian Weiden
Appreciate

Credits:

Erstellt mit einem Bild von JamesQube - "jam traffic road"