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Erhalt und Schutz

Partizipatives biologisches Überwachungsprogramm

Dieses Programm bildet einen einzigartigen Rahmen, in dem die Teilnehmenden aktiv ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit andern teilen können. An den ersten Workshops des Jahres nahmen Biologiestudenten der Nationalen Universität (UNA), Tourismusstudenten von ICETUR, Alumni der "Asociación Edunámica" sowie mehrere Personen aus der Gemeinde teil. Dabei wurden Arten entdeckt, die bis jetzt noch nicht im Refugio Lapa Verde registriert wurden. Darunter die beiden Schlangenarten: Spilotes pullatus (ungiftig, aber sehr bissfreudig – auch Hühnerfresser genannt) und die in Costa Rica selten vorkommende Trimetopon pliolepis (Ringelnatter).

Überwachungs- und Erhaltungsprogramm für Amphibien und Reptilien im sehr feuchten Tropenwald

Im laufenden Jahr begannen wir mit der zweiten Phase der Bestandsaufnahme der Herpetofauna im Refugio Lapa-Verde. Bis heute konnten wir insgesamt 90 Arten erfassen, davon 53 Reptilien und 37 Amphibien. Von der Gesamtzahl an Reptilienarten zählten wir 32 Schlangenarten. Schlangen spielen eine grundlegende Rolle für das Ökosystemgleichgewicht des Waldes und sind hervorragende Indikatoren für die Biodiversität und den Zustand des Naturschutzgebietes. Deshalb lancierten wir ein Forschungsprojekt, das sich mit dem Status dieser prächtigen und oft missverstandenen Reptilien befasst.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Programms ist der akademische Beitrag unseres professionellen Teams. Kürzlich wurde die erste wissenschaftliche Studie veröffentlicht, die sich dem Jagdverhalten der Schlange Leptophis depressirostris auf den Frosch Craugastor mimus widmet.

Überwachungs- und Schutzprogramm für Vögel im Naturschutzgebiet

In den Monaten Februar, März und April fand die Pilotphase für die Zählung wandernder Greifvögel statt. Ziel ist es, dass das Refugio Lapa Verde als zweite offizielle nationale Beobachtungsstelle für Raubvögel und als achte auf dem amerikanischen Kontinent anerkannt wird. Es wurden Schulungen zur Identifizierung wandernder und gebietsansässiger Arten durchgeführt sowie zur korrekten Verwendung der optischen Ausrüstung.

Die erste Schätzung des Bestandes wandernder Raubvögel begann am 15. Februar mit der Teilnahme von fünf Freiwilligen. Innerhalb der ersten acht Beobachtungstagen wurden insgesamt 14‘240 Greifvögel registriert.

Während den insgesamt 40 Zähltagen wurden total 560‘804 einzelne Greifvögel von 11 Arten registriert. Vom Rotkopfgeier (Cathartes aura) wurden mit 415‘374 am meisten Individuen gezählt; gefolgt vom Präriebussard (Buteo swainsoni) mit einer Gesamtzahl von 130‘765 Tieren und dem Breitflügelbussard (Buteo platypterus) mit 12‘381 Individuen. Am Rekordtag vom 11. März überflogen 105‘046 Raubvögel das Refugio Lapa Verde.

Anbau und Spende von Pflanzen, die für den Grünen Ara (Lapa Verde) von Bedeutung sind

Die Anpflanzung von heimischen Baumarten ist nach wie vor eine der wichtigsten Aktivitäten, um die Erholung und Wiederherstellung degradierter Waldgebiete im Aktionsbereich des Naturschutzgebietes Lapa Verde zu bewirken. In den letzten Monaten wurden fast 500 Bäume für verschiedene Aufforstungskampagnen gespendet - und mehr als 1'000 stehen bereit, um an neue Projekte geliefert zu werden. Viele dieser Bäume dienen dem vom Aussterben bedrohten grossen Soldatenara (Lapa Verde) als Nahrungsgrundlage.

Phänologische Überwachung

Dank der guten Beziehungen des Refugios Lapa Verde zu verschiedenen Forschern konnten wir kürzlich ein neues Forschungsprojekt starten. Dabei soll das phänologische Verhalten von für das Refugium wichtiger Pflanzenarten bestimmt werden. Ziel ist es, die Blüte- und Fruchtzeiten der Arten zu verstehen, die für die Erhaltung des vom Aussterben bedrohten Grünen Aras entscheidend sind.

Kontroll- und Schutzprogramm

Im Januar führten wir unsere IV.-Vogelzählung im Teilgebiet Pueblo Nuevo durch. Unsere Zählung wurde durch ein Wilderei-Ereignis innerhalb unseres Refugiums unterbrochen. Glücklicherweise konnte der Jäger dank der Unterstützung unseres Biologenteams und unserer Feldarbeiter davon überzeugt werden, seine illegalen Aktivitäten einzustellen. Ein paar Tage später konnte unser Fledermausteam bei ihrer nächtlichen Feldarbeit eine illegale Fischereiaktion verhindern. Diese Fälle zeigen, wie die Präsenz durch Forschungs- und Überwachungsaktivitäten wesentlich zu den Kontroll- und Schutzbemühungen beiträgt.